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Hallo und guten Abend zusammen!
Selbstverständlich bringt der Glaube an Gott noch lange nicht ein gutes Leben, man muss sich schon zufrieden geben, dass das Leben etwas gehaltvoller wird. Ich deutete ja schon die Leere an, die im Materialismus ganz allgemein herrscht. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass der Einzelne durch seinen Gottglauben immer wie eine Eiche im Leben steht. Gotteszweifel rücken schneller und häufiger heran als man glaubt.
Schwankungen im Glauben an Gott oder sogar echte Gotteszweifel entstehen einerseits aus dem Geschehen, in dem man sich befindet, andererseits aber auch durch Anfechtungen, seien das harte Argumente von Freunden, seien es auch nur Schwankungen im persönlichen Befinden. Man wird selbst nie in gleicher Stärke an Gott denken.
Wichtig ist, dass man in seinem persönlichen Bewusstseinshintergrund über einen Anker verfügt, auf den man vertrauensvoll zurückgreifen kann. Dieses Vertrauen wächst, je besser und öfter man eine wohltuende Wirkung an sich wahrnehmen kann. Natürlich bei aller Vorsicht.
Vertrauen ist kein Beweis, aber eine starke Gewissheit. Ein Beispiel: Es gibt absolut keinen Beweis dafür, dass man den folgenden Morgen gesund und lebend erreicht, wenn man sich am Abend schlafen legt. Aber alle bisherigen, eigenen Erfahrungen und die Erfahrungen zahlloser anderer zeigen, dass man im vollkommenen Vertrauen auf die wohltuende Wirkung einer schönen Nachtruhe zu Bett gehen kann. Dieses Vertrauen grenzt fast an absolute Gewissheit.
So ist es auch mit Gott: es gibt keinen absoluten Beweis für ihn. Ein oder das Vertrauen an ihn kann aber zu einer fast absoluten Gewissheit werden, gleichültig ob man sich auf feine eigene Erfahrungen stützt, oder auf irgendwelche andere Erfahrungen.
Schöne gute Nacht. Das nächste Mal sprechen wir vielleicht darüber, warum Gotteszweifel oft auch geistig begründet sind.
reinwiel
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