|
|
|
Hallo Lisken!
Natürlich ist ein Glaube an Gott keine Voraussetzung für ein gutes Leben, habe ich ja auch nicht behauptet!
Aber Gott kann einfach helfen, wenn wir ihn anerkennen...und das ist schon eine tolle Sache!
Auch gebe ich dir recht, was man den Leuten gibt, das kann man auch zurückbekommen. ich hab das mal ausprobiert, dass ich in der U-Bahn gefahren bin und die Leute, die mir gegenüber gesessen sind oder in der Nähe waren, einfach offen und freundlich angelächelt habe und viele-zu meinem erstaunen eigentlich-haben zurückgelächelt! Das war eine sehr schöne Erfahrung, auch wenn es nur ein läppisches Beispiel dafür ist, was man tun könnte!
Gute Nacht an alle!
Nori
|
|
|
|
Hallo und guten Abend zusammen!
Selbstverständlich bringt der Glaube an Gott noch lange nicht ein gutes Leben, man muss sich schon zufrieden geben, dass das Leben etwas gehaltvoller wird. Ich deutete ja schon die Leere an, die im Materialismus ganz allgemein herrscht. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass der Einzelne durch seinen Gottglauben immer wie eine Eiche im Leben steht. Gotteszweifel rücken schneller und häufiger heran als man glaubt.
Schwankungen im Glauben an Gott oder sogar echte Gotteszweifel entstehen einerseits aus dem Geschehen, in dem man sich befindet, andererseits aber auch durch Anfechtungen, seien das harte Argumente von Freunden, seien es auch nur Schwankungen im persönlichen Befinden. Man wird selbst nie in gleicher Stärke an Gott denken.
Wichtig ist, dass man in seinem persönlichen Bewusstseinshintergrund über einen Anker verfügt, auf den man vertrauensvoll zurückgreifen kann. Dieses Vertrauen wächst, je besser und öfter man eine wohltuende Wirkung an sich wahrnehmen kann. Natürlich bei aller Vorsicht.
Vertrauen ist kein Beweis, aber eine starke Gewissheit. Ein Beispiel: Es gibt absolut keinen Beweis dafür, dass man den folgenden Morgen gesund und lebend erreicht, wenn man sich am Abend schlafen legt. Aber alle bisherigen, eigenen Erfahrungen und die Erfahrungen zahlloser anderer zeigen, dass man im vollkommenen Vertrauen auf die wohltuende Wirkung einer schönen Nachtruhe zu Bett gehen kann. Dieses Vertrauen grenzt fast an absolute Gewissheit.
So ist es auch mit Gott: es gibt keinen absoluten Beweis für ihn. Ein oder das Vertrauen an ihn kann aber zu einer fast absoluten Gewissheit werden, gleichültig ob man sich auf feine eigene Erfahrungen stützt, oder auf irgendwelche andere Erfahrungen.
Schöne gute Nacht. Das nächste Mal sprechen wir vielleicht darüber, warum Gotteszweifel oft auch geistig begründet sind.
reinwiel
|
|
|
|
Hm, der Glaube an Gott ist doch nicht etwas, für das man sich rational entscheidet oder nicht.
Es ist eine Empfindung, wie die Liebe.
Ich habe auch früher fest und inbrünstig geglaubt.
Aber dass ich glücklicher war? Nö.
Aber das spielt auch eine eher untergeordnete Rolle.
Ich liebe ja auch nicht, damit ich glücklicher bin.
Ich kann sehr wohl ein ausgeglichenes, sinnvolles und moralisch integres Leben führen ohne Religion.
Der Glaube an Gott fehlt mir soviel wie der Glaube an den Weihnachtsmann, um es mal schroff auszudrücken: Etwas Vertrautes ist verlorengegangen, ein bißchen Wehmut ist dabei, aber alles das ist kein Argument, wieder zu glauben.
Religion entzieht sich einfach meiner Überzeugung.
Und vor allem - meinem Gefühl.
Astrella
|
|
|
|
Hallo gläubige und nichtgläubige.
Ein heikles Thema.
Ich bin Freidenker, achte jedoch sehr auf die ethischen Grundsätzen von Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Gewaltverzicht.
Für mich ist die Liebe die wahre Religion.
Ich muss zugeben, ich bin Materialist, bin von materiellen Gütern umgeben
von denen andere nur träumen können und habe genug Geld auf der hohen Kante so,
dass ich mein ganzes Leben nicht mehr arbeiten muss.
Bin ich desswegen ein schlechter Mensch...?
Ich glaube es kommt nicht darauf an an was man glaubt,
sondern wie man den Mitmenschen begegnet.
Mit lieben Grüssen Gralsbote
|
|
|
|
Ich wünsche einen schönen guten Abend!
Zur Ratio: Ich glaube, man wird seine eigenen Gotteszweifel immer begründen, und das oft mit harten, rationellen Argumenten. So gesehen spielt reine Vernunft und Logik eine nicht unbedeutende Rolle.
Und doch ist es auch richtig, dass der Bezug zu Gott sehr mit dem Gefühl zu tun hat, sei es im Unglauben, sei es im Glauben an ihn.
Die Gefühlswelt, die persönliche Neigung, alle Erfahrungen, die augenblickliche Stimmung und Lebenssituation - alles spielt eine Rolle wenn es darum geht, wieso und warum man gerade in einer bestimmten Einstellung zu Gott lebt.
Vom Thema her geht es mir darum, den Blick dafür zu schärfen, welche Wirkungen der Glaube an Gott und somit der Glaube schlechthin
auslösen kann. Ebenso der Gotteszweifel oder Unglaube.
Wenn man Schicksal einbezieht, kann man im persönlichen Bereich nur sehr schwer Unterschiede feststellen: Ungläubige können höchst erfolgreich, gesund und moralisch leben doch Gläubige ebenso. Und persönliche Verzweiflung kommt auch immer vor. Es gibt aber einen Unterschied: Gläubige Menschen beten leichter, fühlen leichter einen unsichtbaren Trost und vertrauen leichter darauf, dass Gott hilft. Ist das nicht ein gewaltiger Vorteil?
In soziologischen Zusammenhängen wird man, wie bereits erwähnt, bei Glaubenslosigkeit oder schwachem Glauben sehen, wie Fanatismus hier und Aggressionen dort um sich greifen. Und das nicht nur, wenn die äußeren Umstände verheerend sind.
Zuletzt geht die Wirkung der Glaubenseinstellung aber auch ins Übersinnliche. Das zu denken fällt sicher vielen schwer. Aber es gibt gestaltende Felder, die vom Glauben, vom Denken und Tun
beeinflusst werden. Es bilden sich lichte, gute Umgebungen, aber auch dunkle, nach unten treibende, unsichtbare Kräfte.
Ich bin eher für das Gute, das Wahre. Gute Nacht
reinwiel
|
|
|