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Nahtod-Erfahrungen und Jenseitsreisen












Gottessuche und Berufung

3. Monotheistische Religionen: Beim Judentum, dem Christentum und dem Islam handelt es sich um eine gestiftete Religion. Auch in ihrem Umfeld wird von außergewöhnlichen Erfahrungen berichtet: Apokryphe Schriften erzählen, wie Henoch und Jesaja ins Jenseits gereist sind. Von Mohammed heißt es, er sei eines Nachts nach Jerusalem gereist, und habe von dort aus eine Leiter zu den sieben Himmeln erklommen. Was die kanonischen Quellen oft nur andeuten, malen apokryphe Schriften mit schillernden Farben aus. Im Mittelalter ist es schließlich Papst Gregor selbst, der Berichte über Jenseitsreisen sammelt. Es handelt sich dabei um die Erlebnisse ganz gewöhnlicher Menschen, die krank oder schwer verletzt waren. Was sie erzählen, gleicht in vielerlei Hinsicht den zeitgenössischen Nahtod-Erfahrungen.
Die weitaus größte Bedeutung der Transzendenz-Erfahrungen liegt bei den monotheistischen Religionen jedoch nicht in ihrem Einfluß auf die Vorstellung vom Leben nach dem Tode. Es sind die Berufungserlebnisse der Religionsstifer Mose, Jesus, und Mohammed, die sich unter denkwürdigen Umständen ereignen. Auch die Wandlung des Apostel Paulus ist an ein sonderbares Ereignis geknüpft.

Am Anfang steht Mose. Der Begründer der israelitischen Religion findet seine Berufung zum religiösen und politischen Führer seines Volkes, während er am Berg Horeb seine Schafe weidet. Dort kommt es nach Auskunft des Alten Testaments zu einer außergewöhnlichen Begegnung:

"Mose aber weidete die Herde Jetros, seines Schwiegervaters, des Priesters von Midian. Und er trieb die Herde über die Wüste hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb. Da erschien ihm der Engel des HERRN (21) in einer Feuerflamme mitten aus einem Dornbusch. Und er sah (hin), und siehe der Dornbusch brannte im Feuer, und der Dornbusch wurde nicht verzehrt. Und Mose sagte (sich): Ich will doch hinzutreten und dieses große Gesicht (22) sehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt. Als aber der Herr sah, daß er herzutrat, um zu sehen, da rief ihm Gott mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: Mose! Mose! Er antwortete: Hier bin ich. Und er sprach: Tritt nicht näher heran, denn die Stätte, auf der du stehst, ist heiligen Boden! Dann sprach er: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhüllte Mose sein Gesicht, denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen."

Was im Alten Testament als äußere Erscheinung beschrieben wird, mag in Wirklichkeit eine innere Erfahrung Mose gewesen sein, die erst später in einem Dornbusch, "dingfest" gemacht wurde. Die lichte Erscheinung Gottes deutet dabei sehr deutlich auf ein Transzendenz-Erlebnis hin.

Nicht so einfach ist es bei Jesus. Seine erste Begegnung mit den religiösen Bewegungen seiner Zeit wird im Neuen Testament durch das Taufereignis beschrieben. Die ursprüngliche Erfahrung seiner Berufung schildern die synoptischen Evangelisten jedoch erst an späterer Stelle. Bei Matthäus heißt es dazu:

"Und nach sechs Tagen nimmt Jesus den Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, mit und führt sie abseits auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen umgestaltet. Und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, seine KLeider aber wurden weiß wie das Licht; und siehe, Mose und Elia erschienen ihnen und unterredeten sich mit ihm."

Die Begebenheit wird als Verklärung Jesu bezeichnet. Mit ihr soll eine Brücke in das Alte Testament geschlagen werden; das Neue Testament nennt sogar Zeugen für das Ereignis. Tatsächlich aber dürfte auch Jesu Berufungserfahrung ein inneres Erlebenis gewesen sein, eine Erfahrung von der er später erzählt haben muß. Bei Jesus handelt es sich freilich nicht wie bei Mose um einen religiösen Führer. Die Evangelienschreiber sehen ihn als den Messias der jüdischen Tradition und als Sohn Gottes. Zu seiner Legitimation erscheinen Gestalten des Alten Testaments, Zeugen werden zur Beglaubigung erwähnt.
Die Berufungserfahrung Jesu ist damit nach außen gekehrt, seine Erfahrung ist verobjektiviert worden. So erklärt sich auch der Versuch der Evangelisten, Jesus selbst als "weiß wie das Licht" zu beschreiben, während es tatsächlich wohl Jesus war, der einer lichten Erscheinung begegnet ist.

