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Wer in Finsternis wandelt












Zitat:
Sorry, aber ich stehe nicht auf solche Spekulationen, die nur die Basis haben "bitte bitte, tu mir das nicht an". Gehe auf Fakten ein, dann kann es ungehindert weitergehen.

Ich wollte doch nur Antworten auf meine Fragen und Antworten ich habe mich meiner Seite ausgesprochen doch da wäre noch etwas. Ich habe etwas Neues über Jesus nachgelesen.

Zitat:
Johannes 12, 34-36
Da antwortete ihm das Volk: Wir haben aus dem Gesetz gehört, daß der Christus in Ewigkeit bleibt; wieso sagst du dann: Der Menschensohn muß erhöht werden? Wer ist dieser Menschensohn? Da sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht habt, damit euch die Finsternis nicht überfalle. Wer in der Finsternis wandelt, der weiß nicht, wo er hingeht. Glaubt an das Licht, solange ihr's habt, damit ihr Kinder des Lichtes werdet. Das redete Jesus und ging weg und verbarg sich vor ihnen.
Eine kleine Szene, mitten aus dem Zusammenhang eines größeren Dialogs.
Es macht nichts, daß wir das ganze Gespräch nicht im Einzelnen kennen. Wir hier kommen ja auch alle zusammen aus ganz unterschiedlichen Gesprächen und Situationen, die wir voneinander nicht kennen und hören doch gemeinsam auf das, was Gott uns heute durch dieses Wort des Johannesevangeliums sagen will. Mitten hinein aus dem, wovon auch wir herkommen, begegnen wir diesen zwei Versen des Johannesevangeliums, begegnen wir dem Licht Christi, fragen wir nach unserer Erleuchtung.
Eine kleine Szene, wie mit einem Scheinwerfer beleuchtet.
Jesus spricht vom Licht, dem großen Thema der Epiphaniaszeit. Er antwortet mit diesem Lichtwort auf eine Frage, einen Einwand des Volkes, das mit ihm im Gespräch ist und es scheint zunächst, wie so oft bei Johannes, als habe die Antwort Jesu herzlich wenig mit der Frage zu tun.
Schauen wir uns zunächst die Frage an:
Sie bezog sich auf die Schrift: Wir haben aus der Schrift gehört, daß der Christus ewig bleibt. Wie kannst Du dann sagen, er muß erhöht werden? – wir können davon ausgehen, daß die zuhörenden Menschen verstanden haben, daß er damit den Tod meinte. Die Frage, die sie darauf hin stellen, ist völlig berechtigt.
"Wer ist dieser Menschensohn? Warum muß er sterben? heißt es nicht in der Schrift: der Messias bleibt in Ewigkeit?" Etwa im Psalm von König David: Sein Geschlecht soll ewig bestehen (Ps. 89,37) oder denken Sie an die weihnachtliche Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja vom Reich des Friedenfürsten, von dem es heißt: und seiner Herrschaft wird kein Ende sein. Wie soll er dann sterben? Sterben, hingerichtet werden, das paßt nicht zu einem Gott. Von Gott erwarten wir Ewigkeit – Also fragen sie klug, sie fragen auf der Basis der Schrift und sie bekommen eine Antwort.
Allerdings ist diese Antwort fürs erste Hören ein Rätsel: "Noch eine kleine Zeit ist das Licht bei Euch".
Schauen wir uns dieses Rätselwort genauer an.
Die Frage nach der Ewigkeit hat ihre Entsprechung in dem "noch eine kleine Zeit" - die ganze abstrakte Ewigkeit steht einer konkreten kleinen Zeit bei uns gegenüber.
Bei uns Menschen handelt es sich ja immer in allem um eine kleine Zeit - eine kleine Zeit und schon haben wir wieder Februar, noch eine kleine Zeit und schon ist diese Predigt, dieser Gottesdienst, dieser Sonntag vorbei, eine kleine Zeit und schon sind die Kinder groß und oft genug werden uns im nachhinein Wartezeiten, die erst wie eine Ewigkeit waren, zur kleinen Zeit
