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Hallo Inanna
ich habe das Gefühl, daß man, wenn man auch Wert auf seine Körperlichkeit legt, schnell darauf reduziert wird. Unsere ganze Gesellschaft leidet meiner mMeinung an einem Übergewicht des "Anscheines".
Ich bin nicht nur Körper. Aber ich bin auch nicht nur Seele. Ich bin beides.
Und so, wie mein Körper vergänglich ist, sterben, zerfallen, sich transformieren wird, wird es auch meine Seele tun. Sie wird nicht mehr diese organisierte Form wie im Leben haben. Ich werde dann kein Individuum mehr sein.
Warum sollte ich so einen Zustand herbeisehnen?
Tot bin ich noch lange genug.
Astrella
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Ja, Astrella,
das ist gut ausgedrückt: der Körper als materieller Ausdruck meiner Seele.
Und doch wirst Du ihn verlieren und Dein Ego auch. Die Astrella, die mit den Kindern, denen sie den Hintern putzt und mit den großartigen Beiträgen im Forum, dieses Ego wird sterben, wird sich auflösen, so wie der Körper sich auflöst.
Diese Tatsache wertet den Körper nicht ab. Ich kann ihn nämlich auch so sehen: ein großartiges Geschenk, das es mir möglich macht, hier meine Reise zu tun. Ohne meinen ganz individuellen Körper würde ich ganz andere Erfahrungen machen. Und gerade, weil er sich ständig verändert, weil ich ihn nicht ewig haben werde, schätze ich ihn so sehr.
Mein Körper ist mein Tempel!
Inanna
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@Astrella
| Zitat: |
Ich sehe ihn als materiellen Ausdruck meiner Seele.
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Da sind wir uns einig. In den anderen Punkten nicht.
Mein Geist (ok, von mir aus auch Seele, ist aber nicht unbedingt wesensgleich..., aber spielt jetzt hier keine Rolle) benutzt den Körper zum Dasein. In meinen Augen nicht mehr. Dass man mit dem Körper auch schöne Sachen machen kann, gehört zur Natur des Körpers!
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Liebe Astrella,
auch ich habe ein zwiespältiges Gefühl, wenn ich daran denke, dass ich mein Ego verlieren werde.
Jetzt habe ich mir ein Leben lang so viel Mühe gegeben, meine Individualität zu entwickeln und dann soll ich sie aufgeben? Da wehrt sich erstmal alles, was man so hat.
Je länger ich mich damit beschäftigt habe, desto mehr Momente habe ich erlebt, wo sich die Trennung zwischen Sein und Ego aufgelöst haben. Und das sind traumhafte Momente. Es ist nicht so, dass ich meine Individualität verliere, ich bekomme die ganze Welt dazu. Ich hab kürzlich was gelesen, das muss ich Dir raussuchen, das zeigt es, was - glaube ich - gemeint ist.
Ich glaube, dass wir eine hohe Individualität erreichen müssen, bevor wir sie aufgeben können. Und aufgeben heißt dann nicht, dass sie nicht mehr da ist. Sie hat einfach eine andere Bedeutung. Ist ein Teil vom Ganzen, und wir sehen nicht mehr nur den Teil sondern den Teil und das Ganze.
Schwierig, das auszudrücken. Mit diesen Themen beschäftige ich mich gerade sehr intensiv, meine Meinung ist also noch nicht so klar.
Inanna
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Es ist ein Unterschied, wie man die Auflöung des Bewusstseins sieht - entweder als ein Verschmelzen zu einem "Höheren Sein" oder als ein "Sich-verflüchtigen" wie Rauch im Wind.
Oder beides? kommt mir ein bißchen vor wie die "Borg" aus Startrek....
@alwin
Ich finde, den Körper als "Objekt" und Werkzeug zu degradieren, hat etwas Entwürdigendes.
Ich sehe den Körper und den Geist untrennbar miteinander verwoben, und dieses "Webstück", das bin ich.
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