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Hallo Gabriele,
ich war über 40 Jahre gläubiger Katholik, bis ich für mich merkte, wie unsinnig mir das Ganze vorkam.
Gruß
alwin
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| Zitat: |
| bis ich für mich merkte, wie unsinnig mir das Ganze vorkam |
Woran hast du es gemerkt?
Ich war 25 Jahre an keinen Glauben ausgerichtet und ich merkte wie leer es in mir war. Ich bin jetzt selber 50 Jahre
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Die ganzen Widersprüche, die mir nach und nach bewußt wurden. Außerdem erkannte ich Zug um Zug eine "neue" Logik, das Glaubensbild als solches verschwand zunehmend und ich fühlte mich freier und inhaltlich wieder gefüllt.
Natürlich legt man einen solchen Zustand nicht von heute auf morgen ab, da ist zuviel an Einfluß, Tradition usw. Aber der lauf war unaufhaltsam und das Gefühl von Freiheit, bedingt durch die notwendige Verantwortungsübernahme wuchs ständig!
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Lieber memokid, lieber alwin,
ich schließe mich Gabrieles Beitrag an.
Eine Beziehung - auch zu Gott - ist eine Beziehung. Das bedeutet, dass ich Zeit aufwenden muss für meinen Partner/Gott, das bedeutet, dass ich sehr ehrlich mit meinen eigenen Gefühlen umgehen muss, und dass ich darüber reden muss mit meinem Partner/Gott.
Ich mache Euch den Vorschlag, täglich eine gewisse Zeit, 10 Minuten oder länger, sich Zeit zu nehmen für das Gespräch mit Gott. Zündet eine Kerze an, setzt Euch hin, schließt die Augen und redet mit Gott. Was Euch so einfällt. Erwartet erstmal nichts. Macht einfach eine Regel daraus, dieses Gespräch mit Gott täglich zu führen. Macht dies mal so 4 Wochen lang.
Ich garantiere! Euch, dass irgendetwas passiert.
Alle Religionen sagen, dass eine Reaktion erfolgen wird vom Numinosen, wenn man es anruft. Spontan fällt mir nur ein christlicher Spruch ein: "Klopfet an, so wird Euch aufgetan." Dasselbe sagen andere Religionen auch, und ich habe es auch erfahren dürfen.
Ich glaube, dass Ihr Euch nicht so sehr an irgendeiner Religion orientieren solltet. Jeder Mensch hat das Recht, ganz persönlich mit Gott zu sprechen. Baut Eure persönliche Beziehung zu Gott auf und dann bekommt Ihr wunderbare Antworten, die Eure Antworten sind und die nicht in irgendeinem heiligen Buch stehen, sondern Eure persönliche Wahrheit sind.
Voraussetzung ist natürlich, dass Ihr das wollt: eine Beziehung zu Gott.
Übrigens gibt es eine Buchserie: Gespräche mit Gott. Mir gefällt nicht alles, was der Autor schreibt, aber vieles ist schön und die Vorstellung des Autors tut
einem gut.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich vor Jahrzehnten nach der Lektüre von Engels Ideologie meine damalige Religion ad acta legte. Es dauerte aber nicht lange, bis ich eine Gotteserfahrung hatte.
Ich glaube, dass alle Menschen eine Sehnsucht nach Gott haben. Manche stillen diese Sehnsucht, indem sie sich einer Religion anschließen, manche suchen Gott im eigenen Herzen und manche suchen sich eine Pseudoreligion. Welcher Weg macht glücklich?
Inanna
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Hallo Inanna,
Du wirsrt es vielleicht nicht glauben, aber ich meditiere mehrmals am Tag.
Das, was Du als Beziehung mit Gott beschreibst, sehe ich heute unter anderen Gesichtspunkten, aber weit entfernt von kirchlichen Aussagen.
Das Göttliche im Menschen ist meiner Ansicht nach sehr gut in der "Buddha-Natur" des Menschen beschrieben und mit dieser Lehre von zunehmender Erkennntis habe ich neues Leben in mir gefunden.
Gruß alwin
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