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Religiöse Diktatoren












Grüss Dich maxentius.
maxentius hat folgendes geschrieben:
Es gibt viele Themen und Vorstellungen über ein Leben nach dem Tod. Ganze Religionen und Lebensschulen wurden ins Leben gerufen um die Menscheit im Diesseits für ein vermutetes Leben nach dem Tod vorzubereiten.
einerseits dies, anderseits auch um die Menschen dazu zu bringen, Dinge zu tun die ihnen nicht direkt von Nutzen sind.
Dadurch entstanden mit der Zeit auch die Forschung in diversen Gebieten, denn die Behauptungen der religiösen Diktatoren und Herrscher der kleinen Menschengruppen haben auf die Länge nicht mehr befriedigt und man begann anzuzweifeln, was sie behaupteten.

maxentius hat folgendes geschrieben:
Unzählige Generationen haben danach gestrebt möglichst gottgefällig zu leben oder möglichst so, dass man ein gutes Karma bekommt.
Nicht immer war das Karma der Motor, es gab ganz andere Modelle des Zusammenseins. Die Philosophie ähnelte manchmal der eines Insektenstaates, mit dem Unterschied, dass bei Insekten die Frauen Königinnen sind und den ganzen Nachwuchs regeln, während die Menschen die Männchen zur unbeschränkten Erzeugung von Nachwuchs hätten. theoretisch!

maxentius hat folgendes geschrieben:
Doch was, wenn nur alles ein Haschen nach dem Wind ist?
Ja was denn dann? Was hat einer verloren, welcher sein Leben in christlichem oder buddhistischen oder taoistischen oder nihilistischen Sinne zum Wohle der ihn umgebenden Gemeinschaft eingesetzt hat?
Vielleicht sogar sich aufgeopfert hat?
Immerhin meint er mindestens subjektiv, sein Leben habe einen Sinn gehabt, warum ihm diese Freude und Zufriedenheit nehmen? Was stört es mich, wenn jemand in einem falschen Glauben sich für andere aufopfert? Ich kann ihm keinen richtigen Glauben anbieten, den muss der für sich selber schon selber finden.

maxentius hat folgendes geschrieben:
Was, wenn es zwar das ewige Leben im Sinne eines Lebenszyklus gibt aber kein ewiges Leben für die einzelnen Lebewesen, die auf diesem Zyklus wandern?
Ja, was ist wenn die Phantasien und Erinnerungen an frühere Inkarnationen reine Kunstgebilde sind auf elektrochemischem Niveau?
Wenn sie einem geholfen haben die Langeweile seines Daseins zu ertragen, wenn sie geholfen haben seine Ängste zu nehmen, wenn sie geholfen haben seine Neurosen zu lösen ist das für mich hinlänglich, sie einfach als hilfreiche Vorstellungen stehen zu lassen.

maxentius hat folgendes geschrieben:
Könnte der Sinn und Zweck der Fortpflanzung nicht gerade sein, dass wir unsere Gene und Erfahrungen wie in einem Staffetenlauf dem nächsten übergeben bevor wir für ewig abtreten?
Jedenfalls nicht ohne an dem Staffettenstab unsere Spuren zu hinterlassen, und wenn sie minimal sind: Wir haben überlebt bis wir das Genom weiterreichen konnten und aus biologischer Sicht ist damit der Zweck des Lebens erfüllt, wenn wir unseren Sprössling auch bis dahin begleitet haben, von wo aus der ohne uns nicht den tödlichen Kräften der Umgebung ausgesetzt ist sondern sich selbst behaupten kann. Falls das der einzige Sinn des Lebens ist war meins vollkommen sinnlos.
Wem das genügt und wer damit zufrieden ist möge das sein und sich um die Verrückten welche ihre Seele pflegen so wenig kümmern, wie die verrückten Seelenpfleger sich um die BigMac-verzehrenden Opfer der Webung kümmern, welche in ihrem Konsumrausch vergessen haben dass es neben sinnlicher Lust auch noch eine geistige Wachstumsmöglichkeit gibt.

maxentius hat folgendes geschrieben:
Könnte es nicht sein, dass man nach dem Sterben tatsächlich auch tot ist?
Das ist sogar so definiert, allerdings besteht die Variante, dass "Leben" als Gemeinschaftsprojekt einer unsterblichen Variante des Ichs mit der sterblichen körperlichen Variante desselben Ichs darstelle. Die Idee "Ich" und der Körper "Ich" finden zu einander und trennen sich wieder.

maxentius hat folgendes geschrieben:
Die meisten Lebewesen tun sich schwer sich den Tod vorzustellen, da sie sich das NICHTS nicht vorstellen können.
Wollen sie wohl auch nicht unbedingt, sich als NICHTS vorstellen. Ich kann mir schon vorstellen dass Ich ein Ende habe ohne Wiederkehr, aber das finde ich gegenüber einem Ende als Übertritt in eine andere Ebene des Seins eben langweilig, einfach krepieren und aus und schluss.
Ich mag es lieber mit Fortsetzung.

