Wo kommen Ideen her?


Hmm... dann stell ich mal folgendes hin:
Gedanken habe sehr wohl ein eigenes Bewusstsein und eine bestimmte Absicht. Sie suchen sich den Denkenden ganz bewusst aus und nur dem offenbaren sie sich. (Was den Denkende dann daraus macht, ist natürlich seine Sache...)
Sie können sich vielleicht nicht selbst verändern, aber können wir das denn? Oder denken wir dann einfach einen ganz anderen Gedanken?

LG
Zitat:
Gedanken habe sehr wohl ein eigenes Bewusstsein und eine bestimmte Absicht. Sie suchen sich den Denkenden ganz bewusst aus und nur dem offenbaren sie sich. (Was den Denkende dann daraus macht, ist natürlich seine Sache...)


Damit setzt Du voraus, dass Gedanken selbständige Wesen sind, lebende Bedeutungen welche ein Interesse, eine Absicht und Ziele haben.
Das käme am ehesten jener Variante näher welche der von Kyriakos Markides um 1976 vorgestellte Daskalos aus Griechenland vertreten hat, nämlich dass Gedanken "Elementale" bildeten, dunkle oder helle wolkenartige Gebilde, welche einen Ort haben und etwas bewirken können, also physisch tätig werden können, indem sie als dunkle meistens krank machen und als helle für gute Stimmung sorgen.

Markides ist auch im Internet zu finden und offenbar sehr fleißig: Biographie:
Zitat:
...Kyriakos S. Markides received his PhD in sociology from Louisiana State University in 1976. He is currently the Annie and John Gnitzinger Professor of Aging and Director of the Division of Sociomedical Sciences at the University of Texas Medical Branch in Galveston in the Department of Preventive Medicine and Community Health.....


zu Daskalos hat es hier Informationen: http://www.lichtpforte.de/Daskalos/daskalos.html
am besten gibst Du einfach Kyriakos Markides ein wenn Dich das Thema interessiert.

Wenn man sich mal überlegt, wie viel auf aller Welt bewusst und unbewusst gedacht wird, muss man annehmen, dass die Atmosphäre voll von diesen Elementalen ist.
Es mag gewisse Orte der Kraft geben, an denen sich bestimte Arten von Gedanken besonders wohlfühlen, andere Orte an denen sich andere Gedanken heimisch vorkommen.

Wer nach Literatur zu den Elementalen sucht, möge sich nach dem Titel "Daskalos, der Magus vom Strovolos" (möglicherweise nicht ganz genau so geschrieben,) umsehen.




In der Ansicht, welche mir realistischer scheint, hat Gedanke keinen Willen und kein Ziel und auch kein Eigenleben.
Ich sehe Gedanken als Zahnräder in Logikwerken oder auch in organisch gewachsenen Gedankenwelten als fixe Bestandteile, welche von den Wesen benutzt und genährt oder bearbeitet werden.
Das ist doch genau, was Bewusstsein ausmacht, dass wir Gedanken haben, wahrnehmen und verarbeiten, oder womit bist Du bewusst?

Ich weiß, in Meditation soll man nicht denken, sondern seinen inneren Screen frei machen und einfach nur sein, ohne dem Flimmern auf dem Screen Beachtung zu schenken, ohne sich auf etwas fixieren zu lassen, das ist für viele sehr schwierig und bedarf der Einrichtung einer Art Überinstanz über dem Bewusstsein, welche kontrolliert, was gedacht werden darf, wann und unter welchen Umständen.

Das ist dann so zu sagen die Regie, aber auch die Polizei des Bewusstseins, die zulässt und verdrängt, herbeizuholen versucht und den Zugang verweigert, je nachdem worum es sich bei den Gedanken handelt.

