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"Im zweiten Schritt macht der Geist daraus ein Gemälde, das sofort dualistisch kategorisiert wird "
Das ist dann aber das Ego, das das macht? |
Nein, das Ego ist nur eine Anhäufung oder Kombination verschiedner Seinszustände. 'Mir geht es schlecht' Der Geist leistet die eigentlichen kognitiven Fähigkeiten beeinfluss vom Ego, wie die dualistische Wahrnehmung, er identifiziert sich mit diesen Zuständen namens Ego und ist in seiner unerleuchteten Form davon überzeugt, dass er das Ego sei, dass er ein Ich habe. Deswegen glauben so viele Leute das sie die Seele sind, die einen individuellen Charakter hat und in einen Körper geschlüpft ist.
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Im Bemühen um die Ego-Auflösung habe ich Schwierigkeiten, meine Individualität abzulegen.
Da habe ich mich so bemüht, eine Persona, eine Persönlichkeit aufzubauen (also ein Ego), habe meine kleinen und großen Krisen doch einigermaßen gut bearbeitet, habe Leid integriert - alles eine große psychische Leistung. Und dann soll ich das alles auflösen. |
Ja wer hat das nicht, viele Menschen finden die Vorstellung, dass Nirvana vollständiges erlöschen jeglicher Identität bedeutet bedrohlich.
Das führt wahrscheinlich immer wieder zu einer Inkarnation, die Menschen haben nach dem Tod immer noch soviel Angst vor dem Tod, dass sie sich gleich wieder auf das nächste Leben stürzen.
Zum einen ist Individualität ja nur eine Illusion, der Verlust also nicht tragisch. Die Gesesllschaft ruft uns immer wieder dazu auf, gerade die Werbeindustrie individuell zu sein und die Bedürfnisse unseres Egos restlos zu befridiegen, damit wir glücklich sein können. Dabei sind sogar die Grenzen der Individualität vorgeben, wer auf eine bestimmte Art individuell sein will muss sich so oder so kleiden, dass geht bis zu denen die sich nicht den Zwängen der Gesellschaft unterordnen wollen und dennoch tragen sie als Punks schwarze Uniformen.
Es gibt auf der Welt nur 10.000 verschiedene Charaktere, bei über sechs Milliarden ist man da gar nicht so einzigartig.
Gestern habe ich in der P.M noch einen interessanten Artikel über Memetik gelesen, einem Ableger der Evolutionsbiologie. Memetik besagt, dass Kultur durch die Verbreitung von Memen passiert, indem unser Gehirn Verhaltensweisen kopiert und/oder imitiert. Bestimme kulturelle Inventionen sind so etwa erklärbar, wie zum Beispiel die Verbreitung von gewissen Modetrends oder Religion. Unser Ich ist somit nur die Ansammlung von verschiedenen Memem, die wir im Verlauf der Zeit gesammelt haben. Wir sehen im Fernsehen wie jemand prominentes etwas bestimmtes trägt, kopieren dieses Verhalten und fügen es somit unser scheinbaren Individualität zu.
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Meine Frage also, ist der buddhistische Geist oder mein Selbst, wie ich es gerne nenne, aus buddhistischer Sicht einheitlich, also Dein Geist ist wie mein Geist? Oder hat er individuelle Anteile?
Muss er haben! Denn wie kann das Sein Erfahrungen sammeln (das Spiel des Sein), wenn meine individuellen Erfahrungen nicht aufgehoben werden? |
Nur um mal die Begriffe zu trennen. Ego ist das gleiche wie Selbst und beide sind nicht Geist.
Hat er nicht, ein erleuchteter Geist hat ein überpersönliches Bewusstsein unbedingt von Raum und Zeit.
Hier sollte man Buddhismus nicht mit anderen spirituellen Lehren verwechseln. Laut Buddhismus kann dem Geist weder eine Wahrheit hinzugefügt noch entfernt werden, er besitzt ja bereits die Buddha-Natur, aber kann sie nicht entfalten.
