Der Krieg der Religionen


Mit den Führern der großen Welt-Religionen ist das ungefähr so wie mit
einem Sohn, der für seine Geschwister Milch hätte bringen sollen!
Es war einmal eine Mutter, die sagte zu ihrem ältesten Sohn: "Gehe in die
Stadt und bringe Milch für deine kleinen Geschwister". Und der Sohn ging auf die Straße und stellte eine Plakatwand mit der Inschrift auf: "Ich bringe Milch". Seine Mutter rief zu ihm hinaus, er sollte sich doch beeilen mit der Milch, seine Geschwister hätten Hunger. Und der Sohn ging auf ein Feld und baute eine Kirche mit der Aufschrift: "Ich bin der Milchbringer". Und die Menschen kamen in seine Kirche und er predigte ihnen vom Milchbringen.
Von der Ferne hörte er seine Mutter schreien, wo denn die Milch sei, die
Geschwister haben großen Hunger. Darauf schulte er viele Menschen zu
Missionaren, trug ihnen auf, sie sollten in der ganzen Welt Kirchen bauen
mit der Aufschrift: "Wir sind die Milchbringer". Er schmückte sich mit den
Federn von denen, die in seine Kirchen kommen und trotzdem ihren
Geschwistern Milch bringen, gründete an den Universitäten
Milchbringerfakultäten und richtete Kirchenmilchbringbeitragsstellen zur
Finanzierung seiner Aktivitäten ein.
Und es begab sich, dass der Sohn, der sich inzwischen "seine Eminenz, der hochwürdigste aller Milchbringer" nannte, drei Gleichgesinnten begegnete, nämlich einem Sohn, der für seine moslemischen Geschwister Milch hätte bringen sollen und einem Sohn, der für seine jüdischen Geschwister Milch hätte bringen sollen und auch einem Sohn, der für seine orthodoxen Geschwister Milch hätte bringen sollen. Sie gerieten nun in Streit, wer denn die größten Milchbringer - Kirchen mit den prunkvollsten Milchmann - Figuren gebaut hätte.
Uneinig darüber, wer denn nun von ihnen der hochwürdigste, allerheiligste
aller Milchbringer wäre, fingen sie an, heilige Kriege gegeneinander zu führen.
Und es war Abend geworden und der Krieg tobte.
Da kam der Vater nach Hause und fragte, wo denn seine Kinder wären und die Mutter antwortete ihm: "Ich hatte deinen ältesten Sohn um Milch für die Kinder geschickt. Er ist bis jetzt nicht zurückgekommen, und so siehe, lieber Mann, deine Kinder sind verhungert. Was wird nun der Vater mit seinem hochwürdigen Sohn machen?

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"Das Ziel der Religion, wie sie vom Himmel des heiligen Willens Gottes offenbart ist, besteht darin, Einheit und Eintracht unter den Völkern der Welt zu stiften; macht sie nicht zur Ursache für Zwist und Streit." (Baha'u'llah, Botschaften aus Akka)

"Die Religion sollte alle Herzen vereinen und Krieg und Streitigkeiten auf der Erde vergehen lassen, Geistigkeit hervorrufen und jedem Herzen Licht und Leben bringen. Wenn die Religion zur Ursache von Abneigung, Haß und Spaltung wird, so wäre es besser, ohne sie zu sein, und sich von einer solchen Religion zurückzuziehen, wäre ein wahrhaft religiöser Schritt." (Abdu'l-Baha, ANSPRACHEN IN PARIS)
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"Alle Religionen lehren, daß wir einander lieben und unsere eigenen Fehler herausfinden sollten, bevor wir uns erkühnen, die Fehler anderer zu verdammen, und daß wir uns nicht über unseren Nächsten erheben dürfen." -- Abdul-Baha
GENIAL!

von wem ist das?


Boris
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"Es liegt eben in der menschlichen Natur,
vernünftig zu denken und unlogisch zu handeln." Anatole France
"Man will der sein der man ist." Otira
"Die Religion sollte alle Herzen vereinen und Krieg und Streitigkeiten auf der Erde vergehen lassen, Geistigkeit hervorrufen und jedem Herzen Licht und Leben bringen. Wenn die Religion zur Ursache von Abneigung, Haß und Spaltung wird, so wäre es besser, ohne sie zu sein, und sich von einer solchen Religion zurückzuziehen, wäre ein wahrhaft religiöser Schritt."



"Das Ziel der Religion, wie sie vom Himmel des heiligen Willens Gottes offenbart ist, besteht darin, Einheit und Eintracht unter den Völkern der Welt zu stiften; macht sie nicht zur Ursache für Zwist und Streit." (Baha'u'llah, Botschaften aus Akka)

Diese 2 Absätze finde ich besonders gut.
Regt zum nachdenken an.

Otira
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RELAX and Let Go
Otira hat folgendes geschrieben:
"Wenn die Religion zur Ursache von Abneigung, Haß und Spaltung wird, so wäre es besser, ohne sie zu sein, und sich von einer solchen Religion zurückzuziehen, wäre ein wahrhaft religiöser Schritt."



1000 x

Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können!

Q
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"Wer nicht an Wunder glaubt, der ist kein Realist." David Ben Gurion (erster israelischer Ministerpräsident)