Wo die aber entstehen ist damit immer noch ein Rätsel.
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LG: VanTast ≈ LeoDan
Für mich sind Ideen nicht weiter als Gedanken.
In Gedanken läuft ganz schnell "Versuch - Irrtum - Versuch.." in Sekundenbruchteilen ab. Und so bahnt sich ein Gedanke seinen Weg wie durch ein Labyrinth, wobei es kein Ziel gibt.
Normalerweise.
Wenn man für etwas eine Lösung haben will, ist das Ziel im Labyrinth vorgegeben, genauso wie bei Gedichten (sollte sich eventuell reimen..).
Wenn ich jetzt hier schreibe, spult mein Kopf alle möglichen Formulierungen durch, um meine Meinung in die verständlichste Form zu bringen.
Da haben sich keine bewusstseinslosen zeitlosen Ideen in meinem Kopf manifestiert, sondern sind Produkt der Einflüsse, denen ich ausgesetzt bin und war wie Erziehung, Bildung, Erfahrung. usw.
Alles das setze ich in meinem Kopf zu etwas zusammen, daß so einzigartig ist wie eben die Erfahrungen sind, die ich gemacht habe, so einzigartig, wie man eben nur sein kann. Wenn zwei Leute die gleiche Idee haben und umsetzen, das ist es in den meisten Fällen keine Idee in dem Sinne, sondern eine Erklärung, eine Schlußfolgerung oder eine Problemlösung, die nicht viele Alternativen zulässt.
Kein anderer Mensch hätte "Faust" schreiben können als Goethe.
Und obwohl wir nur Materie sind, ist unser Bewustsein immateriell und kann "schöpfen". Gedanklich sind wir - oder können wir - so frei und unbeschränkt und so allmächtig sein wie Gott.
Zitat:
Und obwohl wir nur Materie sind, ist unser Bewustsein immateriell und kann "schöpfen".


Wie meinst Du das jetzt? Der Satz kommt mir widersprüchlich vor, da Materie doch nicht ohne Intelligenz sich verdichten kann...


Zitat:

Gedanklich sind wir - oder können wir - so frei und unbeschränkt und so allmächtig sein wie Gott.


Sehr schön.
Gott ist glücklicherweise jedoch noch ein paar Nummern grösser als wir und das, was Universen lenkt als auch uns im Innigsten führt...
Zitat:
Der Satz kommt mir widersprüchlich vor, da Materie doch nicht ohne Intelligenz sich verdichten kann...


Das ist Weltanschauung.
Ich bin der Meinung, daß sich Materie sehr wohl verdichten kann ohne Intelligenz oder "Schöpfer".
Ein Stein wird durch Druck, Temperatur und Zeit zu einem Stein, was davon ist intelligent?.
Und Leben an sich und Identität benötigen meiner Ansicht auch nicht zwingend einen Schöpfer.

Zitat:
Gott ist glücklicherweise jedoch noch ein paar Nummern grösser als wir und das, was Universen lenkt als auch uns im Innigsten führt...

Es geht hier nicht darum, wer größer ist...
Ich halte Gott auch "nur" für eine Idee, ein überlieferter Versuch, die Welt und alles Unerklärliche zu erklären, Moralprinzipien durchzusetzen und sich gegen Andere abzugrenzen.
Meine Vorstellungen darüber haben mit dem Thema jetzt aber auch nicht unbedingt viel zu tun.
In unserer Vorstellung können wir alles, in Gedaken können wir mit 1000 Dimensionen rechnen, schneller sein als das Licht, uns in der Zeit frei bewegen. Aber es sind Vorstellungen, Gedanken, Ideen, die aus bestimmten Ursachen gedacht werden, nicht deterministisch und zwingend, aber schon durch Ursachen bedingt.
Es sind keine immateriellen Gedankenpartikel, die im All nach einem passenden Opfer suchen, auch kein Kraftfeld, was sich jetzt jenseits der Dimensionen über mich stülpen und mich inspirieren.
Mein Gehirn betreibt Evolution im Kleinen und Schnellen. Manchmal ist das, was raus kommt, Schrott, manchmal auch etwas, was sich bewährt.
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Moment! Ich muss mich erstmal kurz reinsteigern!
Ja, ich verstehe Dich.

Was ich schreibe, beruht jedoch auf keiner äusseren Weltanschauung, sondern innerer Selbstanschauung.

Worte sind jedoch dafür kein Beweis und manchmal fehlen sie dann auch, wenn es mir die Sprache verschlägt...

Viel Spass noch bei der Selbsterforschung und alles Gute.
Meine Sicht über Gott und die Welt stelle ich nicht auf den Sockel der Wahrheit, und was Du in Deiner Selbstanschauung als Wahrheit gefunden hast, will ich Dir doch gar nicht absprechen.

Man muß nur nicht bei jedem Thema Gott bemühen.