Statt von der Ewigkeit redet Jesus von einer kleinen Zeit. Und damit redet er von dem, was menschlich ist.
Jesus führt mit seiner rätselhaften Antwort das fragende Volk, die fragenden Menschen zurück auf sich selber, auf das, wovon sie etwas verstehen, weg von der hohen Theologie auf ihr Leben, ihre Zeit. Eine kleine Zeit, das ist das menschliche Thema. Und schon hier, in dieser Rückführung der Ewigkeit auf die kleine menschliche Zeit, macht Jesus deutlich, wer er ist, er beantwortet ohne dass man es merkt, schon die Frage: Wer ist denn dieser Menschensohn, er ist für uns da, menschlich ist er da.
Aber, in dieser kleinen Zeit, wir könnten auch sagen " jetzt " - denn jetzt ist immer eine kleine Zeit, in dieser kleinen Zeit, jetzt ist das Licht da. Es ist das Licht bei euch, noch eine kleine Zeit. die kleine Zeit, die wir jetzt haben, sie ist qualifiziert dadurch, daß das Licht da ist, das Himmelslicht, das ewige Licht, Gott in Jesus. Hier in unserer Zeit, nicht in einer fernen Ewigkeit, ist die Ankunft des Göttlichen geschehen. Gott wurde Mensch in Raum und Zeit. Und wie alle menschliche Zeit ist sie vom Vergehen gezeichnet und darum sagt Jesus: es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei Euch. Und in diesem Noch steckt ein paßt auf, noch ist es da, es kann auch wieder weg sein. Was bedeutet das?
Das sagt uns Jesus in der Schlussfolgerung, die er daraus zieht, für sich, sowieso, aber auch für das fragende Volk, also uns. Seine Schlussfolgerung ist eine Aufforderung; genauer gesagt: zwei Aufforderungen: Wandelt und glaubt.
Die erste Aufforderung: Wandelt, solange ihr das Licht habt, damit euch die Finsternis nicht überfällt. Es geht sich besser bei Licht als bei Dunkelheit. Das liegt auf der Hand. Aber was soll das heißt: wandelt, geht? herumspazieren? Die täglichen Wege nehmen? unseren Geschäften nachgehen? Das tun wir doch sowieso, da brauchen wir keine Aufforderung Jesu. Wir führen unser Leben, wandeln, laufen herum, je nach Temperament ruhig oder hektisch und das sollen wir im Licht tun, im Licht Gottes und wenn wir das ernstlich versuchen, dann ist es viel genug, all die täglichen Dinge in Familie und Beruf, im Alleinsein und Gemeinsam sein, im Tun und Lassen so zu tun, daß wir in dem allen Gott lieben und unseren Nächsten wie uns selbst. Wandelt, so heißt die Aufforderung, nämlich im Licht Gottes - es ist eine schöne Übung, sich dieses Licht wirklich als Licht vorzustellen, seine Helligkeit, seine Wärme, uns vorzustellen, wie dieses Licht auf uns scheint - und wenn wir für andere beten dann können wir sie uns auch vorstellen in diesem Licht Gottes.
Jesus gibt eine Begründung, warum er uns auffordert, zu wandeln, solange das Licht noch da ist - damit uns nämlich die Finsternis nicht überfällt. Wenn sie da ist, die Finsternis, ist sie plötzlich da, wie ein wildes Tier. Wer in der Finsternis wandelt, der weiß nicht, wohin er geht, der verliert Weg und Ziel. Immer wieder geschieht es uns Menschen, dass die Helligkeit in einem Leben mit einem mal verschwindet. Eine Krankheit stellt sich der Zukunft in den Weg, ein gemeinsames Leben wird durch den Tod beendet, ein Vertrauen wird enttäuscht, ein Plan misslingt, wo eben noch Gewissheit war, ist plötzlich Zweifel, wo Sicherheit und Kraft war, ist Unsicherheit und Schwäche, wo klare Erinnerung war, ist undeutlicher Nebel, wo herzliches Gefühl war, ist Kälte. Man muß das nicht immer als Finsternis begreifen, aber manchmal erlebt man es so.
