Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Suche

Gotteszweifel












Zitat:
Jeder Mensch, der sich für diesen Weg entscheided, aus welcher Motivation heraus auch immer, wird seine guten Werke zurückerstattet bekommen, durch die Freude, die er den anderen Menschen gibt, durch den Trost den er spendet

Tut mir leid, aber DARAN glaube ich definitiv nicht mehr.
Wieso denn nicht, was ist die passiert, dass du daran nicht glauben kannst?
Ich erlebe es halt...
Ganz einfach die Lebenserfahrung.

Es gibt z. B. Menschen, die schlichtweg viel zu gutmütig sind, die helfen wo sie können, die nicht einmal "Nein" sagen können, weil sie denken, jedem anderen Hilfe und Unterstützung schuldig zu sein und einfach nicht anders können. Und diese Menschen bekommen letztendlich immer wieder nur einen Tritt in den A**** und werden gnadenlos untergebuttert. Ich kenne keinen einzigen Fall, wo das anders ist. Und deswegen gebe ich nichts darauf, daß die eigenen guten Taten zu einem zurückkommen. Eher im Gegenteil.
Guten Abend Nori und HCL1,
ich finde Eure Meinungen und auch Eure Lebenserfahrungen sehr interessant. Es ist aber deutlich zu spüren: Nori hat bereits positive Erfahrungen gemacht, HCL1 eher nicht, auch wenn er sich scheinbar an anderen orientiert. Bei seinem Kommentar hätte ich vermutet, er würde sagen, meine Cousine lebte richtig, er will auch so leben, weil es klar ist, dass ein Glaube nutzlos ist.
Ich finde aber auch, dass Glaube viel bringt. Man muss nur sehen, es werden alle Menschen schamlos ausgenützt, nicht nur jene, die aus unerklärlichen Gründen alles geben. Und Undank ist immer der Lohn der Welt, bei allen.
Wenn Menschen in der Lage sind, echt aufopfernd und selbstlos zu leben, dann ist das eine Tugend oder eine Anlage, die sie schon bei der Geburt einfach mitbringen. Wir übrigen haben das nicht.
Es diesen Menschen gleich zu tun ist sicherlich nicht erforderlich.
Aber was wir unterstützen können, ist, dass wir uns von Innen her immer wieder aufbauen. Beim Kick, beim Aufputsch kommt etwas von außen. Diese Aufmunterung ist schnell vorbei und viele junge Leute ziehen sozusagen mit Zerstörungswut durch die Gegend, bloß um etwas Aufregendes zu erleben. Natürlich spielt meist auch eine triste Lebenssituation mit herein, aber das ist nur Teil des Ganzen.
Wenn du etwas angehst, dann mach es nicht wegen einer Anerkennung oder eines Dankes wegen. Die Anerkennung für deine Arbeit bekommst du als Lohneentgelt vom Arbeitgeber. Der sagt nicht danke für deine Arbeit.
Was wichtig ist, ist vielmehr deine Laune, mit der du bei der Sache bist. Und ich denke schon, dass du hier kostenlos geben kannst und ebenso vielfach zurück bekommst. Gute Laune, Freundlichkeit, das Lächeln und die Sympathie anderer. Ist doch etwas, nicht wahr?
Gotteszweifel, Lebensunlust und noch viel mehr liegen auf einer Ebene.
Ich hoffe, dass mein Poster nicht zu lang war.
Grüße, reinwiel
Habe ich die Frage richtig verstanden: Ist der Glaube an Gott eine notwendige Voraussetzung um ein, sagen wir, tugendhaftes und Sinn-volles Leben zu führen? Antwort: Nein.
Es lässt sich hinten und vorne widerlegen: Einerseits gibt es Atheisten, die ein solches Leben auch ohne den Glauben an Gott (oder eine höhere Macht im allgemeinen, ist wirklich egal, ob man sie "die heilige Banane" nennt..) zu führen vermögen. Andererseits gibt es Menschen, die sehr wohl an Gott glauben und trotzdem in Depressionen versinken.
Der Glaube an Gott _kann_ Menschen motivieren, sozialisieren, erfolgreich machen, er _muss_ es aber nicht. Dafür gibt es zu vieles, an das sich ein Mensch festhalten kann - Geld zum Beispiel ist ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Der Glaube an den Zufall, der in dieser unserer Zeit überall grassiert, ist auch eine Art Glaube, ob er sinnvoller oder sinnloser ist als der Glaube an Gott? Ich glaub auch an Gott, eben weil mir das mit dem Zufall so unsinnig erscheint. Das muss anderen aber nicht so gehen.
(Nur ist der Zufall auch so eine Art Gott. Und _das_ sehen sie wenigsten Atheisten ein. Ergo wäre es konsequenter gleich an Gott zu glauben, statt einen anderen Begriff vorzuschieben für das, was in unser Leben eingreift und was wir uns nicht erklären können.)

Ich glaube, deine Cousine hat heimlich doch an Gott geglaubt und fühlte sich von ihm in Stich gelassen. Dem Zufall kann man schlecht Vorwürfe machen... doch wer keine Erwartungen hat, der kann auch nicht enttäuscht werden. Sie aber wurde enttäuscht. Was hat sie also von wem erwartet?
Gott ist nicht gerecht und der Zufall ist es noch weniger.

LG
Lisken
Forum -> Gott

Zurück  
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10  Weiter
Ähnliche Themen
Echte Gotteszweifel