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Was bedeutet es an G'tt zu glauben?












Macht nix, Leer,

unsere Themen sind zeitlos.

Inanna
Hallo,
ich hab mich mal ein bißchen rausgehalten, weil die Vorstellungen von einem Geist und Reinkarnation so völlig an mir und meiner Überzeugung vorbeilaufen.
Unser Geist ist doch kein Spieler, der irgendwelche virtuellen Figuren durch irgendwelche Levels schickt, die es zu bestehen gibt. Um dann ein Level höher zu kommen.
Und diese virtuellen Figuren halten sich dann auch noch für real, nur ein paar ganz Schlaue haben das böse Spiel durchschaut und sich als Erfindung des Geistes erkannt...
Mir kommt es so vor, (wenn es den Buddhismus nicht schon etwas länger geben würde), daß dieses die Auswüchse einer Generation sind, die mit Computer und virtuellen Realitäten - mehrere Leben eingeschlossen - aufgewachsen sind.
Und für mich sieht das auch nur nach einem mehr oder weniger hilflosen Versuch aus, einen Sinn hinter allem zu erkennen. Ok, wenn man keinen Sinn mehr im realen Leben hat oder findet...
Habt ihr eigentlich mal ih Erwägung gezogen, daß es auch nicht so sein könnte?
Das das Leben, so wie es jetzt ist, mit aller Freude und allem Leid und allen "Anhafungen" vielleicht das Einzige ist, daß ihr habt?
Vielleicht gibt es "keine drei Leben, um ein Level zu bestehen". Keine Wiedergeburt.
Das Verhaftet sein mit Emotionen, mit seinem ganz persönlichen Charakter, mit seinem Körper - ist vielleicht das einzige, was ihr habt.
Ist denn der Gedanke, sterblich zu sein, komplett sterblich, so unerträglich?
Ihr guckt die ganze Zeit schmachtend in euer "jenseitiges Leben", wahrscheinlich geht es Euch, wenn ihr "drüben" seit, genau anders herum und deswegen "müsst" ihr wieder zurück...

Astrella
Vielleicht hätte es keinen Sinn, daß wir dann überhaupt auf die Erde kommen. Wer weiß das schon.

Mal durchblättern, ist nicht lang: Nur bei Bedarf

Schätze, daß es sehr viel mehr ist, und je mehr wir uns an die Körperlichkeit klammern, um so sehr weisen wir das andere, die andere Sichtweise von uns. Ich weiß und es ist mir bewußt: vor 20-30 Jahren hatte ich auch noch so ähnlich gedacht und darüber gelacht. Doch dann änderte sich einiges im Leben und so manche Erkenntnis drang durch. Aber das muß jeder Mensch selbst durch-und erleben. Es gibt kein: Du mußt. Niemand muß müssen. Sterben, das schon. Aber sonst: es wächst etwas in uns, und dann offenbart es sich in uns. Kommt Zeit, kommt Rat und auch Erkenntnis

Wer mal schauen möchte, wer nicht: ist auch gut

http://www.windpferd.de/shop/pix/a/.....5-401-1/3-89385-401-3.pdf

Gabriele
Liebe Astrella,

ich glaube, da verstehst Du einiges nicht richtig. Ich bin keine Buddhistin, ich interessiere mich nur für (fast) alle Religionen. Trotzdem werde ich versuchen, mal zusammenzufassen, was ich vom Buddhismus verstanden habe.

Buddhisten haben das Ziel, das Ego, also das Ich, unsere Persönlichkeit, Individualität, aufzulösen um beim Tod ins Nirvana, das Nichts, einzugehen. Also - zumindest aus meiner Sicht - ein ganz radikaler Tod. Denn sie glauben an kein Jenseits, keinen Himmel und keine Hölle. Wenn sich das Ego auflöst, dann ist Nichts.

Wenn ihnen die Auflösung des Ego nicht gelingt, dann müssen sie noch einmal eine Runde drehen: sie werden wieder inkarniert. Leben also noch ein Leben mit dem Ziel, das Ego aufzulösen ....

Mir gefällt Deine Lebensfreude, Deine Freude an den ganz materiellen Dingen: Deinem Körper, Deinem Leben, Deiner Welt.

Ich glaube, dass Du noch sehr jung bist. Wenn man älter wird, wenn Krankheiten und Behinderungen kommen, dann hält sich die Freude am Körper in Grenzen, dann denkt man: wars das etwa?

Wenn Krisen im Leben kommen, wenn Schicksalsschläge einen existentiell bedrohen (stell Dir vor, eines Deiner Kinder verunglückt tödlich), auch dann fragt man sich: wars das?

Viele leiden unter emotionalen Problemen, Du brauchst nur hier im Forum ein bißchen zu lesen. Auch da entsteht die Frage: hat das denn einen Sinn? Und warum muss ich leiden, wenn es keinen Sinn hat?

Freude und Leid, das macht unser Leben aus. Und wir kommen damit nur klar, wenn wir dem einen Sinn geben können (ganz als psychologisches Konzept, noch ohne Religion). Ein Schritt weiter und es entstehen Religionen, so entstehen Konzepte, um ein Weiterleben nach dem Tod zu erklären.

Und diese Konzepte (Religionen) sind so alt wie die Menschheit.

Du darfst sicher sein, dass die Menschen hier im Forum, die sich ernsthaft auseinandersetzen, durchaus in Erwägung gezogen haben, dass es möglich ist, dass mit dem Tod das Bewusstsein erlischt und man nur dieses eine Leben hat. Aber manche denken weiter, gehen davon aus, dass nichts auf dieser Erde verschwindet, es gibt nur Umwandlungen. Sie stellen sich die Frage, ob das, was die uns bekannte höchste Form von Energie ist, menschliches Bewusstsein, sich so einfach auflösen soll?

Es gibt viele Ansätze, infrage zu stellen, ob der Tod wirklich das absolute Ende ist.

Ich frage mich, Astrella, was Dich so stört daran, dass manche Menschen sich mit diesen Fragen beschäftigen. Warum kannst Du es nicht einfach stehen lassen, es mit Interesse beobachten in dem Bewusstsein, dass es für Dich nicht gilt? Hat das vielleicht etwas mir Dir zu tun?

Am Tor zu Delphi steht: Erkenne Dich selbst.

Die antiken griechischen Philosophen sagen, dass Du über die Erkenntnis Deiner selbst zur Erkenntnis von Gott kommst. Auch dies ist ein möglicher Weg, man kann ihn ja mal beschreiten.

Inanna
@Inanna

Da kommst Du in der Sache reichlich näher!

Liebe Grüße
alwin
Forum -> Gott

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