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Ein italienisches Märchen erzählt:
Ein König hatte einen Sohn, der stets unzufrieden auf dem Balkon saß und sich langweilte. Er wusste selbst nicht, was ihm fehlte.
Die Weisen rieten: „Majestät, sucht einen ganz zufriedenen Menschen und vertauscht sein Hemd mit dem eueres Sohnes!“
Alle Beamten wurden ausgesandt, einen solchen zu entdecken – vergebens! Da stößt der König bei der Jagd auf einen fröhlich singenden Arbeiter am Weinberg. Er gesteht: „Ich bin restlos zufrieden, möchte weder mit Papst noch König tauschen.“
Der König bittet: Mein Sohn ist sterbenskrank. Er braucht als Medizin das Hemd eines Zufriedenen. Ich werde dir jeden Preis zahlen.“ – „Majestät, da kann ich nicht dienen – ich habe kein Hemd!“
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Ein sehr weises Märchen man kann glücklich sein, ohne viel zu besitzen
ich las einmal einen spruch in einem krankenhaus:
ich war traurig, weil ich keine schuhe hatte,
da sah ich jemanden,
der hatte keine füsse!
Jade
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Auch ein schöner Spruch, Jade.
Und es hilft wirklich, wenn man sich nicht nach "oben", sondern nach "unten" orientiert. Es wird immer viele Menschen geben, die gesünder, reicher, schöner sind als man selbst. Aber es gibt auch immer Menschen, denen es noch schlechter geht als einem selbst. Und dann kann ich dankbar sein für das, was ich habe.
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Wir sollten nicht zuviel mit anderen Vergeliche anstellen.
Wichtig ist, was ich fuehle. Es ist kein Trost fuer mich dass es andere schlechter geht.
Ich glaube jeder braucht jemanden, aber keine Bestimte Person.
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Lieber momokid,
da hast Du mich aber sehr falsch verstanden, wenn Du denkst, es sei ein Trost, wenn es jemand anderem schlechter geht.
Wer denkt denn derart quer!
Kennst Du den Vergleich mit dem halbvollen oder dem halbleeren Glas?
Es ist eine Frage der Sichtweise: ich kann mich freuen über mein halbvolles Glas, oder ich kann traurig sein über das halbleere Glas. Im einen Fall bin ich dankbar, im anderen enttäuscht. Tatsächlich handelt es sich aber immer um dieselbe Menge.
Und damit hast Du Recht: es kommt darauf an, was ich fühle. Aber auch meine Emotionen kann ich steuern. Vielleicht nicht immer, aber sehr oft.
Also noch einmal: nehmen wir als Beispiel Jades Spruch. Ich bin nicht traurig, weil ich keine Schuhe habe, denn mein Nachbar im Krankenhausbett, der keine Füße hat, zeigt mir, auf was es ankommt im Leben, was wirklich wichtig ist. Und ich bin dankbar dafür, dass ich meine Füße noch habe.
Sind wir jetzt einig?
Inanna
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