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Nochmal kurz zum Thema Gottesbeweis...












@ Nikolai und Pharao

Wer sagt eigentlich, daß sich Wissenschaft und Glaube zwangsläufig ausschließen müssen? Könnte es nicht vielleicht auch so sein, daß sich Wissenschaft und Glaube vielmehr gegenseitig ergänzen als andersrum?

Nikolai, Pharao, wenn ich Eure Diskussion so verfolge, muß ich sagen, daß Ihr nach meinem Empfinden in bestimmten Punkten BEIDE Recht habt.

Also ich für mich sehe es folgendermaßen:
Ich betrachte es für mich als erwiesen an, daß das Universum vor 15 Milliarden Jahren aus dem Urknall hervorgegangen ist. DIe wissenschaftlichen Beweise dafür sind so stichhaltig wie sie nur sein können. Demnach ist das Universum eine perfekte Maschinerie, die nach festgelegten Gesetzmäßigkeiten funktioniert.
Soweit so gut. Nun stellt sich aber die Frage, wie sind diese Gesetzmäßigkeiten zustande gekommen? Warum sind sie so wie sie sind? Warum haben die Naturkonstanten wie die Lichtgeschwindigkeit exakt die Werte die sie nun mal haben und keine anderen? Warum haben die Elementarteilchen nicht mehr oder weniger Masse als sie, die sie nun mal haben? Würde auch nur einer dieser Parameter auch nur geringfügig von seinem eigentlichen Wert abweichen, hätte dieses Universum eine ganz andere Entwicklung genommen, wenn überhaupt. Uns würde es gar nicht geben.
Wenn man mal genau darüber nachdenkt, kommt man doch irgendwann zu der Frage: Kann das wirklich alles nur zufällig entstanden sein (wenn man die Multiversentheorie jetzt mal vernachlässigt)? Ich glaube nicht, denn dafür funktioniert unsere Welt, unser Universum einfach zu perfekt. Insofern stimme ich dann auch Pharao zu, daß da mehr dahinter steckt, auch wenn unsere Meinungen über die Schöpfung auseinander gehen.

Anyway, die Existenz des Universums und seiner Gesetzmäßigkeiten ist für mich Beweis genug für eine höhere Macht. Ich habe nur keine Vorstellung davon, wer oder was diese Macht bzw. "Gott" sein könnte. Denn ich denke, daß etwas, was in der Lage ist ein solches Universum zu entwerfen und entstehen zu lassen einfach viel zu groß ist als das unser Verstand ausreichen könnte, es zu erfassen und zu verstehen bzw zu begreifen.
Zitat:
Wer sagt eigentlich, daß sich Wissenschaft und Glaube zwangsläufig ausschließen müssen? Könnte es nicht vielleicht auch so sein, daß sich Wissenschaft und Glaube vielmehr gegenseitig ergänzen als andersrum?

Ja wir könnten die Wissenschaft und Gauben zwangsläufig nicht verleugnen. Aber ich denke das Glaube und Wissenschaft nicht zusammenpassen. Ich wünsche es mir genauso da sich die Wissenschaft und Glaube viel zu sehr auseinander trieften und deshalb keine Zusammenarbeit nicht möglich ist.



Zitat:
Was glaubst Du wie lange das dauerte, wenn die Deutschen mit ihrer Rechtschreibreform schon Jahrhunderte brauchen.
Bis sich die ganzen himmlischen Haarscheren einig wurden, sind wohl 13 499 993 000 Erdenjahre vergangen


Haben die da etwas eine Demokratie?
Ich versuche, es noch mal ein letztes mal- alle die nicht an Gott glauben zu überzeugen mit meinen Ansichten und Argumenten die ich bis heute noch nie Preis gegeben habe...

Wenn es darum geht, Menschen zu begreiflich zu machen, dass Gott Liebe zu ihnen kein Vorbedingen kennt, Voraussetzung braucht, dann muss man unten anfangen. Diese gute Nachricht müssen erst die erfahren, die in den Augen mancher Menschen nichts wert sind.
Christen sollten ihren wert aber kennen, weil Jesus ihren wert gekannt hat. Darum sollten Christen ihnen sagen und zeigen, dass sie zu ihren halten, weil sie vor gleichberechtigt sind.
Also läst sich Jesus mit Zöllnern ein.
Also sollten Christen zu denen gehören, die immer neuen Möglichkeiten erfinden, ihre Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit zu praktizieren und in der Welt durchzusetzen!