Es geht also nicht im Leben darum Erfahrungen zu sammeln oder etwas zu lernen, man weiß ja schon alles - kommt nur nicht durch die ganzen Schleier und Hindernisse an das 'Wissen' ran.
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Aha, Leer....
ich erinnere mich, das hat mir am Buddhismus immer nicht gefallen, und ich habe es folglich vergessen.
Warum geht es also im Leben? Wenn alles eh schon klar ist, weshalb das ganze Spiel mit den Schleiern und Hindernissen? Weshalb das Leiden?
Die Diskussion mit Dir ist gut für mich, denn ich sehe, dass ich verschiedene spirituelle Lehren so vermische, dass etwas rauskommt, das ich brauchen kann. Ich, das Ego.
Aus der Hemetik habe ich die Vorstellung, Gott, das Sein, der Kosmos will sich selbst erfahren und schafft deshalb die Dualität, um sich widerzuspiegeln.
Gefällt mir gut, hat aber mit Buddhismus nichts zu tun. O.K.
Aber dann wieder die Frage: wozu die vielen Schleier?
Und noch etwas zur Individualität: sicher ist sie auch ein Modethema, aber Du darfst die vielen Menschen, die heiß kämpfen, um ihre Krisen zu integrieren, nicht mit diesen Modeindividualitäten in einen Topf werfen.
Weshalb soll ich eine Individualität, ein Ego, entwickeln - und das muss ich, wenn ich in unserer Welt leben will - um es dann wieder aufzulösen wie Schall und Rauch?
Inanna
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ich erinnere mich, das hat mir am Buddhismus immer nicht gefallen, und ich habe es folglich vergessen.
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Ja, das gefällt den meisten Egos nicht
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| Warum geht es also im Leben? Wenn alles eh schon klar ist, weshalb das ganze Spiel mit den Schleiern und Hindernissen? Weshalb das Leiden? |
Erstmal was zum Leiden, wird meistens falsch verstanden. Leiden kommt von Dukkha, was soviel bedeutet wie ein Rad das nicht Rund läuft.
Leiden ist das bedingt sein von Äußerlichkeiten, Krank sein, Altern, Streben, zu sehen wie das neue Auto einen Kratzer bekommt, getrennt sein von seinen Lieben, nicht das zu bekommen was wann will kurzum die Abwesenheit von unbedingtem Glück.
Wie das Universum enstandt, warum wir hier sind, darüber schweigt sich Buddha vornehm aus. Er sagt, wenn ich von einem Pfeil getroffen werde, muss ich dann wissen, wer ihn geschossen hat, aus welcher Gegend er kommt, wie seine Familie heißt - Nein, ich muss wissen wie ich den Pfeil wieder rausbekomme. Buddha hat sich selber deswegen als Medizinmann bezeichnet
Abgesehen davon. Meinst Du man kann das in für Menschen verständliche Worte fassen in unsere kleine 3 dimensionale Sprache?
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| Die Diskussion mit Dir ist gut für mich, denn ich sehe, dass ich verschiedene spirituelle Lehren so vermische, dass etwas rauskommt, das ich brauchen kann. Ich, das Ego. |
Freut mich. Ich stehe dem Mischen persönlich skeptisch gegenüber. Manche Sachen sind unvereinbar und werden irgendwie gemischt, sodass sie nur oberflächlich helfen. Gerade bei Meditation sollte man aufpassen, ist kein Kinderspielzeug, es werden tatsächlich umfangreiche Umbaumaßnahmen im Gehirn vorgenommen, die auch schief laufen können, wenn man was falsch macht.
Aber das nur als Hinweis zu den Risiken und Nebenwirkungen, ansonsten um Buddha zu zitieren: Wenn eine Deiner Überzeugungen meinen Lehren widerspricht so folge Deinen Überzeugungen.
