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Lieber alwin,
Du hättest gerne mein Glaubensbekenntnis? Na aber gern doch:
Ich glaube, dass das Sein reines Bewusstsein ist, göttliches Bewusstsein, absolut und unendlich.
Ich glaube, dass sich das Sein selbst erkennen will, wenn es sich wiederspiegelt. So entsteht Dualität.
Ich glaube, dass mein Selbst (oder Deine Buddhanatur) göttlicher Bewusstseinsfunke ist.
Ich glaube, dass ich auf dieser Ebene Erfahrungen sammeln kann, die zur Selbsterkenntnis des Seins beitragen.
Ich glaube, dass es mein Ziel ist, die Trennung zwischen dem Sein und meinem Bewusstsein aufzuheben. Manche nennen das Erleuchtung, manche nennen das Tod.
Ich, die Inanna, bin also göttlichen Ursprungs und kehre zu Gott zurück.
Und ich glaube auch, dass Worte Waffen sind, mit denen wir uns abgrenzen, mit denen wir uns trennen vom Sein. Wirkliche Erkenntnis ist sprachlos.
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann fragst Du auch danach, ob ich an einen persönlichen Gott glaube. Ich glaube, dass es keine Trennung gibt zwischen dem Sein und einer persönlichen Gottheit. Das ist nur in unserem Kopf so.
Für ein kleines Kind ist die Vorstellung einer absoluten Gottheit nicht nachvollziehbar, es braucht die persönliche Beziehung. Es wendet sich also an einen persönlichen Gott, den es um etwas bitten kann, den es schimpfen kann und dem es danken kann.
Wenn wir uns dann weiterentwickeln, dann verändert sich auch unser Gottesbild. Immer wieder werden wir aber zurückfallen in das Kleinkindhafte: Lieber Gott, mach doch endlich ....
Warum auch nicht? Das ist das Spiel des Seins!
Inanna
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Liebe, liebe Astrella,
alles, was Du sagst, ist matriarchale Religiosität! Und Du hast ja so Recht, über unseren Körper drücken wir alles aus, was wir sind: unser Selbst, unser Ego, unsere Emotionen, unsere Spiritualität! Unser Körper ist etwas ganz wertvolles!
Und noch dazu: wir können Leben schaffen, aus uns heraus wird neues Leben geboren.
Inanna
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@Astrella
| Zitat: |
Und das gilt leider auch für den Buddhismus, Alwin.
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Hier wird der Körper ein wenig angesehen, als Hülle zum Geist, kurz gesagt. Ich kenne keine Stelle, dass der Körper nicht gepflegt werden soll. Ganz im Gegenteil, er wird so ganz heftig gebraucht und braucht daher seine Aufmerksamkeit.
Dass Du ihn mit dem Tode abwirfst, weil diese Hülle "ausgedient" hat,
was ist daran verwerflich?
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@Inanna
Echt super und klasse dargestellt! Gratuliere dir zu diesem in meinen Augen tollen Gedanken!
Liebe Grüße
alwin
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@Alwin
Er ist nicht bloß Hülle.
Er ist ein Teil von mir, und genauso, wie ich mich ich meiner Seele entledigen will, will ich es auch nicht bei meinem Körper.
Beides gehört zusammen. Selbst wenn ich denke, denkt auch mein "Körper" mit. Wenn ich liebe, liebt mein Körper mit. Er ist doch kein oller Schlüpfer. Er ist nicht getrennt von mir. Ich sehe ihn als materiellen Ausdruck meiner Seele.
Astrella
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