|
|
|
| Zitat: |
| Nun Du vergleichst Gott mit Zeit, und sich beides verdinglicht hätte, was doch dann zu der Frage nach Dir selber führt. Wie kommt unsere Spezie zu diesem Konzept? |
Ich glaube es liegt in der Natur unserer Sprach, den sie ist im Prinzip wenn wir ehrlich sind das Werkzeug eines Affen. Das ist jetzt nicht wertend gemeint, sondern ich will nur damit sagen, dass Sprache nicht unbedingt dazu geeignet ist über Metaphysische Konzepte zu reden ohne das etwas von ihnen verloren geht. Sprache ist das Symbolsystem eines Affen 'gemacht' für die Kommunikation über die physische Welt und deswegen reduzieren wir auch allzu gerne ein Konzept wie Zeit, das nichts dingliches hat auf ein Ding, was man haben oder verlieren kann. Und ich glaube so ähnlich ist es mit Gott geschehen, anfangs intuitiv erfahren vielleicht ein Konzept, dass in den Überlieferungen immer mehr zum Ding wurde und nachher fast schon menschlich. Manche Sachen kann man nicht beschreiben, die muss man erleben, bei Gott hats trotzdem jemand versucht.
| Zitat: |
| Und wenn sowohl Gott als auch Zeit nichts ist, was sich greifen lässt, dann hat sich doch das Bewusstsein dafür im Dunkel der Erinnerung verloren. Sonst würden wir ja nicht nach uns selber suchen… |
So ähnlich würde ich es verwirren. Der Geist ist sein anfangsloser Zeit verwirrt und versucht sich selber zu erkennen.
Ab jetzt wird es einsilbig
| Zitat: |
| Was bewirkt, dass Dein Leib, der Planet und das Universen zusammenhalten und nicht in eine Häufchen Asche zusammenfallen? |
Geist.
| Zitat: |
Was bewirkt, dass Du zu Dir selber hältst?
|
Mein dummes Ego, dass sich für real und wichtig hält. Vollpfosten.
| Zitat: |
Was ist Materie, wenn sie noch ungeboren ist?
|
Materie kodiert Information, Geist.
| Zitat: |
Was ist vor der Zeit?
|
Sein. Zeit existiert nur aus unserer drei dimensionalen Perspektive.
| Zitat: |
Wann kommst Du ins Spiel und ins W-ort?
|
Wenn ich das nur wüsste. Irgendwann. Egal, hier bin ich. Ich glaube so genau habe ich die Frage nicht erfasst, fürchte ich.
| Zitat: |
Wenn Du zu Gott keine Vorstellung – also kein Begreifen hast – bleibt es dann nicht aus, dass sich im Wort nicht das Gefühl dafür finden lässt, sondern nur in Deinem Innersten – Jenseits des Leibes als Deiner ZeitRaumEinheit?
|
Abgesehen das ich nicht unbedingt zu dem Begriff Gott tendiere, weil er so überbelegt mit Bedeutungen und Assoziationen, ja letztendlich Wahrheit kann man nur erlangen indem man den Blick nach innen wendet, der Geist sich selber betrachtet und erkennt.
| Zitat: |
| Zeit ist auch ein Synonym für Luft-Haben und damit mehr geistig weiten Spiel-Raum für sich. Schliesslich nennst Du Dich doch nicht ohne tieferen Sinn dafür _Leer_ - oder? |
Leer, weil ich als Buddhist davon ausgehe, dass alles an sich leer ist und nicht aus sich selber existiert, keine festen Konstanten Eigenschaften hat. Wie Licht, dass man durch ein Prisma leitet sich in das Farbspektrum aufspaltet. Wenn ich mir eine Farbe herausnehme würde ich sie als leer bezeichnen, denn es gibt kein Rot z.B. an sich.
| Zitat: |
| Wenn Dir meine Fragen idiotisch erscheinen und Dir nichts sagen, so kannst Du diese gerne so stehen lassen. |
Eine dumme Frage ist immer noch besser als keine Frage. Ich finde Fragen immer gut, das zwingt mich jedes mal mein Grundsätze aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Ich fande Deine fragen erhellend, ich hoffe Du kannst was mit meinen Antworten anfangen.
| Zitat: |
| Was soll denn gottgleich sein? Was ist denn Gott überhaupt? Wenn du auf eine religiöse Definition anspielen solltest, - was ich mir zugegebenerweise nch nicht vorstllen kann -, dann bitte. |
Naja, so das allgemeinste was Du Dir unter einem Gott vorstellen kannst. Einfach nicht irdisch. Ich hab da jetzt sicher nicht Gevatter Zeus auf seinem Thron im Hinterkopf Eher was nicht materielles, aber das soll mich auch nicht weiter kümmern, ich bin ja hier und nicht dort.
| Zitat: |
| Ansonsten, wo soll etwas sein, was es nicht gibt? Außer, in der Vorstellungskraft des Menschen... |
Unser Universum erstreckt sich auf sicherlich mehr als 3,4 Dimensionen. Gemessen an dem was es wahrscheinlich gibt, allein in unseren drei Dimensionen nehmen wir nur einen Bruchteil wahr, da ist noch jede Menge Platz für die wundervollsten Dinge.
|
|
|
|
@Leer
Dein Sinn für Humor, sehr erfrischend! - Klar, der Rest auch, aber das sei mal gesagt!
|
|
|
|
Danke, ich find es auch ziemlich lustig, so im allgemeinen hier...auf Erden. So ne Art Galgenhumor vielleicht
|
|
|
|
| Welch "himmlicher" Sarkasmus! *lol*
|
|
|
|
Leer, wenn du Buddhist bist, steht das Leiden in der vier Lehren des Buddhismus an erster Stelle. Das Leiden kann nur durch Erreichen der Erleuchtung aufgehoben werden.
Das ist auch nicht gerade fröhlich, finde ich...
Die Vier Edlen Wahrheiten - Das buddhistische Glaubensbekenntnis
1. die Wahrheit vom Leiden (Duhkha)
Zu Leben bedeutet zu leiden; wollen, was man nicht bekommen kann; bekommen, was man nicht will;
die fünf Gruppen des Anhaftens (Skandha)
Leiden (Duhkha) entsteht aus: Gier (Trishna), Begehren/Hass und Verblendung bzw. Unkenntnis.
2. die Wahrheit von der Entstehung (Samudaya) des Leidens
Ursache des Leidens ist Begehren und Unwissen (der Vier Wahrheiten).
3. die Wahrheit von der Aufhebung (Nirodha) des Leidens
Sobald man nicht mehr begehrt/anhaftet, gibt es kein Leid mehr.
4. die Wahrheit vom Weg, der zur Aufhebung des Leidens führt
Das Mittel zur Befreiung vom Leiden ist der Achtfache Pfad oder Weg.
Nicht-Kenntnis der Vier Wahrheiten ist Nicht-Wissen (Avidya).
Quelle: gungfu.de
Das nur so als Hinweis, als ob alles andere fröhlicher wäre als das Christentum. Mitnichten.
Jade
|
|
|