Einer der eifrigsten Verkünder des christlichen Glaubens war Paulus. Jesus selbst hatte dieser nie persönlich gekannt oder gesehen. Paulus berief sich stattdessen auf ein Erlebnis, das den einstigen Christenverfolger auf wundersame Weise verwandelte. In der Apostelgeschichte heißt es:

"Als er aber hinzog, geschah es daß er Damaskus nahte. Und plötzlich umstrahlt ihn ein Licht aus dem Himmel, und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Er aber sprach: Wer bist du, Herr? Er aber (sagte): Ich bin Jesus , den du verfolgst. Doch steh auf und geh in die Stadt, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst. Die Männer aber, die mit ihm des Weges zogen, standen sprachlos, da sie wohl die Stimme hörten, aber niemand sahen."

Auch hier dienen Außenstehende zur Beglaubigung des Ereignisses. Als Paulus später erneut von der Begebenheit erzählt, vertauscht er offenbar die Wahrnehmungen, die nur er gemacht hatte mit den Beobachtungen, die auch die umstehenden Personen machen konnten:

"Die aber bei mir waren, sahen zwar das Licht, aber die Stimme dessen, der mit mir redete, hörten sie nicht."

Wie schon bei Mose und Jesus darf man auch bei Paulus vermuten, daß es sich nicht um eine äußere Erscheinung gehandelt hat, wie anhand von Zeugen belegt werden sollte. Der spätere Völkerapostel scheint vielmehr eine tiefgreifende innere Veränderung erfahren zu haben.

Mohammed machte sich bereits in jungen Jahren Gedankenüber die religiöse und gesellschaftliche Situation seiner Zeit. Zur Meditation zog er sich in eine Höhle des Berges Hira zurück, wo er schließlich außergewöhnliche Erlebenisse hatte. In der Überlieferung des Al-Buchari heißt es:

"Die erste Offenbarung, die der Prothet erhielt, begann mit guten Traumgesichten im Schlaf; jeder Traum, den er sah, pflegte ihm so deutlich wie der Anbruch des Morgens zu kommen. Dann empfand er Liebe zur Einsamkeit und pflegte sich in die Höhle des Berges Hira zurückzuziehen, sich in ihr eine bestimmmte Anzahl von Nächten religiösen Übungen zu widmen, bevor er zu seiner Familie zurückkehrte...bis die Wahrheit zu ihm kam, während er in der Höhle des Hira war. Da kam der Engel zu ihm und sagte: Rezitiere! Er aber antwortete: Ich kann nicht rezitieren!"

Doch der Engel läßt nicht nach, und am Ende wird Mohammed gewaltsam zum Rezietieren genötigt. Von Furcht gepackt läßt er sich zu Hause einwickeln, bis sich sein Zustand gebessert hat. Später aber setzen sich die Offenbarungen aber fort:

"Während ich einherging, hörte ich eine Stimme vom Himmel; da blickte ich auf, und da saß der Engel, der auf dem Hira zu mir gekommen war, auf einem Thron zwischen Himmel und Erde. Da fürchtete ich mich vor ihm, kehrte zurück und sagte: Wickelt mich ein!"

Der Religionswissenschafler Helmuth von Glasenapp mutmaßt über die äußeren Umstände, die Mohammeds Eingebungen begleitet haben:

"Bei diesen Inspirationen unterlag er bestimmten körperlichen Zuständen. Er sank wie von einer Zentnerlast zu Boden geworfen auf die Erde nieder, ein Zittern befiel seine Glieder, Schweiß bedeckte seine Stirn, Schaum trat vor seinen Mund, und er glaubte ein Brummen oder ein anderes Geräusch zu hören. Während diese eigenartigen psychischen Erscheinungen ursprünglich ohne sein Zutung auftraten, scheint er in späterer Zeit in der Lage gewesen zu sein, sie willkürlich, wenn auch unterbewußt herbeiführen zu können."

Nicht zuletzt die Beschreibung Gottes in der 24. Sure läßt erahnen, welche Erfahrungen Mohammed letztlich gehabt haben könnten. Im 35. Vers heißt es:

"Allah ist das Licht der Himmel und der Erde. Sein Licht ist gleich einer Nische, in der sich eine Lampe befindet; die Lampe ist in einem Glase, und das Glas gleicht einem flimmernden Stern. Es wird angezündet von einem gesegneten Baum, einem Ölbaum, weder vom Osten noch vom Westen, dessen Öl fast leuchtete, auch wenn es kein Feuer berührte - Licht über Licht! Allah leitet zu seinem Licht, wen er will, und Allah macht Gleichnisse für die Menschen und Allah kennt alle Dinge."

