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@Vietor
Wieso, diese Umschreibung bringt es auch nicht weiter.
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| Die Religion/ der Glaube bringt vielen Menschen die fehlende *Farben* in ihr Leben. |
Letzten Endes doch wieder die angesprochene (Selbst)-Verantwortungsabgabe...
Gehst gerne um den heißen Brei herum? - Bis er abgekühlt ist, aber Aussitzen hilft da auch nichts...
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@vietor:
Ich weiss, was du meinst.
So wie ich es sehen (ich bin noch nicht ganz zufrieden damit, aber mir fällt auch noch nichts besseres ein) gibt es zwei Ebenen (mindestens!) - auf der einen herrscht die Macht des Schicksals und der Vorherbestimmung und auf der anderen die der Verantwortung für sein eigenes Handeln und die Konsequenzen (Ursache und Wirkung). Diese Ebenen zusammen wirken auf unser Leben ein und ja, das ist ein Widerspruch.
Wir hatten hier auch schon einen sehr interessanten Thread zum Thema Schicksal... "Jeder ist seines Schicksals Schmied" oderso, da wurde diskutiert wie weit Selbstverantwortung geht und wann das Schicksal anfängt.
Mir wäre es ehrlich gesagt lieber, es gäbe ein klares System von Ursache und Wirkung, so dass ich immer selbst bestimmen könnte, wie was wo und dann entsprechend Verantwortung übernehmen. Was aber, wenn mir einer mit 130km/h reinfährt und stirbt und ich nicht, soll ich da auch die Verantwortung für übernehmen? Hab ich den umgebracht? Es ist kaum zu glauben wie viele Menschen das unbewusst tatsächlich tun und den Rest ihres Lebens darunter leiden...
Es gibt da diesen Spruch: "Bete als ob alles von Gott abhängt, handle als ob alles von dir abhängt." (Also, auch die Gläubigen unter uns: Fahrt vorsichtig und haltet euch an die Geschwindigkeitsbegrenzungen!)
Eine Religion diente und dient dazu sich die Tatsachen zu erklären, die das Prinzip von Ursache und Wirkung nicht (oder unzureichend) erklären kann. Die Mythen und Geschichten verweisen auf eine Ebene, die der Verstand nicht erreichen kann... und ja, wir sind mehr als unser Verstand (obwohl ich grossen Respekt vor diesem habe). Manche aber nehmen diese Hinweise, Metaphern und Symbole wörtlich und zerren sie herunter auf die Ebene des Verstands, wo sie wirklich nicht hingehören.
Und so entsteht Fanatismus. Wer verstanden hat, worauf es ankommt, braucht keine Systeme mehr, keine Kirchen, keine Sekten, keine heiligen Schriften - er ist nicht mehr Christ oder Muslim odr Buddhist... er folgt seinem eigenen schmalen Weg, statt einfach eine dre grossen Strassen zu benutzen (was ja auch legitim ist).
Es gibt Menschen, die die Existenz dieser anderen Ebene negieren, weil sie zu sehr auf der rationalen Ebene verankert sind. (Es ist ihnen noch nichts passiert, was ihren Glauben an Selbstbestimmung stark hätten erschüttern können...) Diese werden auch die Notwendingkeit einer Religion nicht verstehen oder einsehen. Wie soll denn ein Farbenblinder verstehen, was Farben sind?
LG
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@Lisken
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| ...er folgt seinem eigenen schmalen Weg, statt einfach eine dre grossen Strassen zu benutzen (was ja auch legitim ist). |
ich fühle es eher andersrum
@positiv
Für mich hat der Wunsch nach Übersinnlichen und vielleicht auch übersinnlichen Kräften/Möglichkeiten nicht direkt mit Abgabe von Verantwortung zu tun, daher habe ich das auch noch mal zusätzlich aufgeführt.
Für mich ist dieser Zusatz wichtig.
Aber dennoch...
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| Gehst gerne um den heißen Brei herum? |
...hast du natürlich Recht, denn jeder Antwort auf wirklich wichtige Fragen sollte man immer ein *vielleicht* dazufügen.
lg
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@vietor:
Wie meinst du das mit dem andersrum?
LG
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@Lisken:
muss mich korrigieren, dachte du sprächst von Atheisten. Du meintest doch jedoch wohl fanatische Gläubige, da gebe ich dir recht und nehme meine Aussage zurück und stimme dir zu.
lg
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