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Nahrhaftes Erdreich












Guten Morgen allseits!

Überlegungen können Schwachpunkte haben, ganz klar. Mir kommt aber vor, es gehört zum Leben, dass man zu einem geistig indiviuellen Lebensinhalt hinfindet. Darin ist das, was andere gesagt, vorgelebt und gelehrt haben, das nahrhafte Erdreich, in der die Pflanze einer eigenen Gedankenwelt gedeiht. Darin ist man schöpferisch, darin findet man Bewegung, Erfüllung.

Das ist die Befreiung des Faust vom Mephisto, darin liegt die späte abgeklärte Weisheit Goethes, die ihn höher führte als zur Einsicht: Da sitz ich ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor.

Sokrates sprach: Ich weiß, dass ich nichts weiß. Es ist notwendig, immer bereit zu sein, seine Ansichten zu erweitern und gegebenenfalls auch umzustellen. Es stimmt ja nicht, dass man so gar nichts weiß, man weiß und begreift doch einiges, auch wenn dabei einige Vorlieben auftreten.

So sehe ich zwar die treibende Kraft des Gotteszweifels, doch ich schätze sie nicht. Andere sehen den Gotteszweifel als Stütze für ihr Leben, nehmen diese negative Kraft positiv wahr. Ja, wenn es keinen negativen Pol gäbe, wie sollte dann Entwicklung vor sich gehen? Muss es denn einen Gott geben?

Pol und Gegenpol sind meiner Meinung nach eine Durchgangsstufe. Hell und Dunkel, Wärme und Kälte, Licht und Finsternis lösen sich einmal auf. Nein nicht hier auf der Erde, aber im Jenseits. Hier auf der Erde machen wir unsere schmerzreichen aber notwendigen Lektionen durch, die natürlich wertvoll sind. Ich glaube, am Abschluss eines Erdenlebens ist ein Mensch wirklich kein weiches Ei mehr, bei dem weitere Inkarnationen unbedingt nötig sind.

Die Logik baut in Bezug auf ein nachtodliches Sein nur zwei Möglichkeiten auf: Entweder endet alles in ein absolutes Nichts oder das Leben setzt sich fort.
Sollte dieses Nichts eintreten, dann gibt es einfach nichts mehr. Aus. Aber was ist, wenn es wirklich das Jenseits gibt?

Als kritischer Denker schließe ich mich natürlich nicht den hoffnungslos überalterten Bildern an, die vom Himmel mit den Englein rundherum und der Hölle mit dem großen Kochtopf reden, wo die rußigen Teufel kräftig einheizen.

Zu diesem Bereich öffnen die Wissenschaftler vorsichtig ein wenig die Tür, aber eben nur einen winzigen Spalt. Es gibt aber eine Menge Möglichkeiten und Methoden, Vorstellungen vom Jenseits zu bekommen. Die meisten Aussagen dazu geschehen aus der medialen Ebene.

Alles Liebe und Gute für heute. Euer
reinwiel
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