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Widerspruch im Christentum












Zitat:
Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Matthäus 18,20


Richtig, wozu brauche ich dann ein organisierte Kirche?

Zitat:
Das Thomasevangelium ist eine "Fälschung" mit Hellenistischen Einflüssen.
Wie hier bewiesen wird. "Ich bin das All" sowas sagte Jesus nie sowas ist auch unlogisch, ich kann auch nicht das all sein.


Na die Seite hats ja raus gehauen. Wissenschaftlich fundiert, klar sachlich unvoreingenommen....

Die gesamte Welt stand damals unter hellenistischem Einfluss, Griechisch war damals das was für uns Englisch ist.

Zitat:
Was für einen Unterschied soll denn bitte "Versammlung" und "Kirche" in diesem Kontext haben ? Es ist doch ganz klar, dass Petrus irgendwie für irgendetwas authorisiert wird und was soll es anderes sein als die Verwaltung der christlichen Gemeinde ?


Es heißt ja Gemeinde. Und zwischen Gemeinde und Kirche gibt es einen fundamentalen Unterscheid. Das ist so als ob der Chef zu seinem Kollegen sagt: Ich bin dann mal weg, leiten sie das Büro hier bitte weiter." und der gründet ne neue Firma.

Zitat:
Die Institution tut genau dies. Und was tut es zur Sache, ob er in Rom gewesen ist oder nicht ?


Wenn Du Dir mal die von mir gelinkten Bibelstellen durchliest, dann wirst Du sehen, dass die Kirche genau das macht, was Jesus damals an den etablierten Religionen kritisiert hat.


Zitat:
Ist in der Kirchengeschichte die Nachfolge Petri nicht verzeichnet ?


Richtig Kirchengeschichte. Damals war es übliche seinen Herrschaftsanspruch damit zu rechtfertigen, indem man behauptete, dass man in der Nachfolge eines Apostels steht. Also schreibt man rückwirkend Texte und Urkunden um, dass war damals halt üblich.
Aus historischer Sicht, scheint es jedoch ausgeschlossne.

Sogar im NT findet sich kein Beleg dafür, dass Petrus tatsächlich nach Rom gereist ist oder jemals wirklich dort war.
Es ist doch im Grunde alles Auslegungssache oder? Ich persönlich finde es anmaßend sich als Stellvertreter Christi auf Erden zu bezeichnen, aber ich bin auch nicht katholisch.
Wer sich wirklich nach dem Papst richten möchte und glaubt, dass Petrus die Kirche nach dem Willen Jesu gegründet hat - bitte, soll jeder so machen und glauben wie er meint.

Zitat:
Das Thomasevangelium ist eine "Fälschung" mit Hellenistischen Einflüssen. http://www.thomasevangelium.de/


Daraus greife ich mal was auf:

Das Prädikat des Thomasevangeliums lautet: Jeder kann sich nur selbst erlösen.
Das ist falsch, denn:
Das Neue Testament der Bibel (NT) hingegen sagt, dass Jesus Christus für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist, denn der Mensch kann sich nicht selbst erlösen. Er kann dies nur durch Gott erfahren. Jesus ist das göttliche Opfer (Gott opfert sich selbst) für den Menschen. Und Gott hat dieses Opfer aus Liebe für uns Menschen erbracht.
Jesus als göttliches Opfer für den Menschen, das ist die Grundaussage des Urchristentums. Ein Mensch kann einen anderen Menschen nicht von den Sünden erlösen, das stimmt, aber Gott kann dies tun. Und Gott tat dies durch seinen Sohn Jesus. Jede christliche Gemeinde wird dies bestätigen können.

Schöne Begründung, ist auch richtig, aber meiner Meinung nach nicht zuende gebracht und sehr oberflächlich!

Denn Röm 3, 28

So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werk, allein durch den Glauben.

Rechtfertigung allein aus Glauben!
Das ist in meinen Augen das Kernstück des Christentums und der Bibel und denke da werden mir die Meinsten zustimmen. Das heißt für mich aber auch, dass ich allein entscheide, ob ich erlöst werde. Denn ich muss glauben. Gott hat uns die Gnade zuteil werden lassen, dass wir vor ihm gerecht sind, aber ich muss mich zu ihm bekennen und ich muss meinen Weg zu Gott finden. Das heißt für mich, ich kann an Gott und meinem Glauben zweifeln, ich kann an ihn glauben oder nicht, ich kann an Christus glauben und an seine Auferstehung. Das wichtige ist, dass ich mich mit Gott und meiner Beziehung zu ihm und damit gleichzeitig mit mir selbst und meinem Sein auseinandersetze. Das macht doch gerade einen reflektierten Glauben aus.
Ich denke in diesem Punkt nimmt das Thomasevangelium nicht den wichtigsten Glaubensinhalt, sondern gibt ihn ganz klar wieder.

Was die philosophischen Einflüsse beim Thomasevangelium angeht, sollte man hier aber auch bedenken, dass Paulus eine stoische Schule besucht hatte und sich somit auch Einflüsse der stoischen Philosophie in seinen Briefen wiederfinden. Das ist aber kein Grund sie aus dem NT-Kanon auszuschließen. Vielmehr bilden ja gerade die Paulinischen Brife den historischen Kern des NT.

Außerdem denke ich, dass man sagen kann, dass das Thomasevangelium falsch ist. Genausowenig kann man das von einem anderen Evangelium sagen. Es liegen einfach viel zu wenige Erkenntnisse vor.
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Hallo Ninri, herzlich willkommen im Forum
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Danke für's Willkommen heißen. Ja, ich bin Christin (Ev.-luth.) Warum die Frage? Wegen meinen Ansichten zum Papst! *grübel*
Hallo Ninri

Ich bin auch evangelischer Christ
Ja, die Ansicht mit dem Papst teile ich mit dir, niemals hat ein Mensch(Sünder) den Titel verdient: Gottes Stellvertreter auf Erden.
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