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Hallo Gralsbote
Versuch du mal mit 300 Euro im Monat und 40 Litern Wasser am Tag (wovon weniger als 10 Trinkwasser sind) zu leben. Dann reden wir weiter . Will sagen: 25 Euro im Monat sind für mich kein "nur", sondern das, was ich in der Woche esse.
Ich habe bereits ein Patenkind, meine kleine Cousine. Sie hat in letzter Zeit viel durchgemacht und ist in der dritten Klasse sitzengeblieben. Ihre Mutter würde das am liebsten totschweigen. Es ist auch meine Aufgabe ihr Halt zu geben, ihre Nase in die Schulbücher zu drücken und ihr vom Balkon zu pfeiffen, wenn sie mal wieder allein auf der Schaukel hockt, weil keiner mit ihr spielen will... das sind keine 25 Euro, sondern meine Zeit, meine Kraft, meine Nerven die ich da reinpumpe.
Von der Art des spendablen Gutmenschentums, dessen du dich hier so rühmst, halte ich nicht viel. Und wenn du den Thread gründlich gelesen hast, weisst du auch warum. Meiner Meinung nach sind diese Spenden nur dazu da das schlechte Gewissen von Leuten zu beruhigen, die das Gefühl haben, sonst recht wenig zum Wohlergehen ihrer Artgenossen beizutragen.
Wenn _jeder_ mehr vor der eigenen Haustür kehren würde, statt in die Ferne zu schweifen, wären wir _alle_ besser dran. Damit es den Menschen in armen Ländern besser gehen kann, müssten die reichen Länder nicht mehr geben, sondern einfach weniger nehmen. Die Realität sieht so aus, dass derselbe Gutmensch, der jeden Monat brav seine 25 Euro spenden, sich am selben Tag drüber ärgert, warum der Kaffee so verdammt teuer ist.
MFG
Lisken
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