Fragen und Gedanken um das Nichts


Hi Der Sucher,

das Nichts ist symbolisch eine NULL - oder ein Kreis.

Es dreht sich also auch Alles um Dich - DU bist Persönlichkeit in der Welt GOTTES - geschaffen aus dem Nichts.

Der Mensch wird MittelPunkt im Nichts - auch ein Punkt ist ein Kreis nur ganz klein - mit MikroKosmos auf der einen Seite und - MakroKosmos in die Andere Richtung.

biogral-micha&Team
Es ist eine Frage, was in der Hölle brenne?

Die Meister sagen gewöhnlich: Das tut der Eigenwille.

Aber ich sage wahrlich: das Nichts brennt in der Hölle.

... In gleicher Weise also spreche ich: Weil Gott und alle die, die im Angesicht Gottes sind, in der rechten Seligkeit etwas in sich haben, was die nicht haben, die von Gott getrennt sind, dieses Nichts allein peinigt die Seelen mehr, die in der Hölle sind, als Eigenwille oder irgend ein Feuer.

Ich sage wahrlich: so viel Nichts dir anhaftet, so sehr bist du unvollkommen.
Wollt ihr darum vollkommen sein, so müsst ihr das Nichts los sein.

Denn wahrlich, wenn du glaubst, du gelangest durch Innigkeit, durch Andacht, durch Willfährigkeit oder besondere Anstalten eher zu Gott als am Herd oder im Stall, so tust du nichts andres als wenn du Gott nähmest und wickeltest ihm einen Mantel um den Kopf und stecktest ihn unter eine Bank.

Denn, wer Gott in einer Weise sucht, der nimmt die Weise und lässt Gott, der in der Weise verborgen ist.

Aber wer Gott ohne Weise sucht, der nimmt ihn, wie er an sich selbst ist, und dieser Mensch lebt mit dem Sohne, und er ist das Leben selbst.

Wo die Kreatur endet, da beginnt Gott zu sein.

Nun begehrt Gott nichts anderes von dir, als dass du aus dir selbst, in kreatürlicher Weise, hinausgehst, und Gott Gott in dir sein lassest.

Das geringste kreatürliche Bild, das sich in dir bildet, ist ebenso gross wie Gott. Warum? Weil es dich eines ganzen Gottes beraubt. Denn wo dies Bild hineingeht, da muss Gott und seine ganze Gottheit weichen.
Aber wo dies Bild hinausgeht, da geht Gott hinein.

Gott begehrt so gewaltig danach, dass du aus dir selbst, in kreatürlicher Weise, hinausgehst, als ob all seine Seligkeit daran liege.

Fürwahr, lieber Mensch, was schadet es dir, dass du Gott gönnest, dass er Gott in dir sei?
Geh doch Gott zu lieb aus deinem Selbst heraus, so geht Gott dir zu lieb aus seinem heraus.

Wenn diese zwei hinausgehen, was dann zurückbleibt, ist ein einfach Eines.


http://www.zeno.org/Philosophie/M/M.....n/7.+Vom+innersten+Grunde
Nicht alles, was in der Physik beschrieben und gemessen werden kann, kann der Mensch auch mit seinen Sinnen erfahren. Wir kommen gerade so mit den 3 Raumdimensionen klar, da wir im Innenohr dafür ein Sinnesorgan besitzen. Die Zeit können wir nicht direkt mit einem Sinnesorgan erfassen und da fängt das Problem schon an. Ein Raum-Zeit-Kontinuum, also etwas Vierdimensionales können wir erst recht nicht verstehen. Allerdings kann der Mensch mit hilfe künstlicher "Sinnesorgane" (physikalische Messinstrumente wie z.B. Fernrohre, Spektrometer oder Teilchenbeschleuniger) seinen Sinneshorizont erweitern.

