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@Jade
Befolgst du die "einschränkende" Gebote, weil sie vorgegeben sind?
Die meisten Gebote sind moralische Vorgaben, die keinesfalls unbedingt einschränkend sind, ausser ich werde von Mordlust geplagt oder Ähnlichem.
Das Verbot zu Töten oder zu Rauben haben nicht die Christen "erfunden".
Nicht das Christentum und die Bibel hat uns zu moralischen Menschen gemacht.
Die Menschen vorher waren auch keine Wilden.
Erst der Humanismus hat die Gleichheit und Menschenwürde populär gemacht, das tiefe dunkle Mittelalter würde ich nicht gerade als christliche Zeit sehen, auch wenn das Christentum in der Zeit sehr stark war.
Ich werde niemanden mein Leben übergeben.
Schon gar nicht einer Religion, die mir nur "halb" vorkommt.
Die christliche Religion ist in meinen Augen eine reine männerbezogene Weltanschauung.
Die ist geprägt von heroischem Leiden, Entsagungen und Tod, mehr hat sie nicht vorzuweisen.
Die Gebote sind von einem Mann gemacht.
Ehebruch als Todsünde. Keine Frau würde auf diese Idee kommen.
Frauen gebären neues Leben, zollt die christliche Kirche diesem "Wunder" irgendwelche Achtung?
Ist sie dabei, wenn ein Kind geboren wird? Wird gefeiert? Höchsten die Taufe...
Das, dieses Fehlen des weiblichen Elementes, hat mich in meine Glaubenskrise gestürzt.
Wie kann ich mich einem Glauben an eine Religion anvertrauen, wenn etwas so Entscheidendes fehlt?
Was ich min meinen letzten Jahren bewegt hat - Familie, Kinder - es hat in meinem Leben bis dahin nicht vieles gegeben, was diesen Erfahrungen gleichkommt.
Wenn ich dann zu meinem geistigen "Ziehvater" ging, der im Zölibät in einem Kloster lebte - krasser konnten die Unterschiede kaum sein.
Kann so ein Mensch mich wirklich stützen?
Ich habe viel von ihm gelernt, aber es bezog sich nur auf einen Bereich meiner Seele.
Ich habe mich nie als ganzen Menschen wahrgenommen gefühlt.
Und so wie manche zum Lachen in den Keller gehen, habe ich mein Frau-sein, meine Weiblichkeit "draussen" gelassen.
Mir fehlt die Frau an Gottes Seite. Und solange sie fehlt, finde ich mich in Gott nicht wieder.
Astrella
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hallo Astrella,
es tut mir leid, dass Du das so empfunden hast. Jesus hat Frauen immer geehrt und im Gegensatz zum gemeinen Volk, Huren und ähnlich lebende Frauen (die mit den fünf Ehemännern) nicht verurteilt.
Jesus hat jeden geliebt, egal, ob Frau oder Mann. Wenn ich an die Begebenheit mit Maria und Martha denke, dann hat er nicht die gelobt, die die Küchenarbeit machte (braves Weibchen), sondern die, die sich zu ihm setzte, mit der er sprach!
Ich komme Dir absichtlich nicht mit Bibelstellen, weil ich Jesus als Bruder und als Freund empfinde und erlebe.
Das ist meine subjektive Erfahrung, die ich natürlich nicht auf jemanden übertragen kann.
@alwin, dieser Spruch kommt immer von Athesisten, aber ich kann ihn Dir gern beantworten: ich bin glücklich mit meinem Freund, habe Abi nachgeholt und studiert. Mir fehlt also nix. Ich habe dazugewonnen, auch wenn es Dir unglaublich scheint.
Wie schon oben beschrieben, sind das subjektive Erfahrungen.
Jade
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Hallo miteinander
Was soll das? Ich habe doch geschrieben, dass dies meine Ansicht ist und
ich niemand angreifen will.
Ich habe doch nur geschrieben, dass ich nicht beten muss um spirituell zu leben.
@ alwin: was meinst Du denn damit:
| Zitat: |
| Wie sieht dein materialistischer Maßstab denn wirklich aus? |
Wo soll ich denn die Messlatte ansetzen?
Meinst Du, weil es mir materiell gut geht, ich sei nur ein Materialist...?
Meinst Du ich hätte Gott vergessen nur weil ich nicht bete und die Bibel nur
selten in die Hand nehme?
Wenn Du sehen könntest wie ich hier in den Bergen wohne, würdest Du sehen,
dass ich mit Gott wahrscheinlich näher verbunden bin als viele beter und Bibel leser.
@ Inanna Du schreibst:
| Zitat: |
| Es ist nicht notwendig, eine Form, die vielen Menschen liegt, abzuwerten. |
Ich werte nicht's ab. Aber man fühlt sich wohl schnell einmal angegriffen,
wenn ein anderer nicht mit der gleichen Zunge spricht.
Ich finde das beten einfach nur lächerlich. Keine Abwertung!
Ich versuche hauptsächlich mit allen Menschen gut auszukommen und zu
helfen wo ich kann. Das ist meine Nächstenliebe. Wenn es einem menschen
schlecht geht versuche ich direkt zu helfen und nicht durch ein gebet, weil ich
dies für unsinnig erachte.
Nein, ich werde für Mike93 nicht beten - auf keinen Fall.
Aber ich kann ihm direkt helfen - und er will. Ich habe ihm einen regen Kontakt
über PN mit ihm begonnen und werde mich für ihn einsetzen.
Schon morgen werde ich die Behörden einschalten und mich darum bemühen
dass sich seine Situation verändert.
Das ist für mich wahre Nächstenliebe - mit einem gebet würde ich die
Situation wohl nicht verändern können.
Mit Grüssen Gralsbote
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| Zitat: |
mit einem Gebet würde ich die
Situation wohl nicht verändern können. |
das weisst du doch gar nicht...
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| Zitat: |
| Schon morgen werde ich die Behörden einschalten und mich darum bemühen dass sich seine Situation verändert. |
Finde ich gut, und ich hoffe, daß Du damit auch etwas erreichst!
| Zitat: |
Ich versuche hauptsächlich mit allen Menschen gut auszukommen und zu
helfen wo ich kann. Das ist meine Nächstenliebe. Wenn es einem menschen schlecht geht versuche ich direkt zu helfen und nicht durch ein gebet, weil ich dies für unsinnig erachte. |
Sehe ich im großen und ganzen auch so. Ich würde jetzt nicht soweit gehen, Gebete für unsinnig zu halten, aber für effektiv halte ich sie auch nicht. Ich denke, Gebete erfüllen letztendlich den Zweck, den Menschen, die daran glauben, Halt zu geben. Daß sie irgend etwas bewirken, halte ich zumindest für unwahrscheinlich, unlogisch und auch nicht für sinnvoll. Wenn Gebete wirklich effektiv etwas bewirken würden, könnten wir es uns sehr leicht machen und unsere Eigenverantwortung auf Gott abschieben. Zum Beispiel anstatt für Prüfungen zu lernen würden wir einfach beten, daß wir nicht durchfallen. Anstatt zum Arzt zu gehen und unangenehme Untersuchungen und Behandlungen über sich ergehen zu lassen würden wir einfach beten, daß wir wieder gesund werden, etc.
Wer es mag und wer es für seinen Seelenfrieden braucht, der soll ruhig beten. Das ist ja nichts Schlechtes. Aber Gebete entbinden uns nicht davon, unser Leben und unser Umfeld selber aktiv und eigenverantwortlich zu gestalten.
Oder sehe ich das falsch?
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