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Vielen Dank VanTast für deine Mühe! Du hast mir einige wichtige Hinweise gegeben, die mit letztlich sehr geholfen haben mich wirklich mit dem Traum auseinanderzusetzen.
Das Aufwachen war übrigens real, es gehört nicht zum Traum, aber merkwürdig genug, um hier Erwähnung zu finden.
Mein bester Freund und ich haben jetzt in mühevoller Kleinarbeit den Traum auseinanderklamüsert. Ich möchte die Ergebnisse niederschreiben, auch um Ordnung in meine eigenen Gedanken zu bringen.
Es geht um einen inneren Konflikt und einen äusseren, der äussere reflektiert den inneren.
Der äussere Konflikt:
Ich hatte diesen Traum kurz nach einem realen Streit mit einer guten Freundin. Es ging darum, dass mir ihre Kommentare zu meiner derzeitigen Lebenssituation in Mexiko dermassen auf den Keks gingen, dass ich am Ende völlig ausgerastet bin - aber erst nach dem Traum, bevor ich ihn hatte, war ich wie gelähmt (so wie bei diesem Typen) und dann hab ich zu hart zugeschlagen.
Statt mich mit ihr und ihren Ansichten (die mir zuwider sind) auseinanderzusetzen, bin ich kurz davor die Freundschaft (das Auto) zu sprengen.
So, und jetzt spielt da der innere Konflikt mit rein. Kampf der Giganten: Deutschland vs. Mexiko. Ich habe ein Problem mit der deutschen Gesellschaft, so wie ich ein Problem mit diesem Typen habe. Er denkt, mich besitzen zu können, nur weil er dieses Auto hat. Und ich habe Angst so wie dieser Typ zu werden, bzw. auch den Typen nehmen zu müssen, wenn ich das Auto will.
Statt mich also mit dem Typen auseinanderzusetzen (Lähmung), will ich meine Wut auf die Gesellschaft an seinem Auto auslassen. (Indem ich Geld und Prestige ablehne und asketisch lebe.) Das Auto hingegen steht nicht nur für Geld und Luxus, sondern auch für Freiheit, Unabhängigkeit, Kraft und Energie.
Ausserdem erwarte ich, dass mein Freund das Auto herschafft, anstatt es selbst zu holen (meine Blockade, ich sollte aktiver werden und selbst mehr tun, anstatt mich auf andere zu verlassen). Meine Mum aber sagt ganz richtig: spreng das Auto nicht, nimm es dir! Und sie verwendet (als schönes Detail) das Wort 'kurzschliessen', d.h. ich muss um das Auto zu haben gar nicht werden wie dieser Typ, ich muss es nicht kaufen, nicht den konsevativen, von anderen erwarteten Weg gehen. Ich kann mein Wissen und mein Geschick dazu verwenden um es mir einfach zu nehmen.
Ich bin blockiert, einerseits durch meine Passivität, andererseits durch meine Rebellion, die sich gegen das falsche Objekt richtet (und zum Teil zu meiner Passivität beiträgt) - nicht das Auto ist böse, sondern der Typ. Und mein Freund täte mir keinen Gefallen, wenn er mich unterstützen würde, das ist etwas, was ich selbst in die Hand nehmen muss. (Ob er das nun tut, indem er mich verspottet, spielt im Ergebnis keine Rolle, aber vielleicht verletzt es mich, dass ich denke, dass er mir das vielleicht nicht zutraut oder es lieber hätte, wenn ich von ihm abhängig wäre.)
Also angenehm ist mir das alles nicht. Aber es zeigt, dass es sich bisweilen lohnt mit seinen Träumen auseinanderzusetzen.
LG
Lisken
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