maxentius hat folgendes geschrieben:
Höher entwickelte Lebewesen erfinden dann sogar Religionen um sich der Problematik mit der Auseinandersetzung mit dem Tod auf kreative Art und Weise anzunehmen.
Also, für "Erfindungen" in diesem Bereich bedarf es eines großen Abstraktionsvermögens. Dieses hat mit der Religion begonnen, nämlich mit der Ausübung von Ritualen zwecks Förderung des Jagderfolgs.
Später wurden auch Ernte, Aussaat und alle möglichen Dinge rituell gesegnet und zwar unter Anrufung jener Mächte, welche niemand beherrschte, also des Feuers, des Wassers, der Luft und der Erde und man hatte früh gemerkt, dass es auch noch eine Kraft geben könnte, welche die anderen beherrscht.
So haben die erwachenden Bewusstseine begonnen Geschichte zu machen, Gebiete ihr Eigen zu nennen, Kriege zu führen und so weiter und so fort.
Die Ahnen hat man als Götter gewürdigt vielerorts und interessant ist, dass z.B. Elefanten auf ihren Weiderouten große Umwege machen, um jene Plätze zu besuchen, an denen Vorfahren von ihnen gestorben sind.
Ausserdem gehen sie zum Sterben von der Herde weg und mancherorts gibt es richtige Elefantenfriedhöfe, welche nicht durch menschliche Abschlachterei der klugen Tiere zwecks Elfenbein - Profits entstanden sondern durch das Verhalten der Tiere selbst.
Der Ahnenkult ist somit nicht nur bei Menschen sondern auch bei anderen Wirbeltieren Brauch und manche ähnliche Verhalten mögen einfach noch nicht entdeckt worden sein.
maxentius hat folgendes geschrieben:
Leider sind diese höherentwickelten Lebewesen fähig sich selbst zu belügen.
Sagen wir mal, die Intelligenz ist manchmal so weit, zu erkennen, dass man etwas tut mit einer unhaltbaren Begründung, welches eigentlich gar keinen Spaß mehr macht.
Insofern hat jede Kultur Verwandtschaft mit Suchtverhalten, denn die Rituale darum herum sind irrational.

maxentius hat folgendes geschrieben:
Langer Rede kurzer Sinn, ich glaube das es das Leben womöglich ewig gibt, doch ich glaube nicht, dass die Lebewesen ewig leben.
Schön. Wohl bekomms. Immerhin gibst Du zu etwas zu glauben.

maxentius hat folgendes geschrieben:
Man lebt, ernährt sich von Pflanzen und anderen Lebewesen, pfanzt sich fort und stirbt.
Nein, das ist alles nicht nötig, man kann ganz gut auch einfach nur leben ohne sich fortzupflanzen und ohne zu essen und zu trinken, so bald man fertig gewachsen ist.
Nur kommt selten einer von sich aus af die Idee, aber in anderen Regionen der Welt leben bereits viele Menschen ohne Nahrung.

maxentius hat folgendes geschrieben:
Wird Humus für Pflanzen, die dann wiederum anderen Lebewesen als Nahrungsgrundlage dienen usw. So stelle ich mir den Lebenszyklus vor.
Das ist der Kreislauf des Materials. Wenn Du davon ausgehst, dass sämtliches Denken, Fühlen und Sinnen auf materiellen Grundlagen beruht und verneinst, dass Leben auch eine Komponente aus dem Bereich hat welcher mit raumzeitlichen Mitteln nicht gesehen werden kann, dann ist Deine Welt so fix und fertig und Du kannst sie zum Verkauf anbieten.
Ich zahle keinen müden Pfennig dafür. Aber auch nicht dagegen.

maxentius hat folgendes geschrieben:
Ein Problem sehe ich dabei nicht, denn was kümmert es mich wenn ich nach dem Tod wirklich tot bin? Es kümmert mich nicht, da ich es dann gar nicht mehr merke.
Offenbar kümmert es Dich doch, denn sonst könntest Du im Witzeforum oder in einem politischen oder sonst einem Forum chatten gehen und müsstest hier nicht Dein Weltbild veröffentlichen.
Das Du das dennoch tust zeigt klar, dass Du an den Ansichten anderer und an deren Beurteilung Deiner Sicht interessiert bist.
Das beweist eine Bereitschaft, deine Ansicht zu revidieren oder zu verbreiten, eine andere Motivation kann ich nicht erkennen die dazu führen würde, sein Weltbild zu veröffentlichen.


PS: Du solltest unbedingt Dein Signet ändern, es ziemt sich nicht in eine Comm Werbung für eine andere Comm zu machen.
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum IV


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