Deshalb, solange ihr das Licht habt, wandelt darin.
Und: glaubt an das Licht, solange ihr es habt. Das ist die zweite Aufforderung. Im Licht wandeln, an das Licht glauben, dem Licht vertrauen. Glaubt daran, daß Gottes Licht die Kraft hat, eurem Leben Weg und Ziel zu geben, daß Gottes Licht euch wirklich wärmt, heiligt und erhellt glaubt an das Licht, vertraut ihm euer Leben an- Jesus spricht hier von sich selber in verschlüsselter Form: Glaubt an mich, solange ich bei euch bin.
Wer in seinem Licht das Leben lebt, die kleine oder große Zeit, die uns geschenkt ist, und wer seinem Licht vertraut, dem geschieht etwas; an ihn glauben heißt verwandelt werden - glaubt an das Licht, damit ihr Kinder des Lichts werdet, Menschen, durch die das Licht Gottes scheint, Menschen, deren Leben im Licht liegt. Vielleicht, wenn wir Kinder des Lichts sind selber, ist es dann doch im Finstern nicht ganz finster, weil das Licht in uns leuchtet, dann sind vielleicht Weg und Ziel nicht ganz verschwunden, denn in uns sind sie erhellt. Kinder des Lichts, sind Menschen, die es für andere hell werden lassen können. Auch das haben viele erlebt, wie ein anderer Mensch für sie ein Lichtstrahl im Dunkel sein kann
Wandelt im Licht, solange ihr es habt, glaubt an das Licht, solange ihr es habt - zweimal sagt Jesus diese Einschränkung. Dahinter steht der Ernst dessen, daß das Licht auch fort sein kann, daß es vielleicht nur eine kleine Zeit bei uns ist, jetzt. - Diese Zeit sollen wir nützen. Darum ruft dieses Wort zu einer Entscheidung auf: erkennt in ihm das Licht, lebt entsprechend, glaubt und lasst euch verwandeln.
Wie um diesen Ernst zu verdeutlichen geht Jesus nach diesen Worten fort und verbirgt sich vor ihnen, so wie er fortgehen wird in seinem Tod und sein Heil den Jüngerinnen und Jüngern erst einmal verborgen ist in Kreuzigung und Tod und Begräbnis und es scheint, als sei das Licht nicht mehr da.
Auch für unser Leben kann immer die Zeit kommen, in der es scheint, als sei das Licht nicht mehr da, als gäbe es keinen Weg und Ziel und keinen Gott der uns liebt
Darum ist es gut, heute, in dieser kleinen Zeit, die uns heute gegeben ist, im Licht zu leben und soviel wie möglich aufzunehmen von dem Licht Jesu Christi, das uns in seinem Wort entgegenkommen.
Unsere kleine Zeit, heute, möge sie eine Zeit des Lichts sein. Amen.

Ich glaube Jesus hat es mit seinen Tod nicht so gemeint als er das letzte mal eine Öffentliche Rede hielt. Und Jesus von seinen Tod geredet hatte in den Heiligenschriften da steht geschrieben das der Messiah auf ewig bleibt. Und doch hat Jesus über sein Tod geredet.
Jeden sollte es klar sein das Jesus der Messiah ist und keiner hat ihn geglaubt. Erst als er gekreuzigt wurde da hat man ihn geglaubt aber es war zu spät da Jesus noch lebte an ihn zu glauben. Sein Opfer an Kreutz hat uns allen unsere Augen geöffnet und uns gezeugt das Jesus der Sohn Gottes ist.
(Wenn es keine Fragen mehr meiner Seite gibt da brauche ich nicht mehr hier herkommen. Ich bin mal gespannt darauf.)
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum II


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