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Sorry, dass ich dich verwirrt habe, war ne Kurzversion.
Nehmen wir als Beispiel mal 2 dimensionale Kreaturen. Mal Dir vielleicht einfach mal sie als ein Kreise mit nem Auge und nem Mund auf. Wenn Du nun zwei hast Sie können nur nach unten und nach oben laufen auf deinem Blatt Papier, nicht irgendwie aneinander vorbei, sie müssten wenn sie die Seiten wechseln übereinander gehen. Sie können sie auch nicht umdrehen, denn all das erfordert drei Dimensionen.
So jetzt nimm Dein Blatt und roll es, dass sich die Kanten wieder berühren, eine einfache Rolle. Läuft nun ein Wesen immer gerade aus kommt es irgendwann wieder da an wo es gestartet ist. Es versteht nicht warum, denn es kann die die Krümmung nicht wahrnehmen. Ähnlich können wir die 4 Dimensionale Krümmung des Raumes nicht wahrnehmen, wir können sie berechnen, aber wirklich erfahren tun wir sie ebenso nicht.
Wie Verhält es sich nun mit dem oben beschriebenen Möglichkeitsraum in dem einfach alles drin ist.
Stell dir mal vor wir würden einen Daumenkino aus dem Leben der 2D-Kreaturen machen. Ein 3 Dimensionales gebilde, was die Kreaturen jedoch nicht wahrnehmen können, die dritte Dimension enthält alle Möglichen Ort wo das 2D Wesen jemals war und sein wird, es erlebt jedoch nur einen kleinen 2 dimensionalen Ausschnitt. Bewegung kommt erst in die ganze Geschichte und damit die Illusion einer verstreichenden Zeit, wenn man das Daumenkino schnell genug Blättert und genau das macht bildlich gesprochen unser Verstand.
Das Verstreichen das Zeit ist also keine Eigenschaft der Zeit an sich, sondern die des sich bewegenden menschlichen Geistes.
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Hm,
bei meinem Daumenkino ist es aber immer ein anderes 2D Wesen und nicht das Gleiche.
Ich verstehe schon, daß Zeitempfinden etwas mit - nun nicht unbedingt mit Bewegung - mit Gehirnaktivität zu tun hat. In dem Augenblick, in dem ich sterbe, hört für mich die Zeit auf, auch wenn sie für andere weitergeht.
Ich verstehe auch das Konzept des gekrümmten Raumes ansatzweise, aber ich habe es als "Raumkrümmung" und nicht als "Zeitkrümmung" gesehen.
Eine zusätzliche Dimension hebt doch die übrigen Dimensionen nicht auf, sie erweitert sie nur.
Da die Zeitdimension, die wir empfinden, eindimensional ist - wir können nur in eine Richtung - würde eine "2. Zeitdimension" doch trotzdem nicht unbedingt auch gleich die Anwesenheit aller Möglichkeiten einschließen.
Zudem - das Vorhandensein einer weiteren oder mehreren weiteren Dimensionen mag zwar vielleicht für die Erklärung des Kosmoses und der "Entstehung", falls es so etwas gibt, von Bedeutung sein - in unserem Erleben haben wir nur die 3 bezw. 4 Dimensionen, warum ist es erstebenswert, eine Dimension "weiterzukommen"?
Warum soll man gerade nach seinem Tod, der uns die RaumZeit nimmt, Zugang zur nächst höheren Dimension erhalten? Die Dimensionen bauen aufeinander auf, ohne 1. Dimension keine 2. uws.
Ohne RaumZeit demnach auch keine Weitere.
Astrella
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Dass "Zeit" subjektives Erleben ist, wissen wir eigentlich alle:
- wie langsam vergeht Zeit, wenn ich ein Ereignis erwarte, auf das ich mich freue
- wie schnell vergeht Zeit, wenn ich viel zu tun habe und die Zeit nicht reicht
- bei jungen Menschen läuft die Zeit viel langsamer als
- bei alten Menschen, da rast die Zeit.
Wie wir die Zeit erleben, das ist ein Kulturphänomen: linear, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft
Es gibt (oder vielleicht eher: es gab) Kulturen, die ein zyklisches oder spiralförmiges Zeitempfinden haben: alles wiederholt sich - Frühling, Sommer, Herbst, Winter,
Kindheit, Jugend, Erwachsenenleben, Alter und bei den Kindern und Enkeln wiederholt es sich, und wiederholt es sich.
Viele sehr alte Menschen verwechseln ihre Angehörigen und gehen die ganze Kette durch: Namen der Schwester, der Tochter, der Enkelin, irgendwie scheint das dasselbe zu sein.
Leer interpretiert diese Phänomene naturwissenschaftlich und dazu gibt es ein gutes Buch:
"Die Entstehung der Realität" von Jörg Starkmuth. Da habe ich erstmals die Vorstellung des Möglichkeitenraumes verstanden.
Inanna
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Natürlich erleben wir Zeit subjektiv, nicht desto trotz ist es für uns eine konstante messbare Größe, jede Sekunde ist gleich lang, nur unser Empfinden für die Zeit ist abhängig von den parallel ablaufenden Bewusstseinseindrücken und Denkprozessen. Das Menschen kulturell ein anderes Zeitempfinden haben kann ich gut nachempfinden, und daß es meistens irgendwie rund ist, auch, denn wir leben nun einmal auf einer Kugel, die sich gleichförmig dreht. und auch das Leben an sich sind stetige Wiederholungen, immer mit ein bißchen Variation, immer eine kleine Veränderung.
Ich sehe in meinen Kindern auch schon manchmal die Männer und die Frau, die sie (hoffentlich) einmal sein werden, aber es sind Vorstellungen, keine Realität. Und auch in die Vergangenheit kann ich nur mie meinem Geist. Ich bin verhaftet im Jetzt, meine Zukunft bläht sich auf wie ein Ballon von unendlichen Möglichkeiten, aber sie sind nicht unendlich, sie sind nur nicht zählbar. Es gibt Möglichkeiten, die gibt es nicht, ich kann nicht gleich am Nordpol sein.
Also ist dieser Möglichkeitsraum nicht unbeschränkt.
Mir feht sowohl der intuitive als auch der logische Zugang zu einer Vorstellund einer Über-, Un-zeit.
Astrella
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Danke Leer!
Wollte gerade meine gedanken dazu niederschreiben. Die Mühe ist mir nun erspart geblieben.
Fängst an mich zu verwöhnen! Warte etwas ab und kann dann ein schönes Posting Deinerseits lesen un dmir darüber meine Gedanken machen. Womit habe ich das verdient? Aber sehr angenehm! - Komme mir weiterhin zuvor, ich wehre mich nicht dagegen. Ok, verleitest mich ein wenig zur Bequemlichkeit, aber das ist wohl meine Sache...
Liebe Grüße (mach weiter so, genieße es)
alwin
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