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Aus der Hemetik habe ich die Vorstellung, Gott, das Sein, der Kosmos will sich selbst erfahren und schafft deshalb die Dualität, um sich widerzuspiegeln.
Gefällt mir gut, hat aber mit Buddhismus nichts zu tun. O.K.
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Richtig. Manche vermischen das jedoch gerne. Ich kenne das natürlich auch und ich finde es widersprüchlich.
Gott will sich erfahren und schafft deshalb.....
In dem anderen Faden haben wir bereits über Zeit gesprochen, diese Art von vorgehen, die man in der Hemetik Gott unterstellt erfordert, dass er wie wir die fleißende Zeit erlebt, mit einem vorher und nachher, bei dem er nicht weiß wie es ist nicht Gott zu sein und dann nach dem Experiment Menschheit es weiß.....kann das der Fall sein. Der Schöpfer von Zeit und Raum ist Sklave seiner Schöpfung?
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| Weshalb soll ich eine Individualität, ein Ego, entwickeln - und das muss ich, wenn ich in unserer Welt leben will - um es dann wieder aufzulösen wie Schall und Rauch? |
Das Ego scheint eine 'Erfindung' Evolution zu sein um das eigene Überleben zu garantieren. Nur wenn ich ein Selbst habe, kann ich meine Umwelt als getrennt von mir Wahrnehmen und in gefährlich und ungefährlich kategorisieren.
Dann wäre da noch die Meme, als reproduzierbare Verhaltensmuster. Ich meinte das ein Modetrend ein Mem sein kann und das viele Meme zusammen ein Ego bilden und nicht, dass das Ego ein Modetrend ist.
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Hallo Leer,
"Meinst Du man kann das in für Menschen verständliche Worte fassen in unsere kleine 3 dimensionale Sprache?"
Nein, das meine ich nicht. Aber ich! will es halt doch wissen.
"Gerade bei Meditation sollte man aufpassen, ist kein Kinderspielzeug, es werden tatsächlich umfangreiche Umbaumaßnahmen im Gehirn vorgenommen, die auch schief laufen können, wenn man was falsch macht."
Hab ich schon mal miterlebt.
"diese Art von vorgehen, die man in der Hemetik Gott unterstellt erfordert, dass er wie wir die fleißende Zeit erlebt, mit einem vorher und nachher, bei dem er nicht weiß wie es ist nicht Gott zu sein und dann nach dem Experiment Menschheit es weiß.....kann das der Fall sein. Der Schöpfer von Zeit und Raum ist Sklave seiner Schöpfung?"
Darüber muss ich noch gründlich nachdenken.
Noch einmal zur Individualität, das ist zur Zeit ein wichtiges Thema für mich:
Das Rad läuft nicht rund, für alle Menschen. Nun gibt es welche, die sich bemühen und bemühen, um das Leid, das sie erfahren, zu integrieren und somit wieder zur Harmonie zu kommen.
Und dann kommst Du Buddhist und sagst, das ist ganz egal, wie sie gelebt haben, denn das sind alles Ego-Spielchen, hättste Dich nicht bemüht, dann wäre das halt ein anderes Ego-Spielchen. Beide sind sie nichts. Karlchen, ein buddhistischer Lehrer, den ich kenne, sagt: Alles Konzepte! und lacht.
Das empört mich, weißt Du! (Wen empört das? Das Ego!) Ich weiß, dass das ein Problem des Westens ist, und dass ich hier als typisches abendländisches Kind reagiere. Aber es kann doch nicht sein, dass alles gleichgültig ist, wie ich lebe, was ich mache. Das Rad dreht sich. Mal bin ich oben, mal unten.
Manchmal gibt es Situationen, da habe ich gar nichts dagegen, wenn sich meine Individualität, mein Ego auflöst im großen Fluss des Seins. Aber meistens .....