Die Gleichsetzung von Gott und Licht ist charakteristisch für Schilderungen von Nahtod-Erlebnissen. Wenn bei Mohammed zudem von körperlichen Umständen die Rede ist, die seine Eingebungen begeleiten, dann liegt die Vermutung nahe, daß auch bei ihm eine Transzendenz-Erfahrung zugrundeliegt.
Offenbarung im Lichte Gottes

Eine Reihe von Anzeichen deuetet darauf hin, daß Mose, Jesus, Mohammed und Paulus eine Transzendenz-Erfahrung gemacht haben, in der sie die Berufung zu ihrem Handeln gefunden haben. Eine lichtvolle Begegnung, die sich anhand der Schriftquellen vermuten läßt, würde auch das religiöse Engagement und das charismatische Auftreten der besagten Personen verständlich machen. Bei zeitgenössischen Nahtod-Erfahrungen sind die Persönlichkeitsveränderung hinlänglich als aftereffects bekannt.
Die Stifter und Verkünder der drei monotheistischen Weltreligionen werden als Menschen beschrieben, die sich schon früh mit der gesellschaftlichen und religiösen Situtation beschäftigt haben. Während Mose, Jesus und Mohammed sich an Orte begeben haben, die der Versenkung dienen, erstreckte sich der Eifer des Paulus auf die Verfolgung Andersgläubiger. Schwere moralische Bedenken dürften sein Gewissen belastet haben, und vielleicht liegt der Auslöser für die vermutetet Transzendenz-Erfahrung in einer angespannten psychischen Situation. Dagegen dürfte die Berufung von Mose, Jesus und Mohammed in seiner Stunde intensiver Beschäftigung mit dem Glauben erfolgt sein.

Mit den monotheistischen Religionen erreichen Transzendenz-Erfahrungnen schließlich einen Einfluß, der kaum mehr zu steigern ist: Als Berufungserlebnis vermitteln sie den Glauben an den einen Gott. Eine deutlichere Spur ist kaum mehr vorstellbar, doch ihre Bedeutung hängt davon ab, welchen Stellenwert die Erfahrungen haben.
Eine reale Erfahrung?

Grundsätzlich stehen sich bei der Erklärung der Nah-Todeserfahrungen zwei gegensätzliche Positionen gegenüber:

Der subjektive Erklärungsansatz verleiht Nahtod-Erlebnissen den gleichen Rang wie Träumen, Halluzinationen und Illusionen. Sie werden als rein persönliche Erfahrungen betrachtet, als innere Erlebnisse, die keine wie auch immer geartete Verbindung zu einer transzendenten Wirklichkeit haben. Ein Hauptargument der subjektiven Erklärung ist die Verschiedenheit und die persönliche Prägung der Nah-Todeserfahrungen. Dadurch zeige sich, daß es sich hierbei um Ereignisse handle, die der Phantasie der betroffenen Personen entspringen.
Unterstützung erhält dieser Erklärungsversuch von zahlreichen Naturwissenschaflern, die ein materialistisches Weltbild vertreten. In diesem Rahmen, der heute der allgemein akzeptierte Ausgangspunkt für Forschung ist, kann es weder eine vom Körper unabhängige Seele noch transzendente Dinge wie Gott oder ein Leben nach dem Tode geben. Schon psychische Ereignisse, wie etwa alltägliche Wahrnehmungen oder moralische Bewertungen werden auf physikalische Ereignisse reduziert. Wo aber der menschliche Geist nur mehr aus Nervenregungen und Reflexen besteht, da bleibt kein Raum mehr für Gefühle und Eindrücke im eigentlichen Sinn, und erst recht unberechtigt ist dann die Annahme einer immateriellen Seele.

Der objektive Erklärungsansatz geht davon aus, daß die Menschen in Nahtod-Erlebnissen einer wie auch immer gearteten transzendenten Wirklichkeit begegnen und diese später in eigene Worte fassen. Jene sind dann vom persönlichen und soziokulturellen Lebenshintergrund geprägt. Vergleichbar ist diese Interpretation mit den abweichenden Beschreibungen von mehreren Personen, die eine weiße Statue durch jeweils andersfarbige Brillen betrachtet haben. Die tatsächliche vorhandene Figur erweist sich so als "gefärbt", nur ihre Struktur wird in etwa gleich beschrieben werden. Das Hauptargument der Befürworter einer objektiven Erklärung ist die auffallende Ähnlichkeit der verschiedenen Berichte, die sich in kulturübergreifender Übereinstimmung zeigt. Daß sich die besagten Erlebnisse besonders in Momenten körperlicher oder psychischer Krise zeigen, gilt als Anhaltspunkt für einen Mechanismus, der - spätestens - an der Schwelle des Todes einsetzt und eine Fortexistenz des Menschen einleitet.

