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Was ist Zeit?












Zitat:
bei meinem Daumenkino ist es aber eimmer ein anderes 2D Wesen uns nicht das Gleiche.


Unfreiwillig sind wir damit bei einem anderen Thema gelandet, die Konsitenz des Ego/Ich/Selbst.
Da habe ich hier was dazu geschrieben:

http://www.geistigenahrung.org/ftopic35940-125.html




Zitat:
Ich verstehe schon, daß Zeitempfinden etwas mit - nun nicht unbedingt mit Bewegung - mit Gehirnaktivität zu tun hat. In dem Augenblick, in dem ich sterbe, hört für mich die Zeit auf, auch wenn sie für andere weitergeht.


Wenn die Zeit statisch ist, nur eine Raumdimension und nicht fließt, dann muss es der Mensch oder genauer der Geist sein der sich bewegt.

Zitat:
Ich verstehe auch das Konzept des gekrümmten Raumes ansatzweise, aber ich habe es als "Raumkrümmung" und nicht als "Zeitkrümmung" gesehen. Eine zusätzliche Dimension hebt doch die übrigen Dimensionen nicht auf, sie erweitert sie nur.


Es Raum und Zeit sind an sich untrennbar, deswegen heißt es auch Raumzeit. Je schneller Du dich bewegst, desto mehr krümmst Du den Raum, desto schneller vergeht die Zeit.

Zitat:
Da die Zeitdimension, die wir empfinden, eindimensional ist - wir können nur in eine Richtung - würde eine "2. Zeitdimension" doch trotzdem nicht unbedingt auch gleich die Anwesenheit aller Möglichkeiten einschließen.


Ja wir empfinden Zeit als eindimensional, aber sie ist nicht dieses fließende Ding, es braucht keine 2. Zeitdimension.



Zitat:
Zudem - das Vorhandensein einer weiteren oder mehreren weiteren Dimensionen mag zwar vielleicht für die Erklärung des Kosmoses und der "Entstehung", falls es so etwas gibt, von Bedeutung sein - in unserem Erleben haben wir nur die 3 bezw. 4 Dimensionen, warum ist es erstebenswert, eine Dimension "weiterzukommen"?
Warum soll man gerade nach seinem Tod, der uns die RaumZeit nimmt, zugang zur nächst höheren Dimension erhalten. Die Dimensionen bauen aufeinander auf, ohne 1. Dimension keine 2. uws.
Ohne RaumZeit demnach auch keine Weitere?


Im Buddhismus heißt es Erleichtung bedeutet zeitlose höchste Freude. Auch wenn Erleuchtung mehr als nur das erweitern des Bewusstseins auf die 4. Dimension bedeuted, lass es dir mal auf der Zunge zergehen - zeitlos.
Wenn man nicht mehr die Zeit als fließend erlebt sondern ohne Anfang und ohne Ende, sondern gleichzeitig, dann fällt ein entscheidener Faktor weg, der für dei Vergänglichkeit und damit für das Leid verantwortlich ist - Kausalität. Du bist nicht mehr glücklich weil..., sondern Du bist es einfach - ohne Bedingung, denn es gibt sie nicht mehr.


Zitat:
Leer interpretiert diese Phänomene naturwissenschaftlich und dazu gibt es ein gutes Buch:
"Die Entstehung der Realität" von Jörg Starkmuth. Da habe ich erstmals die Vorstellung des Möglichkeitenraumes verstanden.



Ja, kann ich nur empfehlen. Eine Mischung aus (Quanten)Physik und Spiritualität, leicht verständlich erklärt und faszinierend.


Zitat:
Natürlich erleben wir Zeit subjektiv, nicht desto trotz ist es für uns eine konstante messbare Größe, jede Sekunde ist gleich lang, nur unser Empfinden für die Zeit ist abhängig von den parallel ablaufenden Bewusstseinseindrücken und Denkprozessen.


Da fängt es schon an. Wenn Du ne Uhr auf dem Mond platzierst und eine auf der Erde, wirst Du schon feststellen, dass die Zeit unterschiedlich schnell vergeht.



Zitat:
Ich sehe in meinen Kindern auch schon manchmal die Männer und die Frau, die sie (hoffentlich) einmal sein werden, aber es sind Vorstellungen, keine Realität


Doch das ist sie. Sie existiert genau in dem gleichem Moment indem Du das hier liest, es wir nur nicht von deinem Bewusstsein/Geist erfasst.

