|
|
|
Das mit dem Beten ist so eine Sache... Ich sag immer: Pass bloss auf, worum du bittest. Es könnte in Erfüllung gehen. Mir persönlich sind damit schon die krassesten Sachen passiert, die hier zu erzählen mir zu privat wäre. Diese Erfahrungen haben mit dazu beigetragen, dass in mir die Überzeugung wuchs, dass es wahrscheinlicher ist, dass es einen Gott gibt, als dass es keinen gibt. (Immerhin hat er/sie/es mich ja erhört und geatwortet - wie soll ich mir das erklären?)
Der entscheidende Faktor aber bleibt: Dass dieses komplizierte Universum aus Zufall heraus entstanden ist und zufällig weiterbesteht, erscheint mir persönlich... unlogisch, zumindest unwahrscheinlich.
An Gott zu glauben oder nicht zu glauben ist eine Entscheidung, die man trifft (manchmal mehrmals im Leben) - und keine Entscheidung zu treffen ist natürlich auch eine Entscheidung. Aber das Faszinierende ist doch: egal was wir tun oder lassen, entscheiden müssen wir uns. Jeder von uns Menschen wird irgendwann vor dieselbe Frage gestellt: Gibt es einen Gott?
Was ist ein stichhaltiger Beweis? Nichts anderes, als dass die Konklusion, die man zieht logisch aus den Prämissen, die man aufstellt hervorgeht. Die Prämissen selbst aber sind frei wählbar.
Die Frage nach der Existenz Gottes ist darum so schlecht diskutierbar. Kein Argument der Welt könnte mir meinen Glauben ausreden und kein Argument der Welt könnte einem überzeugten Atheisten einen Glauben einreden. Könnte es sein, dass es keinen Gott gibt? Definitiv: Ja. Aber ich glaub nicht dran. Und daran kommt keiner vorbei, wie er es auch dreht und wendet, die Prämisse steht (und wackelt nicht).
Wie aber will jemand argumentieren, der keine Entscheidung getroffen hat? Mal so und mal so. Reden aus Interesse, auf andere Prämissen bauen. Da ist absolut nichts dagegen einzuwenden, jedoch werden die Ansichten der Unentschlossenen nie dieselbe Durchschlagkraft haben wie die der Überzeugten.
Ist recht einfach zu überprüfen: Wieviel Energie hat ein klares "Ja" oder ein klares "Nein", wenn man es vergleicht mit "Vielleicht, könnte sein, aber auch nicht". Beobachtet mal.
Bin gespannt auf eure Gedanken.
LG
Lisken
|
|
|