Kaum bestritten ist der persönliche Einfluß auf eine Nahtod-Erfahrung: der subjektive Anteil. Dagegen wird vielfach bezweifelt, daß die besagten Erlebnisse auch einen objektiven Teil haben, eine transzendente Struktur, denen die jeweilige Person begegnet und die sich dabei in den Stationen des Erlebnisses zeigt. Aus naturwissenschaftlicher Sicht gibt es keine jenseitigen Wirklichkeiten, und so kann es sich bei Nah-Todeserfahrungen nur um Illusionen handeln, die vom Körper selbst hervorgerufen werden. In Krisenzeiten sollten die trostspendenden Erlebnisse dafür sorgen, daß sich die Belastung eines Menschen in Grenzen halten. Sollte es diesen Mechanismus tatsächlich geben, so müßte er schon sehr früh erworben und weitervererbt worden sein. Um das kulturübergreifende Auftreten von Nahtod-Erfahrungen zu erklären müßten diese bereits entstanden sein, bevor sich die menschliche Rasse über die Erde verteilt hat. An diesen Voraussetzungen bestehen jedoch erhebliche Zweifel: Zunächst müßten die trostspendenden Erlebnisse einen Überlebensvorteil für den Menschen dargestellt haben, um als eine Art Notfall-Reflex Eingang ins Erbgut gefunden zu haben. Dazu aber treten die besagten Erfahrungen zu selten auf. Außerdem verträgt sich ihr Inhalt nicht mit den religiösen Vorstellungen des frühen Menschen. Nach dem Tod erwartete dieser den Einzug seiner Seele in eine trostlose Unterwelt; seine Verehrung galt den zahlreichen Göttern und Mächten, die er hinter den Erscheinungen einer beseelten Natur vermutet. Nah-Todeserfahrungen handeln dagegen von paradiesischen Jenseitslandschaften und der Begegnung mit einem monotheistisch geprägten Lichtwesen. Wenn schon die Inhalte der Erlebenisse keinen Niederschlag im Glauben des frühen Menschen zeigen, dann haben sie umso weniger einen wichtigen Vorteil für sein Überleben bedeuten können.

Der naturwissenschaftliche Rahmen wird damit zur Erklärung der Nahtod-Erfahrungen zu eng. Ihre Herkunft und ihr Sinn läßt sich nicht einfach in den Bereich der Biologie verlagern. Die übereinstimmend berichteten Stationen der Erlebnisse lassen vielmehr die tatsächliche Begegnung mit einer transzendenten Wirklichkeit vermuten, mit einer Welt, die den Kern der menschlichen Existenz berührt. Dafür sind schon die beobachtbaren Nachwirkungen der Erfahrungen ein deutliches Zeichen. Nahtod-Erfahrungen sind eine einzigartige und von ihrer Natur her ungewöhnliche Begebenheit: Weil der persönliche Hintergrund das Erlebt bzw. seine Wiedererinnerung stark prägt, kann sich nicht von einem realen Erlebnis im üblichen Sinne gesprochen werden. Wegen des starken subjektiven Anteils sollte besser von einer teilrealistischen Erfahrung die Rede sein.
Die Bedeutung der Nah-Todeserfahrungen

Der Bezug auf eine transzendenteWirklichkeit verleiht den Transzendenz-Erfahrungen vor allem in zweierlei Hinsicht große Bedeutung:

Zum einen verweisen sie auf eine jenseitige Wirklichkeit, die den Sinn menschlichen Daseins berührt. Auch wenn die jeweiligen Schilderungen vom Lebenshintergrund der jeweiligen Person geprägt sind, so lassen sich doch die übereinstimmenden Stationen der Begegnung erkennen: Das Fortbestehen der persönlichen Identität, das Wiedersehen von Angehörigen, eine lebenswerte Heimat und die Begegnung mit einem lichtvoll beschriebenen Wesen.

Zum anderen haben sich Jenseitserfahrungen als Motor der religiösen Entwicklung offenbart: Ihr Auftreten und ihr Einfluß läßt sich anhand der religiösen Quellen ersehen, mit ihnen besitzen die verschiedenen Religionen ein gemeinsames Verbindungsstück zu transzendenten Wirklichkeiten. Jenseits- und Gottesvisionen können daher nicht länger als Illusionen abgetan werden. Ihr Ursprung ist vielmehr in einem allgemein-menschlichem Zugang zu transzendenten Wirklichkeiten zu suchen.

Mit Nahtod-Erfahrungen ist ein alter und treuer Begleiter des Menschen wiederentdeckt worden. Einst durch die aufkommenden Naturwissenschaften verdrängt, sind die sonderbaren Erlebnisse schließlich mit Hilfe der modernen Medizin erneut zum Vorschein gekommen. Auch wenn ihre Natur viele Fragen aufwirft, so werfen sie gleichwohl ein Licht auf zentrale Fragen menschlichen Lebens und stellen die Geschichte der Religionen in einen neuen Zusammenhang.
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