Zitat:
Es gibt Möglichkeiten, die gibt es nicht, ich kann nicht gleich am Nordpol sein.


Doch die gibt es.

Gehen wir nochmal zu dem Daumenkino. Stell Dir vor es ist zu einer Meterlangen schiene geworden auf dem das Bewusstsein fährt und so denkt, die Zeit würde verstreichen. Jetzt stell Dir vor die Schiene teilt sich in zwei verschiedene Wege. Der eine setzt den anderen logisch fort, die Kreatur läuft zum Beispiel einfach eine grüne Wiese entlang. Auf der anderen Schien passiert etwas unfassbares, auf einmal ist die Kreatur am Nordpol. "Nee, nee, nee!", denkt sich der Geist. "Das ist doch völliger Humbug, das geht doch gar nicht, da gehe ich nicht lang", und es bleibt auf der Schiene die im Einklang mit den Naturgesetzen und der Logik steht, alles andere ist einfach undenkbar. Und hier muss man ansetzten, die ganzen Schleier, Denkschemata und Konzeptionen muss man lüften, damit man das undenkbare denken kann.
Hast Du schonmal von indischen Gurus gehört, die an zwei Orten gleichzeitig sind oder sich teleportieren. Wirklich Zaubern können die nicht, im klassischen Sinne. Ihr Geist geht einfach den Weg, der vorher undenkbar ist.



Zitat:
Mir feht sowohl der intuitive als auch der logische Zugang zu einer Vorstellund einer Über-, Un-zeit.


Der einfachste ist der über das Daumenkino. Denkt darüber noch ein bisschen nach. Ein Moment im Leben ist ein Blatt, dass ganze Leben ist ein Daumenkino und nur durch die Bewegung des Geistes entsteht die Illusion einer fließenden Zeit.

Freut mich alwin das ich mein Wissen mit Dir teilen kann und das es Dir nützt und gefällt.
Für mich persönlich war die Verankerung des Buddhismus mit der Sprache der Physik besonders wichtig, so beschreiben sie doch beide mit erschreckender Ähnlichkeit das Gleiche, nur mit anderen Worten. Bei mir hat das viel Vertrauen geschaffen.
Zitat:
bei meinem Daumenkino ist es aber eimmer ein anderes 2D Wesen uns nicht das Gleiche.


Unfreiwillig sind wir damit bei einem anderen Thema gelandet, die Konsitenz des Ego/Ich/Selbst.
Da habe ich hier was dazu geschrieben:

http://www.geistigenahrung.org/ftopic35940-125.html


Zitat:
Ich verstehe schon, daß Zeitempfinden etwas mit - nun nicht unbedingt mit Bewegung - mit Gehirnaktivität zu tun hat. In dem Augenblick, in dem ich sterbe, hört für mich die Zeit auf, auch wenn sie für andere weitergeht.


Wenn die Zeit statisch ist, nur eine Raumdimension und nicht fließt, dann muss es der Mensch oder genauer der Geist sein der sich bewegt.

Zitat:
Ich verstehe auch das Konzept des gekrümmten Raumes ansatzweise, aber ich habe es als "Raumkrümmung" und nicht als "Zeitkrümmung" gesehen. Eine zusätzliche Dimension hebt doch die übrigen Dimensionen nicht auf, sie erweitert sie nur.


Es sind Raum und Zeit sind an sich untrennbar, deswegen heißt es auch Raumzeit. Je schneller Du dich bewegst, desto mehr krümmst Du den Raum, desto schneller vergeht die Zeit.

Zitat:
Da die Zeitdimension, die wir empfinden, eindimensional ist - wir können nur in eine Richtung - würde eine "2. Zeitdimension" doch trotzdem nicht unbedingt auch gleich die Anwesenheit aller Möglichkeiten einschließen.


Ja wir empfinden Zeit als eindimensional, aber sie ist nicht dieses fließende Ding, es braucht keine 2. Zeitdimension.



Zitat:
Zudem - das Vorhandensein einer weiteren oder mehreren weiteren Dimensionen mag zwar vielleicht für die Erklärung des Kosmoses und der "Entstehung", falls es so etwas gibt, von Bedeutung sein - in unserem Erleben haben wir nur die 3 bezw. 4 Dimensionen, warum ist es erstebenswert, eine Dimension "weiterzukommen"?
Warum soll man gerade nach seinem Tod, der uns die RaumZeit nimmt, zugang zur nächst höheren Dimension erhalten. Die Dimensionen bauen aufeinander auf, ohne 1. Dimension keine 2. uws.
Ohne RaumZeit demnach auch keine Weitere?


