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Eine Welt ohne Religion












Zitat:
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wer das Göttliche in sich entdeckt, es auch um sich herum entdeckt... in allen anderen Menschen, ob gut oder böse, ob streit- oder harmonielustig, frei oder unfrei...

Sehr schön und auch sehr treffend gesagt Lisken. Ich kenne in paar solcher Menschen und kann das nur bestätigen.
Haja, viele meinen, wenn die bösen Mitmenschen nicht wären mit ihrer Verbohrtheit und ihrem Brett vorm Kopp, wär die Welt doch besser! Stimmt aber nicht, _jeder_ hat son Ding vorm Kopp und hält sich stur dran fest... der Unterschied liegt eigentlich nur in der Entfernung.

-->
Stimmt und viele suchen die *Schuld* bei anderen Menschen.
Ich denke jeder Mensch trägt eine Art *Masterplan* in sich und jeder Mensch muss sich selbst verändern/entdecken, um Veränderungen in Welt zu bewirken.
Ich trage auch natürlich ein *Brett vorm Kopp* und oft erscheint es mir so groß, dass ich darunter verloren gehe.
Ich würde auch Menschen nicht in Klassen wie gut und böse einteilen.
Menschen sind Marionetten. Schopenhauer hat es treffend auf den Punkt gebracht: *„Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“
Religionen spielen bei diesem Marionettenspiel bei sehr vielen Menschen eine Hauptrolle (Kontrolle von Verstand und vorallem von Herz und Seele).
Auch die *angelernte Hilflosigkeit* spielt in diesem Bereich eine große Rolle und vieles andere auch wie Systemtheorien, Erziehung, soziales Netzwerk, Kapitalismus, Werte/Normen...
Man muss Verantwortung für sein eigenes Handeln übernehmen!
In diesem Zusammenhang bleibt es mir wohl nicht aus, um auch I.Kant zitieren zu *müssen* (sogar 2mal):
Teil seiner berühmten Grabinschrift
-Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir-
und
-Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde-

lg
Kants Märchen vom "moralischen Gesetz in mir" nimmt ihm heute keiner mehr ab . (Naja, ausser meinem Ethik-Lehrer in der 11ten Klasse...)
Es gibt kein allgemeingültiges 'moralisches Gesetz', auch die Moral wird einem Menschen erst anerzogen und variiert von Sippe zu Sippe. Eine sog. natürliche Anlage dafür mag vorhanden sein, aber das, was uns zum Menschen macht ist unsere Künstlichkeit - und die macht uns einerseits moralisch, andererseits auch furchtbar (ignorant).
Verantwortung lassen die meisten tragen und motzen dann auch noch über die Leute, die dazu bereit sind. Wenn dann von Klimaschutz die Rede ist, heisst es meist: "Ich kann doch nix dafür!" (Eben doch!)

Was aber hat die Religion damit zu tun? Der eine kann sagen: "Gott will, dass wir mit allem und jedem in Harmonie leben." Und der andere sagt: "Gott will, dass wir uns ihm unterwerfen!" Und ein Dritter schliesslich: "Gott will, dass wir Krieg führen gegen die Ungläubigen!"
Aber was will Gott wirklich? Vielleicht will er das, was wir wollen... Die Religion ist ein _Werkzeug_. Sie abzuschaffen würde überhaupt nichts bringen. Wir würden einen anderen Grund (vielleicht noch mehr Gründe) finden uns gegenseitig die Köppe einzuschlagen.
Eine Welt ohne Religion wäre nicht besser. Sie wäre nur langweiliger.

LG
ich gehöre da dann wohl zu "keiner" und deinem Ethik-Lehrer aus der 11.Klasse.
Ich bin diesem moralischen Gesetz in so vielen Menschen/Gruppierungen begegnet, dass es für mich real geworden ist.
Es gibt kaum einen Menschen, der innerhalb von bestimmten Gruppen nicht dieses Gesetzt anwendet und Respekt und Moral den anderen Gruppenmitgliedern entgegenbringt.
das genannte *handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde* passt wohl besser in diesem Zusammenhang, denn das *moralischen Gesetz* an sich. ist ja nur ein Begriff, der noch viel mehr persönlich ausgelegt werden kann.
Fast allen Menschen wollen Gruppen dazugehören und legen sich (oft auch unbewuste) Werte, Normen und Regeln auf, die sie innerhalb der Gruppe befolgen, um Teil von ihr zu bleiben. Jeder tut nur das, was innerhalb der Gruppennorm liegt. Das ist meiner Meinung nach schon ein moralisches Gesetz, das scheinbar in jedem Menschen verankert liegt.
Man müßte die Gruppe *nur* auf die gesamte Weltbevölkerung erweitern und alles ist paletti.

Ich weiß, ich bin ein naiver Idealist, der seinen Träumen nachhängt, aber ich gebe die Hoffnung, solange ich lebe. hoffentlich nie auf.

achja, das topic,... wenn es theoretisch nur eine Weltreligion geben würde, könnte ich mich damit anfreunden.
Darum schafft alle Religionen ab und findet eine, in der sich alle Menschen zufrieden finden könnten und das Leben wird weiß Gott ( ) nicht langweilig.

lg
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