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Was bedeutet es an G'tt zu glauben?












Hallo alwin,

"Daher kann man innerhalb der Terminolgie auch nicht Geist und angenommene Seele vereinen, sie sind verschieden!"

Das verstehe ich nicht. Bitte, setze nicht voraus, dass ich mich mit der Theorie des Buddhismus gut auskenne. Ich kenne einige Sanyassins, habe das eine oder andere Buch gelesen, aber zielgerichtet habe ich mich mit Buddhismus nicht beschäftigt.

So habe ich Erleuchtung auch immer verstanden: es ist die Dualität aufgehoben. "Ich" trenne mich nicht mehr von der Welt, sondern schwimme mit im Fluss des Seins.

Wenn ich Dich recht verstehe, dann sind die "Macken" dem Körper zugeordnet? Kann ich mir gut vorstellen. Denn Macken hängen mit Gefühlen zusammen und Gefühle hängen mit dem Körper zusammen ....

Inanna
@Inanna

Na, "ganz einfach".

Die unsrige Definition des Begriffs "Seele" paßt nicht auf die Definition "Geist".

Dieser Geist hat nicht angefangen und hört auch nicht auf. Hiermit wird auch die Ansicht der Wiedergeburt begründet. Diese Annahme ist aber in unserer Welt meistens mißverstanden. Der Geist schwingt sich von von einer Ebene zur anderen im Kreislauf, nimmt dabei verschiedene Körper an (Karmabedingt etc). Die Aktivität u. das Sein des Geistes hat somit nichts mit unserem verstanden Begriff der Seele zu tun.

So etwas besser? (Natürlich nur eine vereinfachte Darstellung, so weit bin ich da auch noch nicht...

Gruß alwin
Hallo alwin,

weil ich festgestellt habe, dass ich mit dem Wort "Seele" nicht viel anfangen kann, hab ich mal nachgesehen unter wikipedia: aber auch dort ist die Definition äußerst schwammig.

Mir ist der Begriff "Selbst" lieber. Ich glaube, das ist das, was Du unter "Geist" verstehst?

Ich versuche mal eine Definition von Selbst:

Das Selbst ist der Gottesfunke, der unsterblich ist.

Das Selbst ist die Person hinter der Maske, hinter dem Ich, hinter dem, der spielt.

Das Selbst hat individuelle Anteile, die Art, wie wir mit Problemen umgehen, Prägungen, Werte.

Das Selbst hat Zugang zum Unbewußten.

Paßt das zum Geist?

Gruß
Inanna
@Inanna
Super! Herrlich, wie Du das mal wieder beschrieben hast!

Gruß alwin
Erstmal um Missverständnissen ulitmativ vorzubeugen: Es gibt keine Seele im Buddhismus, Geist und Seele sind zwei völlig grundlegend verschiedene Konzepte.

Der Geist ist kein Ding sondern ein räumähnliches Konzept. (Dummerweise macht unsere Sprache aus allem was es gibt ein Ding, bestes Beispiel Zeit, kann man haben, kann einem in den Händen zerrinnen etc.)
Kurz: Nimm alles was Dich als Person ausmacht und definiert, fülle es in eine Flasche und schreibe Deinen Namen drauf, das was dann die Flasche betrachtet, dass ist der Geist.

Geist ist nicht zu verwechseln mit dem Ego/Ich/Selbst, dass nur eine bequeme Methode ist, um über die nicht endende Kette von Ereignissen zu sprechen oder nachzudenken die im Körper und Geist entstehen oder vergehen.

Es gibt kein echtes unvergängliches, separates eigenständiges 'Ich', sondern nur flüchtige aufeinander folgende Erfahrungen.

Deshalb wird auch nicht das Ich oder eine individuelle Seele im Buddhismus wieder inkarniert.

Soviel zu buddhistischen Definition von Geist und Ich.


@Astrella

Erleuchtung bedeuted nicht unbedingt, dass man keine 'Fehler' mehr macht, auch wer gesitig erleuchtet ist, das heißt frei von allem Bedingten kann in der bedingten Welt etwas was wir als Fehler interpretieren würden begehen.

Ich habe letzten des Vortrag eines Lamas gehört, der diesen sehr eigenwillig gerade schon komödiantisch vorgetragen hat. Wenn ich als unbedarfter Neuling auf YouTube diesen Vortrag gefunden hätte, wäre das sicherlich eine meiner letzten Begegnungen mit dem Buddhismus gewesen und der Lama hätte somit einen Fehler begangen, denn es hätte dazu geführt das ich noch länger im leidvollen Kreislauf der Wiedergeburten gefangen gewesen wäre - es liegt also in der Natur dieser Welt, dass selbst Erleuchtung vor sowas wie Fehlern bewahrt.


Zitat:
Ich werde weiter den Hintern meiner Kinder putzen und nachts ihre kleinen rosigen anbetungswürdigen Zehen streicheln, ihrem leisen Schnarchen lauschen und sicher sein, daß mein Glück genau hier ist, nicht in irgendeinem Gott, nicht im Auflösen meines Bewusstseins, sondern in solchen profanen alltäglichen, aber trotzdem perfekten Momenten. Sicher, irgendwann werden diese Momente vorüber sein, genau wie alles im Leben.


Im Prinzip geht es genau darum im Buddhismus, schon im Alltag bevor man erleuchtet ist wirkliches unbedingtes Glück zu empfinden, dass kommt nicht erst mit der Erleuchtung oder mit dem Nirvana.
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