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Lieber alwin,
Du hättest gerne mein Glaubensbekenntnis? Na aber gern doch:
Ich glaube, dass das Sein reines Bewusstsein ist, göttliches Bewusstsein, absolut und unendlich.
Ich glaube, dass sich das Sein selbst erkennen will, wenn es sich wiederspiegelt. So entsteht Dualität.
Ich glaube, dass mein Selbst (oder Deine Buddhanatur) göttlicher Bewusstseinsfunke ist.
Ich glaube, dass ich auf dieser Ebene Erfahrungen sammeln kann, die zur Selbsterkenntnis des Seins beitragen.
Ich glaube, dass es mein Ziel ist, die Trennung zwischen dem Sein und meinem Bewusstsein aufzuheben. Manche nennen das Erleuchtung, manche nennen das Tod.
Ich, die Inanna, bin also göttlichen Ursprungs und kehre zu Gott zurück.
Und ich glaube auch, dass Worte Waffen sind, mit denen wir uns abgrenzen, mit denen wir uns trennen vom Sein. Wirkliche Erkenntnis ist sprachlos.
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann fragst Du auch danach, ob ich an einen persönlichen Gott glaube. Ich glaube, dass es keine Trennung gibt zwischen dem Sein und einer persönlichen Gottheit. Das ist nur in unserem Kopf so.
Für ein kleines Kind ist die Vorstellung einer absoluten Gottheit nicht nachvollziehbar, es braucht die persönliche Beziehung. Es wendet sich also an einen persönlichen Gott, den es um etwas bitten kann, den es schimpfen kann und dem es danken kann.
Wenn wir uns dann weiterentwickeln, dann verändert sich auch unser Gottesbild. Immer wieder werden wir aber zurückfallen in das Kleinkindhafte: Lieber Gott, mach doch endlich ....
Warum auch nicht? Das ist das Spiel des Seins!
Inanna
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