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Liebe Annika,
in Fällen wie diesen überlege ich mir zwei Mal, ob ich, der ich mein einem Körper männlichen Geschlechtes verbunden bin, antworten sollte, oder nicht.
Nun ja, ich selbst hatte eine Aversion gegen Frauen.
Aber Mann oder Frau, das hat auf Seelenebene keine Bedeutung mehr!
Mal Weg von der Seelenebene:
Ich wollte nichts mehr mit ihnen zu tun haben.
Nichts mehr mit ihnen zu tun: an der Oberfläche in der Tiefe wuchs die Sehnsucht stetig an.
Ich fühlte mich unverstanden, ungeliebt, ausgenutzt.
Aus meiner Erfahrung:
Wenn Du immer wieder die gleiche Erfahrung machst, dann ist etwas in Dir, was diese Erfahrungen anzieht, denn Welt ist ein Spiegel.
Beispiele (die nur Denkanstöße sind, aber nicht auf Dein Leben zutreffen müssen.)
Jemand will seinem Partner beweisen, wie großzügig er zu ihm sein kann.
Warum? Um diesen an sich zu binden?
Warum auf diese Weise?
Er soll erkennen, wie wertvoll einem dieser Partner ist.
Was passiert?
Der andere gewöhnt sich daran.
Es kommt zu einer Einseitigkeit beim Geben und Nehmen.
Der eine Partner fällt in eine Pascha-Rolle, der andere fühlt sich ausgenutzt.
Was war schief gegangen?
Dieser Jemand schöpfte nicht aus seiner inneren Quelle um den andern glücklich zu machen, sondern aus einer äußeren Quelle.
Äußere Quellen versiegen, innere Quellen sind unerschöpflich.
Äußere Quellen führen zu Abhängigkeitsverhältnissen.
Innere Quellen befreien.
***
Sei Du selbst!
Bleibe Dir selbst immer treu.
Liebe Dich selbst!
Sei Dir selbst genug!
Erkenne, dass Du alles in Dir trägst!
Erkenne, dass Du niemandem etwas beweisen musst.
Wenn Du das verwirklicht hast (zumindest ein Stück weit), dann müsste sich diese ständige Wiederholung Deiner Erfahrung auch aufgelöst haben.
Erst dann, wenn Du glaubst, Du bräuchtest wirklich keinen Mann mehr, um glücklich zu sein, dann wird Dir eine Freundschaft wirklich gelingen. Auch diese wird nicht frei von Spannungen sein.
Aber Du hörst auf, Dein Glück vom andern Abhängig zu machen.
Das wahre Geben ist das Geben, das im Geben nichts verliert sonder alles bekommt.
Dieses Geben ist kein Geben von Dingen sondern ein Geben des Selbst und das wahre Selbst ist grenzenlos und unerschöpflich!
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