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Ist Jesus Gott?(Meinung der Trinitarier) Teil 1
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Als ich noch ein Muslim war, bin ich beim Lesen des Korans häufig an den Stellen über Jesus Christus hängen geblieben und musste lange über sie nachdenken.
Warum wurde er von einer Jungfrau geboren (Sure 19,17-36), was bedeutet Messias (Sure 4, 172), warum ist er Geist von Gott (Sure 4, 172), was bedeutet seine Bezeichnung als Wort Gottes (Sure 4, 172), wie konnte er fehlerlos sein (Sure 19,20), wo doch alle anderen Propheten sündigten, selbst Muhammad (Sure 47, 20)? Was bedeutet, dass er in dieser Welt und im Jenseits erhaben ist (Sure 3, 46), was das er in den Himmel aufgenommen wurde (Sure 4, 159) und am Ende auf die Erde wiederkommt zum Gericht (Sure 43, 62)? Wie konnte er all diese Wunder vollbringen (Sure 3,50)?
Diese einzigartige Stellung von Jesus Christus war schwer erklärbar, schien es doch völlig unklar, warum Gott ihn dermaßen vom Rest der Menschheit unterschied.
Um eine Antwort auf meine Fragen zu bekommen, griff ich zur Bibel, denn da sollte ja eigentlich etwas über Jesus Christus drinstehen. Meine geliebten Eltern waren keine verschlossenen Muslime und erhoben keine Einwände dagegen.
Viele der Prophezeihungen auf Jesus im Alten Testament hatte ich beim ersten Lesen überlesen oder nicht verstanden und ich dachte, dass hier wohl auch keine Antworten auf meine Fragen zu bekommen seien. Lediglich bei einer Stelle im Buch Jesaja wurde ich stutzig:
"Denn ein Kind ist uns geboren , ein Sohn uns gegeben , und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Berater, starker Gott , Vater der Ewigkeit, Friedefürst" (Jesaja 9,5)
Ein Kind wird geboren, das Titel wie starker Gott, Vater der Ewigkeit und Friedefürst hat?
Als ich aber beim Neuen Testament, der Frohen Botschaft von Jesus Christus ankam, änderte sich mein Verständnis jedoch schlagartig. Da waren die Antworten … und mehr! Mein Verdacht, dass Jesus Christus kein normaler Mensch sein konnte schien sich zu bestätigen und so ungeheuerlich es damals für mich schien, lies die Bibel keinen anderen Schluß zu als das Jesus Gott und Mensch zugleich sei.
"Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn verliehen, das Leben in sich selbst zu haben. Und er hat ihm Vollmacht gegeben, auch Gericht zu halten, weil er der Sohn des Menschen ist. Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens." (Joh 5, 26-29)
Wie war das Jesus Christus wird Gericht halten? Er hat Leben in sich selbst? Und dieses "Menschensohn" hatte ich das nicht auch schon mal gelesen? Richtig im Buch Daniel war es:
"Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrundegehen." (Daniel 7,13-14)
Ewige Herrschaft? Hat nicht nur Gott die ewige Herrschaft?
Interessant war auch das Verhalten der Juden, wie es Johannes beschreibt:
"Darum suchten die Juden nun noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte, womit er sich selbst Gott gleich machte." (Joh 5,1
Die Juden warfen Jesus also vor Gotteslästerung zu begehen, weil er sich Gott gleich macht.
Immer mehr Stellen fielen mir ins Auge:
"Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen ... Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit." (Joh 1,1-14)
"Er war in der Welt , und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf." (Joh 1, 10-12)
"Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sünden vergeben! Da fingen die Tischgenossen an, bei sich selbst zu sagen: Wer ist dieser, der sogar Sünden vergibt?" (Lk 7, 48-49)
"Denn es gefiel Gott, in ihm alle Fülle wohnen zu lassen ... Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm." (Kol 1,19; 16-17)
"...hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn. Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Weltzeiten geschaffen; dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft; er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt." (Hebr 1,1-3)
"...der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen" (Phil 2,6-7)
"...und von ihnen stammt dem Fleisch nach der Christus, der über alle ist, hochgelobter Gott in Ewigkeit. Amen!" (Röm 9, 4-5)
"...von der Herrlichkeit Christi, welcher Gottes Ebenbild ist" (2Kor 4,4)
"...Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben." (1Joh 5,20)
"...indem wir die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres grossen Gottes und Heilandes Jesus Christus erwarten." (Tit 2,11-14)
Im Prinzip war für mich nun völlig klar, dass Jesus der Bibel nach Gott ist.
Weitere Stellen waren dermaßen eindeutig, dass kein Platz für einen Zweifel mehr da war.
"Und er sprach zu mir: Es ist geschehen! Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst! Wer überwindet, der wird alles erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein." (Offb 21,6-7)
Hier stand es nun. Jesus selbst sagt, dass er Gott ist, wie es andere vor ihm schon getan haben.
"Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Und Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast; glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben!" (Joh 20, 27-29)
Was glaubte Thomas? Offensichtlich, dass Jesus sein Herr und sein Gott sei. Und Christus leugnete die Sache nicht, im Gegenteil er lobte seinen Glauben. Ich denke nicht, dass Jesus Christus mir oder Thomas etwas vormachen wollte.
"Ich und der Vater sind eins. Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch gezeigt von meinem Vater; um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen? Die Juden antworteten ihm und sprachen: Nicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gotteslästerung, und zwar weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst!"
Jesus Christus hätte doch der Steinigung aus dem Weg gehen können, in dem er ein für alle mal ausrief "Ich bin nur ein Mensch". Aber das Tat er nicht, im Gegenteil:
"Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! Wenn ihr mich erkannt hättet, so hättet ihr auch meinen Vater erkannt; und von nun an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns! Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst; und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke. Glaubt mir, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wenn nicht, so glaubt mir doch um der Werke willen!" (Joh 14, 6-10)
Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen ... Für mich kein Zweifel. Jesus Christus ist Gott im Fleisch, mitten unter den Menschen.
Und dann waren da noch die Stellen über die Sündlosigkeit Jesus Christus.
Jesus, der von keiner Sünde wusste (2Kor 5,21)
Jesus, der keine Sünde getan hatte (1Petr 2,22)
Jesus, der ohne Sünde war (1Joh 3,5)
Da war sie wieder die Sündlosigkeit Jesus Christus, von der ich schon im Koran gelesen hatte.
Nur wusste ich jetzt wie das möglich war und warum Jesus so außergewöhnlich ist ... |
klingt schon sehr überzeugend,
aber noch überzeugender ist für mich der nachfolgende Teil.
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