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Erstgeborener Sohn












Kap. 6 Der Titel "Sohn Gottes"

Sohn Gottes kann im Grunde auf das ganze Volk Gottes, das heißt auf ganz Israel (griech. Volk Gottes) angewendet werden:

(Ex 4,22: „Und du sollst zu ihm sagen: So spricht der Herr: Israel ist mein erstgeborener Sohn;...“)

Bereits der Messias, der von dem Judentum erhoffte König der Endzeit, wurde als Gottessohn bezeichnet:

(2. Sam. 7,14: „Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein.“)

Gott adoptiert den König David sozusagen in einer personalen Beziehung.

Jesus ist nach urchristlichen Bekenntnissen mit seiner Auferstehung zum Sohn Gottes geworden:

(Apg. 13,33: „Und wir verkünden euch die Verheißung, die an die Väter ergangen ist, dass Gott sie uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus auferweckte; die denn im 2. Psalm geschrieben steht (Psalm 2,7) :“ Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“)

Im Neuen Testament ist Jesus Gottes Sohn.

Ein Engel verkündet Maria, dass Jesus „Sohn des Höchsten“ genannt werden wird:

( Lk. 1,31-33: „Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.“)Auch Johannes der Täufer verkündet dies: (Joh. 1,34: „Und ich habe gesehen und bezeugt: Dieser ist Gottes Sohn.“)

Gott selbst nennt Jesus bei seiner Taufe „geliebter Sohn“:

(Mt. 3,17: „Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“)

Jesus selbst hat sich in einer ganz besonderen Beziehung und Nähe zu Gott gesehen und ihn mit „mein Vater“ angesprochen:

(Mk. 14,36: „und sprach: Abba, mein Vater, alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir; doch nicht, was ich will, sondern was du willst!“)

Der Titel spiegelt eine einzigartige Beziehung zwischen Jesus und seinem Vater wieder und zeigt eine tiefe Vertrautheit:

(Lk. 23,46: „Und Jesus rief laut und sprach: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! ...“)

Besondere Verbundenheit zwischen Jesus und Gott wird in „Lobpreis des Vaters. Der Heilandsruf“ deutlich:

(Mt. 11,25-27: „ Zu der Zeit hob Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater und Herr Himmels und der Erde, dass du solches den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. Ja, Vater; denn es ist also wohlgefällig gewesen von dir. Alle dinge sind mir übergeben von meinem Vater; und niemand kennt den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennt den Vater denn nur der Sohn und wem der Sohn es will offenbaren.“)

Auch Jesus verwendet den Begriff „Sohn Gottes“ auf sich:

( Lk 22,70: „Da sprachen sie alle: Bist du Gottes Sohn? Er sprach zu ihnen: Ihr sagt es, ich bin es.“)

Der Sohn Gottes wird auch als einziger Vermittler zwischen Gott und den Menschen verstanden:

( 1.Tim 2,5-7: „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, dass solches zu seiner Zeit gepredigt würde.“)

Quelle: http://www.uni-essen.de/Ev-Theologi.....lit-rau-hoheitstitel6.htm
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