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Gotteszweifel












P.S.
Was das andere angeht: man muss schon aufpassen, vor welche "Säue" man seine Perlen wirft. Aber wenns die richtigen sind, kommen die schon zurückgeflogen (die Perlen, nicht die Säue...)
Guten Morgen zusammen!

Also Lisken, deine Betrachtungsweise ist auch sehr interessant- ich wäre nie auf die Idee gekommen, den Glauben an einen Zufall mit dem Glauben an Gott zu vergleichen!
Aber du hast recht, in gewisser Weise sind die wohl beide sehr ähnlich!

Nur, Geld mag zwar etwas sein, woran man sich eine Zeit lang festhalten kann, nur was passiert, wenn du das Geld plötzlich verlierst? Deine finanzielle Lage ist miserabel und dein "Glaube", das woran du dich festgehalten hast, auch! Gott oder der Zufall, sie sind immer da, ganz egal, was du tust und was passiert!
Ich meine klar, den Glauben an Gott kann man verlieren, aber dennoch ist Gott da.
Versteht ihr was ich meine? Das materielle Dinge einfach nicht gleichwertig sein können!

Und was das mit den Perlen betrifft. Natürlich muss man aufpassen, dass man nicht zu viel von sich selbst gibt, aber das ist ein Gleichgewicht, das man erlernen muss und ich denke, das kann man lernen, auch wenn es vielleicht Opfer erfordert!
Hallo!
Ich freue mich über den regen Gedankenaustausch.
Mit der Zufall-Philosophie glauben sehr viele Leute der Weisheit letzten Schulss gefunden zu haben. Der Zufall und die Natur, die beide alles Leben hervorgebracht haben, ist heute immer im Gebrauch, um nicht Gott erwähnen zu müssen. Es ist im Grunde der moderne Ersatzglaube, ja sogar eine Religion. Es ist die Philosophie des Materialismus.

Das Leben meiner Cousine ohne Gott ist nur ein Beispiel, an dem man die negativen Wirkungen gut wahrnehmen konnte. Bei ihrem Bruder konnte man das nicht. Er war praktischer Arzt, der bei seinen Patienten sehr beliebt war. Er war lebensfroh und mitteilsam. Die tieferen Stufen des Unglaubens waren nicht zu erkennen bis auf das, dass er sich in seinem Unglauben wohl fühlte. Nein, meine Cousine und er glaubten ganz sauber und ehrlich nicht an einen Gott.

Dass der massive Gotteszweifel, das Gottlose, das große Loch, die innere Leere keinen Aufschwung verleiht, ist oft nur dann zu spüren, wenn man feinfühlig ist und deshalb versteht, weshalb so viele Menschen an Langeweile leiden und einen Ausweg in Aggressivität oder im Suff suchen.

Viele soziale Probleme entstehen daher auch aus der Glaubenslosigkeit, obwohl natürlich die äußere triste Lage ebenfalls ausschlagebend ist. Aber ich spüre die Tristesse, die in jeder Argumentation liegt, dass Glaube und damit der Glaube an Gott oder irgendetwas Höheres nutzlos sei. Irgendwie versperrt man sich selbst den Aufwind.

Natürlich ist es so, dass auch gläubige Menschen in Probleme schlittern und depressiv werden. Ich selbst habe das auch mitgemacht. Aber das seelische Herausfinden aus so einer Lage wird durch Gottgläubigkeit doch ganz ganz wesentlich unterstützt. Der Gotteszweifel schiebt diese Wirkung weit zurück. Ist doch so?
Genug für heute. Ich wünsche Euch viel Aufwind.
reinwiel
Also ich stimme dir eindeutig zu, reinwiel, dass Glaube viel hilft, einem aus Problemen und Depressionen herauszuhelfen.
Leider oder vielleicht auch Gott sei Dank, merke ich das im Moment selbst an meinem Leben. Ich hatte in den letzten Monaten viele Erlebnisse, die mein Leben sehr kompliziert gemacht haben, aber durch meinen Glauben an Gott, der sich in dieser Zeit sehr gefestigt hat und dch Beten, finde ich immer wieder Kraft und Mut.

Manche mögen zwar sagen, dass es Einbildung ist- Gott und dass beten Kraft gibt. Aber für mich, weil ich das erleben darf, ist es Realität und ich bin dankbar dafür.

Glaube an eine höhere Macht, mag es jetzt Gott, der Zufall oder die Heilige Banane sein, zeigen dem Menschen außerdem, dass er nicht das Höchste überhaupt ist und diese Erkenntnis nimmt ihm vielleicht ein wenig von seiner Arroganz, die er gegenüber anderen Menschen und den anderen Geschöpfen dieser Welt empfindet. Ich denke, wenn Menschen das wirklich verstehen, dass sich viele Probleme nicht ergeben, da es zum nachdenken anregt!
Was meint ihr? Wünsche auch einen schönen Abend!

LG Nori
Ich gebe euch recht. Mir hat der Glaube daran, dass da etwas ist, das mich trägt, in schweren Zeiten sehr geholfen. Es hat viel mit Demut zu tun, einer Tugend, welche die meisten Menschen heute missverstehen oder gar nicht verstehen.
Ich bleibe aber dabei: es ist keine notwendige Voraussetzung um ein "gutes" Leben zu führen. Nur dass man wohl gewisse Tiefen der Ungewissheit vermeidet, wenn man Glauben ablehnt, das ist wohl wahr. Aber so bleibt man immer an der Oberfläche - wo es sich auch gut leben lässt, wenn man Glück hat.
Meistens sind es wohl Menschen, denen tiefes Leid widerfährt, die auf diese Tiefen stossen und dann gibt es zwei Möglichkeiten: entweder man sieht dem Mysterium ins Gesicht und hat die Chance weise zu werden oder man lehnt es ab und zerbricht an seinem Leid.
Ich glaube, dass jeder Mensch hier auf der Erde eine Aufgabe hat, einen Weg - und um den zu gehen, muss er bestimmte Erfahrungen machen. Und dann gibt e da Alternativen, d.h. ist der Mensch bereit von sich aus und freiwillig die Erfahrung zuzulassen und zu spüren, dann passiert ihm oft nicht viel. Lehnt er aber die Erfahrung ab, kommt es zu einem Wiederholungskreislauf: sie begegnet ihm immer und immer wieder auf den verschiedensten Ebenen (bis hin zur physischen, was wir dann Krankheit nennen) und zwar solange, bis er "daraus lernt" (was es vielleicht nicht ganz trifft, aber um der Kürze willen).

Und was die Perlen und die Säue angeht, da gilt das Gesetz der Korrespondenz: was man nach aussen ausstrahlt, das kommt auch zurück. Ich merke das immer an meinen verschiedenen Tagen: wenn es mir gut geht und ich freundlich und kraftvoll auf andere zugehe, kommt diese Freundlichkeit auch zurück. Wenn es mir mal nicht so gut geht, fühlen sich meine Mitmenschen durch mein Verhalten verunsichert und reagieren distanziert und abweisend.

LG
Lisken
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