Deswegen können wir die Unendlichkeit und gleichzeitige Begrenztheit des Universums nicht direkt erfassen. Es ist ein wenig so wie mit der Ameise auf der Oberfläche eines Luftballons. Für die Ameise stellt sich ihr Weltall unendlich dar, wir sehen aber, dass es begrenzt ist.
Hallo Sucher,

sobald Du oder sonst jemand über das Nichts nachdenkt, wird es zu einem Etwas und somit zu etwas Seienden.
Ein philosophisches Nichts ist somit ein Etwas.
Wie sieht es mit einem physikalischen Nichts aus? Könnte irgendwann entdeckt werden, dass es den Zustand von Nichts gibt? Nein, denn dann wäre es ja ein Zustand und sofort wieder ein Etwas.
Bereits die Quantenfeldtheorie formuliert hervorragend, dass selbst ein absolutes Vakuum noch die Entstehung von extrem kurzweiligen Teilchen ermöglicht.
Nicht=Etwas, so wie Du es bereits angesprochen hast.
So denke ich es zumindest. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich recht habe.

Gruß

W. R.
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Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle Unrecht haben.

Zitat von Bertrand Russell
Zur Frage, nichts ist nichts, und wo nichts ist kann man sich auch nichts vorstellen.
Ich denke, wenn man sich ein Nichts vorstellen kann, würde ich es mir wie ein Vakuum vorstellen...aber selbst das IST für mich etwas :-/
Ich frage mich immer, was VOR dem Nichts war, vor der Schöpfung, vor dem ersten Teilchen o.Ä. Wie hat das alles angefangen? Das was ich meine ist, man kann immer fragen, wenn jemand eine Antwort zu haben scheint: "Und was war davor?"

"Die Erde, das Leben wurde von Gott erschaffen. "Und was war vor Gott? Wie ist Gott entstanden? Voraus ist er entstanden?"
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"Wo sind die Menschen"?, fuhr der kleine Prinz endlich fort. "Man ist ein bisschen einsam in der Wüste". "Man ist auch bei den Menschen einsam", sagte die Schlange.
Zitat:
"Die Erde, das Leben wurde von Gott erschaffen. "Und was war vor Gott? Wie ist Gott entstanden? Voraus ist er entstanden?"


Hallo Pansy, ja es gibt so viele Fragen, die uns interessieren
und ich denke, dass so manche Antwort unser derzeitiges Begriffsvermögen übersteigt.

Was Gott den Schöpfer und den Menschen betrifft so denke ich, wird es ebenso sein wie mit dem Menschen und seiner (des Menschen) Schöpfung, zum Beispiel einem Gemälde oder einem Tisch. Das Gemälde oder der Tisch wird nicht in der Lage sein, das Wesen seines Schöpfers zu erkennen.

Die Bilder, die ich gemalt habe und an meiner Wand hängen, können mich nicht begreifen, auch dann nicht wenn man es ihnen haarklein erklären würde.

Was ich wunderbar finde ist, dass in den Menschen doch auch die Wissbegierde hineingelegt wurde, was ihn dazu bringt immer mehr zu erforschen.
Wie viele Dinge wurden in den letzten Jahrhunderten (und natürlich auch schon früher) erforscht, und haben uns in unserer Entwicklung weitergebracht.
Und in den nächsten Jahrhunderten wird das ja auch noch so weitergehen.

Ich glaube also, dass wir sowohl im Materiellen, als auch im Geistigen (dies vor allem wenn wir unseren Körper abgelegt haben und in den Geistigen Welten weiterleben, aber nicht nur erst dann) noch viele neue Erkenntnisse machen werden. Man kann halt nichts übers Knie brechen.

Was vom Menschen begriffen wird, kann nicht außerhalb seines Begriffsvermögens liegen, und so ist es für das menschliche Herz unmöglich, das Wesen der Erhabenheit Gottes zu begreifen. Unsere Vorstellung kann sich nur das vergegenwärtigen, was sie hervorzubringen vermag.
Abdu'l-Baha, ANSPRACHEN IN PARIS


Liebe Grüße
Dir und allen hier noch ein schönes Osterfest

Linde


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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh