Foren-Übersicht
Impressum | Login | Registrieren | Forum | Suche

Keine Seele im Buddhismus












Erstmal um Missverständnissen ulitmativ vorzubeugen: Es gibt keine Seele im Buddhismus, Geist und Seele sind zwei völlig grundlegend verschiedene Konzepte.

Der Geist ist kein Ding sondern ein räumähnliches Konzept. (Dummerweise macht unsere Sprache aus allem was es gibt ein Ding, bestes Beispiel Zeit, kann man haben, kann einem in den Händen zerrinnen etc.)
Kurz: Nimm alles was Dich als Person ausmacht und definiert, fülle es in eine Flasche und schreibe Deinen Namen drauf, das was dann die Flasche betrachtet, dass ist der Geist.

Geist ist nicht zu verwechseln mit dem Ego/Ich/Selbst, dass nur eine bequeme Methode ist, um über die nicht endende Kette von Ereignissen zu sprechen oder nachzudenken die im Körper und Geist entstehen oder vergehen.

Es gibt kein echtes unvergängliches, separates eigenständiges 'Ich', sondern nur flüchtige aufeinander folgende Erfahrungen.

Deshalb wird auch nicht das Ich oder eine individuelle Seele im Buddhismus wieder inkarniert.

Soviel zu buddhistischen Definition von Geist und Ich.


@Astrella

Erleuchtung bedeuted nicht unbedingt, dass man keine 'Fehler' mehr macht, auch wer gesitig erleuchtet ist, das heißt frei von allem Bedingten kann in der bedingten Welt etwas was wir als Fehler interpretieren würden begehen.

Ich habe letzten des Vortrag eines Lamas gehört, der diesen sehr eigenwillig gerade schon komödiantisch vorgetragen hat. Wenn ich als unbedarfter Neuling auf YouTube diesen Vortrag gefunden hätte, wäre das sicherlich eine meiner letzten Begegnungen mit dem Buddhismus gewesen und der Lama hätte somit einen Fehler begangen, denn es hätte dazu geführt das ich noch länger im leidvollen Kreislauf der Wiedergeburten gefangen gewesen wäre - es liegt also in der Natur dieser Welt, dass selbst Erleuchtung vor sowas wie Fehlern bewahrt.


Zitat:
Ich werde weiter den Hintern meiner Kinder putzen und nachts ihre kleinen rosigen anbetungswürdigen Zehen streicheln, ihrem leisen Schnarchen lauschen und sicher sein, daß mein Glück genau hier ist, nicht in irgendeinem Gott, nicht im Auflösen meines Bewusstseins, sondern in solchen profanen alltäglichen, aber trotzdem perfekten Momenten. Sicher, irgendwann werden diese Momente vorüber sein, genau wie alles im Leben.


Im Prinzip geht es genau darum im Buddhismus, schon im Alltag bevor man erleuchtet ist wirkliches unbedingtes Glück zu empfinden, dass kommt nicht erst mit der Erleuchtung oder mit dem Nirvana.
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum IV


Ähnliche Themen
Keine Avatare mehr?
Seele, Denken, Intelligenz, Bewußtsein und Gefühle der Tiere
Logische Begründung der Seele
Warum das Papsttum keine Existenzberechtigung hat
Keine Hoffnung mehr!
Bewiesen, dass jeder Mensch eine Seele hat?
Die Seele der Tora
Warum keine Großbuchstaben?
Quantenphysik: Die Seele existiert auch nach dem Tod
„Depression - Wege aus der dunklen Nacht der Seele“