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Mann mit weißem Rauschebart












Wir müssen uns vom Gott als alten Mann mit weißem Rauschebart verabschieden.

Erst dann, wenn uns bewußt ist, daß Gott mehr ist als das alte Bild, das wir uns von ihm machen, werden wir vielleicht wieder glauben können.

Zitat:
«Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten», sagt [23] eine der heiligen Schriften der Welt. «Der Mensch wurde eine lebendige Seele», heisst es an einer anderen Stelle in derselben Schrift. «Ich bete zu Gott, dass dein ganzer Geist, deine Seele und dein Körper schuldlos bleiben mögen», sagte ein grosser Eingeweihter der Weissen Loge; und der grösste von ihnen allen, der noch bei uns auf Erden in physischer Form weilt, wiederholte die Worte eines früheren Weisen, als Er sagte: «Ich habe gesagt, ihr seid Götter, und ihr alle seid die Kinder des Höchsten». In diesen Worten wird auf die Dreiheit des Menschen, auf seine Göttlichkeit und seine Beziehung zu dem grossen Leben, in Dem er lebt, webt und ist, vom christlichen Standpunkt aus hingewiesen, und alle grossen Religionen äussern sich in dieser Hinsicht in ähnlichen Aussprüchen.


oder:
Zitat:

Diese Seele - so wird berichtet - ist ein Fragment der Weltseele, ein Funke der einen Flamme, im Körper eingekerkert. Sie ist jener Lebensaspekt, der dem Menschen - so wie allen Erscheinungsformen - Leben oder Sein und Bewusstsein verleiht. Sie ist der lebenswichtige Faktor, jenes integrierende, zusammenhaltende Etwas, das den Menschen (zusammengesetzt und doch geeint, wie er eben ist) zu einer denkenden, empfindenden und strebenden Wesenheit macht. Der Intellekt im Menschen ist jener Faktor oder jene Art von Seelen-Bewusstheit, die ihn befähigt, die richtige Einstellung zu seiner Umgebung während der Entwicklungszeit seiner Persönlichkeit zu gewinnen, ihn aber später durch richtige Meditation mit der vom Mechanismus losgelösten Seele in Verbindung bringt und ihn daher in einen neuen Zustand der Seinswahrnehmung führt.


Das Verhältnis der Seele zur Weltseele ist das eines Teiles zum Ganzen, und eben diese Beziehung samt den daraus folgenden Erkenntnissen ist es, die sich zu jenem Gefühl des Einsseins mit allen Wesen und mit der höchsten Realität, von der die Mystiker seit jeher Zeugnis abgelegt haben, entwickelt. Ihr Verhältnis zum Menschen ist das der bewussten Wesenheit zu ihrem Ausdrucksmittel, des Denkers zu seinem Denkinstrument, des Empfindenden zum Bereich der Sinnes-Erfahrung, des Handelnden zu seinem physischen Körper, - dem einzigen Kontaktmittel zu jenem besonderen Tätigkeitsgebiet, zur Welt des physischen Lebens. Diese Seele äussert sich durch zwei Energiearten, nämlich sowohl durch das vitale Prinzip oder Fluidum, den Lebensaspekt, als auch durch die Energie der reinen Vernunft. Diese Energien sind während der Lebenszeit im physischen Körper konzentriert. Der Lebensstrom konzentriert sich im Herzen und benützt den Blutkreislauf, die Arterien und Venen, zur Belebung jedes Teiles des Organismus; der andere Strom, der intellektueller Energie, konzentriert sich im Gehirn und benützt den Nervenapparat als sein Ausdrucksmittel. Im Herzen also ist der Sitz des Lebensprinzips, während im Kopf der des vernünftigen Denkens und des spirituellen Bewusstseins ist, welch letzteres durch den rechten Gebrauch des Denkvermögens erreicht wird. Dr. Lloyd Morgan sagt im Zusammenhang mit dem Wort «Seele»:


Quelle: http://laluni.helloyou.ws/netnews/bkgr/cab2500/file2580.html
Vom Intellekt zur Intuition, Seite 50 ff.

«In allen Menschen liegt verborgen Licht, doch in wie wenigen

Ist es hervorgebrochen, so wie es eigentlich sollte,

Erhellend aus dem Innern die Lampe unsres Fleisches

Entzündend kosmisch' Feuer in geistverwandten Seelen!

Bei Gott wie wenige! Und unser ist die Schuld;

Denn wir ersticken grob und ohne Unterschied

Gedankenlos und oft im Zorn

Den Funken Gottes, der in jedem Kinde glänzt.

Doch alle Kinder haben in ihrem Wesen etwas von Gott,

Und wenn man ihnen ihre Freiheit liesse,

Würd' Gott sich bald entfalten, knospen, blühn,

Würd' sie in Farb' und Form gestalten, bis als vollkomm'ne Blumen

Sie erblühten in voll entfalteter Lieblichkeit».
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum IV


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