Inanna
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Nein, das meine ich nicht. Aber ich! will es halt doch wissen.
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Abgesehen davon, dass Du die Antwort nicht verstehen wirst. Was soll Dir das Wissen nützen? Du weißt warum der Geist verwirrt ist und wie das Iniversum entstand - herzlichen Glückwunsch! Und jetzt? Das gleiche tun wie jetzt auch. Versuchen die Erleuchtung zu finden. Es hilft Dir nichts das zu wissen, außer den Ego zu füttern und ist damit sogar noch eher hinderlich. Es ist unnützes Wissen, dass einen erheblichen Teil Deiner mentalen Kapazitäten fesseln würde, wenn Du es den wirklich verstehen würdest, wahrscheinlich würde es Unmengen an Bücher mit Formeln, Modellen etc. füllen - statt dessen solltest Du einfach lieber den Pfeil rausziehen.
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Darüber muss ich noch gründlich nachdenken.
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Ja harte Nuss Für mich war das das endgültige Ende einer irgendwie geartetn Gottesvorstellung, die den Hauch irgendeiner Individualität oder Persönlichkeit hat und dann kann ich es auch gleich Nirvana nennen
Womit wir aber beim nächsten Punkt wären:
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Noch einmal zur Individualität, das ist zur Zeit ein wichtiges Thema für mich:
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Wieso solltest Du gerade eine Individualität aufweisen, wenn Gott frei davon ist?
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Das Rad läuft nicht rund, für alle Menschen. Nun gibt es welche, die sich bemühen und bemühen, um das Leid, das sie erfahren, zu integrieren und somit wieder zur Harmonie zu kommen.
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Die Frage ist was verstehst Du unter Leid integrieren? Buddha sagte, wenn Du ein Problem hast und Du kannst es lösen, warum sollte man sich dann Sorgen darüber machen? Wenn Du ein Problem hast und Du kannst es nicht lösen, warum sollte man sich dann Sorgen darüber machen?
Leid wird zumindest im Buddhismus nicht intergried es wird sozusagen vermieden. Man macht sich frei von allem Leid, dass geht schon ohne Erleuchtung ganz gut indem man einfach seine Einstellung zum Leben ändert. Wer leidet macht was 'falsch'
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| Das empört mich, weißt Du! (Wen empört das? Das Ego!) Ich weiß, dass das ein Problem des Westens ist, und dass ich hier als typisches abendländisches Kind reagiere. Aber es kann doch nicht sein, dass alles gleichgültig ist, wie ich lebe, was ich mache. Das Rad dreht sich. Mal bin ich oben, mal unten. |
Schließ die Augen und geh doch mal in Dich und mach Dich auf die Suche nach Deinem Ego. Versuch mal was zu finden was dem Wort Individuum gerecht wird und unteilbar ist, etwas konstantes, dass sich nicht ändert und bleibt wie es ist.
Gedanken, Gefühle Einstellungen.....alles nur Bläschen in einem Wasserglas die kommen und gehen.
Was bleibt den von Deinem Ego von Dir wenn Du tot bist? Deine Enkel werden sich noch an Dich erinnern, vielleicht Deine Urenkel noch, aber irgendwann wie jedes Zeugnis jeder Gedanke, dass Du jemals auf diesem Planeten gelebt hast zu Asche zerfallen und niemand wir je wissen dass es Dich mal gab und das alles vielleicht in weniger als 200 Jahren, ein Wimpern schlag in der Geschichte des Universums. Deswegen muss ja noch nicht alles gleichgültig sein. Alle Eindrücke, die Du in Deinen Geist und in den Geist anderer pflanzt sind wichtig - gute wie schlechte, den der Geist ist wie gesagt zeitlos - die Christen haben davon auch schonmal gehört und nennen es Ewigkeit, ein bisschen ungenau wie ich finde. Die Ewigkeit wird ganz schön lange, besonders gegen Ende hin
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