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Hallo,
ich bin neu hier und bin durch Zufall auf dieses tolle Forum gestoßen. Nun möchte ich mir gerne ein paar Dinge von der Seele schreiben, weil ich gesehen habe, dass ich mit meiner Angst nicht alleine bin.
Also dann mal ganz von vorne. Seit dem Tod meines Großvaters im Jahr 2002 leide ich unter meiner Angst vor dem Tod. Mal ist es ganz gut auszuhalten, mal habe ich das Gefühl, daran zugrunde zu gehen.
Seit über einem Jahr sind die Ängst nun so schlimm, dass ich zeitweise mein Studium unterbrechen muss und auch schon acht Wochen stationär war.
Der Tod ist das erste, an was ich beim Aufwachen denke und das letzte was mir vor dem Einschlafen durch den Kopf geht. Durch die ambulante Therapie, die ich nach wie vor mache, gelingt es mir tagsüber teilweise, meine Ängste hinter mir zu lassen, aber leider nur für kurze Zeit.
Eigentlich müsste ich glücklich sein. Ich habe eine tolle Familie, die mich sehr unterstützt und einen tollen Freund, den ich über alles liebe. Und trotzdem oder vielleicht gerade deswegen, muss ich ständig daran denken, dass ich sie eines Tages loslasseb muss. Entweder weil sie sterben oder weil ich selber sterbe. Ich habe Angst vor diesem Abschied. Nicht direkt also vor demSterben, sondern vor dem Abschied.
Ständig stelle ich mir vor, dass es schrecklich sein muss, alt zu sein und zu wissen, dass man bald sterben wird. Erst recht nachdem ich neulich ein Interview mit Marcel Reich-Ranicki gelesen habe, in dem er gesagt hat, dass er es hasst, alt zu sein und dass das Schlimmste am Altsein, das Wissen um den nahen Tod sei.
Diese Aussage hat meine Angst bestätigt. Auch wenn ich mehrere alte Menschen kenne, die nicht so negativ über den Tod denken und die sich auch nicht so viele Gedanken über den Tod machen, festigen sich in meinem Hirn nur die negativen Beispiele.
Falls jemand irgendetwas zu diesem Thema zu sagen hat, ich bin für jede Anregung und auch für jede Kritik offen.
Was kann ich tun, um wieder Freude am Leben zu haben?
Ich will die Zeit, die ich habe, nutzen.
Alles Liebe die Träumerin
P.S: Verzeiht meine Rechtschreibfehler, ich kann mich derzeit sehr schlecht konzentrieren.
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