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Was ist Zeit?












Habt ihr Euch mal Gedanken über die Zeit gemacht?
Sie wird ja mehr oder weniger als die 4. Dimension angesehen, mit ihr kann man ein Gegenstand oder ein Ereignis neben der räumlichen Dimension genau definieren.
Das Besondere an der Zeit: Sie fließt. Es gibt eine Vergangenheit, an die wir uns erinnern, eine Zukunft, die wir uns vorstellen, und dazwischen den unendlich flüchtigen Augenblich des Jetzt, den man nicht festhalten kann.
Sie fließt nur in einer Richtung, mehr oder weniger gleichmäßig, man kann sie dehnen, aber nicht umkehren. Und es gibt nichts ohne sie.
Es gibt keinen "Anfang" und kein "Ende" der Zeit, genauso wenig wie der Raum kein Anfang und Ende hat, auch wenn dich das All ausdehnt - was dann fälschlicherweise impliziert, daß es ein "Dahinter" gibt, in das sich der Raum hieindehnen kann.
Manche halten die Zeit für eine Illusion, es gäbe keine Vergangenheit, kein Jetzt, keine Zukunft, alles liefe parallel ab (ablaufen?), also alle Zustände existieren parallel. Demnach wäre aber alles eine Illusion, aber von wem? Ist eine Illusion nicht auch etwas, was eine Zeitverstreichung braucht?

So, ich gebe mich einmal der Illusion hin, Mittagessen zu machen, weil meine eingebildeten Kinder gerade eingebildeten Hunger haben...

Astrella
Vielleicht eine Frage der Sichtweise?
Wenn ich ehrlich bin kann ich mit der Antwort nicht viel anfangen, Alwin.

Eine Illusion ist für mich etwas, was nicht existiert, es ist ein Vortäuschung.
Wenn Zeit "nebeneinander" existiert, also die Zukunft schon präsent ist, genauso wie die Vergangenheit, dann gibt es keine Freiheit, keine Willensfreiheit. Und kein "Verrinnen", keine Kausalitäten.
Es könnte natürlich sein, daß alle Möglichkeiten der Zukunft parallel existieren und wir haben doch eine Wahl.

Wenn ich mein Bewusstsein ansehe wie einen Fluss, immer fließt Wasser durch das Flußbett (den Körper), immer ist es der gleiche Fluß (in meinem Fall Astrella), aber zu keinem Moment ist es das gleiche Wasser.
Und alles Wasser zusammen ist dann mein Geist?
Ohne die Bewegung des Fließens?
Wenn diese Betrachtungsweise auch nur ein bißchen richtig ist, dann ist der Geist doch nur ein theoretisches Betrachtungsmodell. Alles Wasser auf einem Haufen kann ich mir zwar vorstellen, gibt es aber nicht. Und alle Bewusstseinszustände auf einem Haufen...
Theoretische Modelle brauchen nicht zwangsläufig eine Zeitkomponente.
Gesetze brauchen keine Zeit.
Die Schwerkraft ist zeitunabhängig.
Aber ihre Ausprägung gibt es nur in einer RaumZeit.

So jetzt muß ich erst einmal wieder meinen Kopf durchlüften...

Astrella
Ich will mit eine kleinen Geschichte anfangen:
Es waren einst zwei buddhistische Mönche die sich stritten. Der eine sagte es ist die Fahne die sich bewegt. Nein, entgegnete der andere es der Wind der sich bewegt. Da kam der Abt des Klosters daher und sagte: Nein, ihr seid es die sich bewegen.

Zeit fließt nicht, Zeit ist außerhalb des menschlichen Spektrums nur eine weitere Dimension. Raumzeit ist eine Koordinate in einem Netzt dieser 4 Dimensionen, sie umfasst alle drei uns geläufigen Dimension plus dem 'Wann'

Alles was jemals in diesem Universum existieren wird von uns aus gesehen und alles was jemals existiert hat und gerade existiert in allen Variation und allen Möglichkeiten, existiert gleichzeitig. Wirklich alles. Alle alternativen Realitäten die passieren können, passieren. Hier und jetzt.

Kleiner Ausflug in die Quantenphysik:

Solange ich ein Teilchen nicht betrachte/messe existiert es in allen seinen möglichen Formen, erst wenn ich wirklich hingucke und es mir bewusst wird, dann nimmt es eine einzige Form an.

Zurück zur Geschichte und zu der Frage warum wir die Zeit den als fließend empfunden wird:

Bewegung ist relativ. Jeder kennt das Gefühl wenn man im Zug sitzt und der Nachbarzug fährt los und man denkt man fährt selber. Oder wenn man auf die Schienen während der Fahrt guckt hat man den Eindruck, das sie sich Bewegen.
Es ist also nicht die Zeit die fließt sondern unser Geist, der sich wie auf Schiene durch unseren Körper schauend durch den Raum bewegt.
Sicher ist Zeit nur eine weitere Koordinate, aber sie unterscheidet sich von den anderen eben in einem wesentlichen Punkt: Wir können uns in den Dimensionen, die uns die Raumdimensionen eröffnen, frei bewegen (mehr oder weniger), in der Zeit nicht. Wir haben keinen Einfluss darauf.
Theoretisch können wir sie erfassen, wir können ihr Verstreichen messen.
Wieso sollte die Zeit ausserhalb des menschlichen Spektrums anders sein?
Wenn sie nicht mehr verstreicht, ist es auch keine Zeit mehr, denn diese Eigenschaft IST die einzige Eigenschaft der Zeit.
*nichts mehr versteh*
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