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Warum Gott Leid zulässt..












Nun ja, Gott wird doch auch als finaler Richter angesehen.
Anscheinend befindet sich ja sein Wirkungskreis sowieso mehr im Jenseits.
Nur: Wie jenseits ist eigentlich das Jenseits?

Astrella
Liebe Astrella,

frag das bitte diejenigen, die diesen Gott ins Jenseits stellen, hier im Jetzt, hat er seinen Platz offensichtlich verloren.. oder warum ist die Nächstenliebe, in Gott begründet, auf der Strecke geblieben? Sprüche in Grüßen helfen da auch nicht weiter, Handeln ist gefragt. Aber die praktischen Bekenntnisse, was bleibt da übrig außer Worthülsen und endlose Zitiererei von Bibelversen?

Würde Liebe gelebt, wäre dieses Heranziehen der Theorie und Kraftmacherei völlig überflüssig. Praktisches Leben benötigt keine Zitate, nur Aktivität und die Theorie geht in Praxis über!

Liebe Grüße alwin
Hast Du den Eindruck, dass Nächstenliebe nicht mehr so gefragt ist und dass es früher besser war?
Keine Ahnung, ich habe früher nicht gelebt. Vielleicht werden die "guten alten Zeiten" doch ein wenig verklärt von den älteren Generationen.
Ich habe aber beileibe nicht das Gefühl, daß die Generationen vor uns bessere Menschen waren.
Nächstenliebe trifft man auch heutzutage viel an - allerdings fühle ich mich von der Hilfsbedürftigkeit so vieler Menschen, die dank des Fernsehens bei uns ja praktisch im Wohnzimmer stehen, doch manchmal überfordert. Man wird roher in seinen Empfindungen, wenn man zuviel Leid mitbekommt.
In meinem täglichen Umfeld ist die Nächstenliebe nicht auf der Strecke geblieben. Und die Menschen sind nicht nur durch das Liebesgebot motiviert. Wenn man Menschen grundsätzlich mag, stellt sich die Frage gar nicht.
Astrella
Nun, ich denke schon, dass sich der Egoismus kontra Nächstenliebe breiter macht.

Rücksichtsnahme kennen doch viele mittlerweile nicht mehr, Hauptsache, der eigene Vorteil wird als erstes gewahrt.

Die Redewendung "der und der und ich.." ist teilweise verdreht in "ich und die Anderen...".
Hallo

Ich denke, dass viele Menschen an ihrem Leid selber schuld sind - nicht alle
aber viele. Ich kenne persönlich Menschen die alle Chancen gehabt hätten
etwas aus ihrem Leben zu machen, aber man kann nicht nur darüber sprechen,
sondern muss eben den "fetten Hintern" auch mal aus dem Stuhl
erheben und in die Hände spucken.

Ich muss ehrlich zugeben, früher mehr als Heute gespendet zu haben.
Nein, ich bin nicht egoistischer geworden, nur etwas reifer mit der Einsicht,
dass auch eine Spende von mir, an eine grosse Organisation auch nicht viel weiter hilft.
Ich habe an verschiedenen Orten auf der Welt Patenkinder die ich
finanziell unterstütze, aber mache ich das aus reiner Nächstenliebe
oder will ich nur mein Gewissen beruhigen...?

Und wenn ich auch mein gesamtes Vermögen verschenken würde - gäbe
es dann auf dieser Welt wirklich so viel weniger Leid?

Und wäre es nicht die Aufgabe von Gott dieses Leid zu mindern?
Will Gott es so, dass es Reiche und Arme gibt?
Will Gott, dass es Leid auf Erden gibt...?

Mit Grüssen Gralsbote
Forum -> Gott

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