Im Buddhismus heißt es Erleuchtung bedeutet zeitlose höchste Freude. Auch wenn Erleuchtung mehr als nur das erweitern des Bewusstseins auf die 4. Dimension bedeuted, lass es dir mal auf der Zunge zergehen - zeitlos.
Wenn man nicht mehr die Zeit als fließend erlebt sondern ohne Anfang und ohne Ende, sondern gleichzeitig, dann fällt ein entscheidener Faktor weg, der für die Vergänglichkeit und damit für das Leid verantwortlich ist - Kausalität. Du bist nicht mehr glücklich weil..., sondern Du bist es einfach - ohne Bedingung, denn es gibt sie nicht mehr.


Zitat:
Leer interpretiert diese Phänomene naturwissenschaftlich und dazu gibt es ein gutes Buch:
"Die Entstehung der Realität" von Jörg Starkmuth. Da habe ich erstmals die Vorstellung des Möglichkeitenraumes verstanden.



Ja, kann ich nur empfehlen. Eine Mischung aus (Quanten)Physik und Spiritualität, leicht verständlich erklärt und faszinierend.


Zitat:
Natürlich erleben wir Zeit subjektiv, nicht desto trotz ist es für uns eine konstante messbare Größe, jede Sekunde ist gleich lang, nur unser Empfinden für die Zeit ist abhängig von den parallel ablaufenden Bewusstseinseindrücken und Denkprozessen.


Da fängt es schon an. Wenn Du ne Uhr auf dem Mond platzierst und eine auf der Erde, wirst Du schon feststellen, dass die Zeit unterschiedlich schnell vergeht.



Zitat:
Ich sehe in meinen Kindern auch schon manchmal die Männer und die Frau, die sie (hoffentlich) einmal sein werden, aber es sind Vorstellungen, keine Realität


Doch das ist sie. Sie existiert genau in dem gleichem Moment indem Du das hier liest, es wir nur nicht von deinem Bewusstsein/Geist erfasst. Oder anders: Du bist gerade in der Mitte des Daumenkinos, aber das Ende ist auch schon da, sogar mehrere verschiedene Enden.

Zitat:
Es gibt Möglichkeiten, die gibt es nicht, ich kann nicht gleich am Nordpol sein.


Doch die gibt es.

Gehen wir nochmal zu dem Daumenkino. Stell Dir vor es ist zu einer Meterlangen schiene geworden auf dem das Bewusstsein fährt und so denkt, die Zeit würde verstreichen. Jetzt stell Dir vor die Schiene teilt sich in zwei verschiedene Wege. Der eine setzt die andere logisch fort, die Kreatur läuft zum Beispiel einfach eine grüne Wiese entlang. Auf der anderen Schiene passiert etwas unfassbares, auf einmal ist die Kreatur am Nordpol. "Nee, nee, nee!", denkt sich der Geist. "Das ist doch völliger Humbug, das geht doch gar nicht, da gehe ich nicht lang", und es bleibt auf der Schiene die im Einklang mit den Naturgesetzen und der Logik steht, alles andere ist einfach undenkbar. Und hier muss man ansetzten, die ganzen Schleier, Denkschemata und Konzeptionen muss man lüften, damit man das undenkbare denken kann - Naturgesetzte existieren nur im Geist eine objektive Realität, die wir uns wie ein Film angucken, die gibt es nicht.
Hast Du schonmal von indischen Gurus gehört, die an zwei Orten gleichzeitig sind oder sich teleportieren. Wirklich Zaubern können die nicht, im klassischen Sinne. Ihr Geist geht einfach den Weg, der vorher undenkbar war.



Zitat:
Mir feht sowohl der intuitive als auch der logische Zugang zu einer Vorstellund einer Über-, Un-zeit.


Der einfachste ist der über das Daumenkino. Denkt darüber noch ein bisschen nach. Ein Moment im Leben ist ein Blatt, dass ganze Leben ist ein Daumenkino und nur durch die Bewegung des Geistes entsteht die Illusion einer fließenden Zeit.

Freut mich alwin das ich mein Wissen mit Dir teilen kann und das es Dir nützt und gefällt.
Für mich persönlich war die Verankerung des Buddhismus mit der Sprache der Physik besonders wichtig, so beschreiben sie doch beide mit erschreckender Ähnlichkeit das Gleiche, nur mit anderen Worten. Bei mir hat das viel Vertrauen geschaffen.
Hallo Leer,
Zitat:
Für mich persönlich war die Verankerung des Buddhismus mit der Sprache der Physik besonders wichtig, so beschreiben sie doch beide mit erschreckender Ähnlichkeit das Gleiche, nur mit anderen Worten. Bei mir hat das viel Vertrauen geschaffen.


Ich bin zwar kein Physiker, mittlerweile "nur" Informatiker. Als ich begann, mich zunächst unwissentlich mit Buddhismus zu beschäftigen, hat mich die faszinierende Logik, eben halt dieser Einklang, vereinnahmt.

Auch heute fällt es mir hier und da fast schwer, doch kritisch zu bleiben und zu hinterfragen, manchmal schon beängstingend widerspruchsfrei...

Und da werden dann so herrliche Fragen aufgeworfen, hier und da eine Art Vorantwort im Kopf aus meiner theolgischen Zeit. Aber so nach und nach entfleucht auch dieser immer noch vorhandene Schleier.

Gruß alwin
Leider kann ich nicht mitdiskutieren, obwohl mich das Thema rasend interessiert.

Ich habe keine naturwissenschaftliche Bildung, seit der Schule war nichts mehr. Mit Mühe habe ich ein paar Bücher über die Zeit gelesen, mit Mühe habe ich immer wieder was verstanden, immer wieder mal ein Aha-Erlebnis gehabt, es reicht aber nicht aus, um es in Sprache zu fassen.

Aber ich würde mich freuen, wenn Ihr weiter diskutiert, da kann man viel lernen.

Inanna
Ich wage zu behaupten: Zeit ist eine Lüge. Oder vielleicht besser: eine Erfindung.

Etwas gewagte These? Naja, nicht unbedingt. Woran erkennen wir die Zeit bzw. das "Zeit verstreicht"? Daran, dass wir "Erinnerungen" an etwas vorher passiertes haben. Aber wie oft sind solche Erinnerungen konstruiert, vom eigenen Geist erfunden - und andere, die in unserer Erinnerung dabei waren, sagen das es nicht so war. Oder das man sich gar nicht getroffen hat. Oder das eine Situation so nicht sein konnte, weil sie zu dem "Zeitpunkt" woanders waren.

Also: Die "Erinnerung" als "Beweis" für die Zeit kann ich nicht gelten lassen.

Weiter: Oben sagte jemand das eine Uhr auf der Erde anders geht als auf dem Mond. Und wenn man das Spiel weiterführt: Wenn ich um ein schwarzes Loch herumfliege ist die Zeit, die meine Uhr anzeigt eine andere als die einer Uhr, die ich am Startpunkt zurückgelassen habe. Warum ist das so? Weil wir Zeit auf eine gewisse Art und Weise definiert haben: Die Länge einer Sekunde "messen" wir am Verhalten bestimmter Atome (siehe z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Atomuhr )

Und diese Regel ist außer Kraft gesetzt, wenn verschiedene physikalische Verhältnisse gelten, also z.B. bestimmte Kräfte auftreten (schwarzes Loch, ...)

folglich: Zeit ist messbar, aber nur dadurch, dass wir sie auf eine bestimmte Art definiert haben.

Also könnte ich theoretisch mein Gehirn, meinen Körper und all mein Umfeld fünfhundert mal kopieren und platzieren (jetzt mal Seelen-Vorstellungen ausgenommen) - alle diese neuen kdas'e würden jeweils denken, sie hätten all die Jahre meines Lebens gelebt, all die Erfahrungen gemacht - und etwas annehmen, das nie passiert ist.

Zu lange Rede, kurzer Sinn: wenn du selbst, du als "Ich" nach außen schaust, deine Welt anguckst, empfindest du Zeit? Siehst du sie? Schmeckst du sie? Du liest sie auf deiner Uhr ab, weil man dir gesagt hat, dass sie da zu sehen ist, aber woher weißt du was das ist? Und das du nicht erst in dem Moment entstanden bist in dem du das abzulesen glaubst - denn alle Erinnerung ist ja nur in dir drin.

Was ich damit andeute ist eine gewisse Vorstellung, die dem ausgiebig beschriebenen "Daumenkino" entschieden entgegentritt: Es gibt nur ein Jetzt, nichts was war, nichts was sein wird. Sondern nur das Jetzt. Alles andere ist eine Erfindung deines Ichs.

So, also entweder bin ich verrückt oder einfach nur verwirrt - oder es ist doch die Wahrheit: Zeit ist eine Lüge, eine Selbst-Lüge.

kdas
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