nach den Akten der Welt schon tot war, bekamen sie einen anderen Blick und eine andere Einstellung zu dem, was Tot und leben heißt! Wenn dieser Gestorbene Mensch begegnete und sie so packte, dass sie ihnen von da an ihre ganze Kraft, ihre sämtlichen Begabungen, alle ihre Stunden zur Verfügung stellen, wenn sich dieser Verstorbene also so lebendig erwies, dann brauchen sie selbst den Tod nicht mehr zu fürchten.
Dann muss das „Leben“ mehr sein als; fünfzig oder sechzig oder siebzig Jahre recht und schlecht auf dieser Erde zubringen. Dann musste Gott mit den Menschen mehr vorhaben als ein paarlern- und Wanderjahre zwischen Geburt und Rente. Die Christen begannen, die Zukunft ernst zunehmen. Das hatten schon die Juden getan, aber für sie war die Zukunft der Raum der Angst. Denn Zukunft bedeutet Gericht, Gerichtsverhandlung Gottes über die des Menschen. Jeder einzelne würde dran kommen und abrechen würde müssen. Und wer hatte da wirklich Chancen? Die Christen hatten keine Angst mehr. Nachdem sie Gott kennen lernt hatten, freuten sie sich an die Zukunft. Wenn Gott so wie Jesus, würde er es gut mit uns meinen. Und sie begannen, die Zukunft zu entwerfen. Keiner wüsste Genaues. Auch Visionen, die einzelne hatten, blieben Bilder, Gleichnis, die höchsten Ahnung vermittelten, aber Wirklichkeiten zeigen sie worauf es ankommt.

Wenn dies die beiden Triebkräfte eines Christen sind:
Seine Anerkennung durch Gott und die Hoffnung auf eine sinnvolle und gute Zukunft, dann kann man sich vorstellen, dass er nicht nur das Bedürfnis hat, davon weiterzuerzählen. Er wird auch dort besondere Fähigkeiten entwickeln, wo man nicht reden kann, wo es nur um Hilfe und Verständnis geht; die Bibel sagt; um nächstenliebe.

Diese Nächstenliebe möchte ich euch ein wenig erläutern. erläutern? Wie sieht sie aus?
Petrus hat einmal Jesus gefragt, wie oft man jemanden vergeben müsse, der einen Unrecht getan oder einen gekränkt habe „Genügen siebenmal?“ Jesus antwortete darauf, siebenmal sei nicht genug, es müsste denn schon Siebzigmahl sein! Sicher wird auch denn schlechten Rechner klar sein, dass Jesus nicht der Meinung war, man sollte Strichliste führen beim vergeben, und wenn man jemanden vierhundert- Neunzigmahl vergeben habe, denn sei endgültig und endlich Schluss, dann könnte man schimpfen, zur Konfliktkommission gehen oder zum Gericht der zur Polizei. Jesus meinte, man müsse immer vergeben. Und er hat es mit einer Geschichte begründet.

Geschichte;
Stellen Sie sich einen Mann vor, der einen sehr einflussreichen Posten hat, einen Posten, bei dem es ihn möglich ist, achtzig Millionen Mark zu veruntreuen. Sicher könnt ihr euch nicht vorstellen. In unseren Lande dürfte das nicht möglich sein, man müsste schon an Gegenden denken, wo es Millionäre und vielleicht Milliardäre gibt, deren Vermögen von Generaldirektoren und Aufsichtsratsvorsitzenden verwalten wird. Eines Tages kommt die Veruntreuung heraus. Der Ertappte hat nicht nur den Verlust seiner Stelle, sondern schwerste Strafe zu gewärtigen. Da wirft er sich deinen Milliardären zu Füßen und bittet um Gnade. Er macht dabei einen unsinnigen Vorschlag, die Schulden zurück zuzahlen. Wie will er das anstellen? Es ist schließlich nicht anzunehmen, das er noch einmal eine Posten bekommt, in denn er so viel Geschäfte machen oder wieder so viel veruntreuen kann, das achtzig Millionen übrig bleiben. Ich kann mir nicht denken, dass irgendein Mensch so unvernünftig sein kann sich auf dieses Angebot einzulassen. Aber der Held unsere Geschichte tut das – spricht; er bezahlt die Schuld. Schon hier wird deutlich dass die Geschichte erfunden ist. Kein Milliardär der Welt würde das fertig bringen, vermutlich auch kein König, denn in der Geschichte Jesu ist es kein Milliardär sondern ein König und kein Generaldirektor, sondern ein Minister.

Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Der Teufel will es – vielleicht wirtlich der der Teufel! -, das bei diesen Generaldirektor ein Angestellter, ein kleiner Angestellter, ein Bürovorsteher oder ein Prokurist ein Abteilungsleiter zweihunderachzig Mark schulden hat.
Die selbe Szene wiederholt sich in der Bibel wörtlich, nur mit den jemals anderen Ziffern.

Gott hat uns immer vergeben. Wer das begriffen ha, kann unmöglich so borniert sein, dass er Kränkungen seines Nachbars übel nimmt, biblisch gesprochen; Nächrecht getan, siehe oben.
Die Geschichte steht in der Bibel in Matthäusevangelium. Wie sieht Nächsten liebe aus?
So dass man immer bereit ist zu vergeben.

Ein Gedicht zu diesen Thema;
Wir brauchen Glauben, wir brauchen Gott
Wir brauchen Glauben, Gott
Wir brauchen Freiheit und Vertrauen,
damit wir denn Weg zu denn anderen finden
und uns voreinander verstecken;
damit wir uns in die Augen blicken können
und nicht übereinander hinwegsehen.

Gott gibt, gibt uns Mut,
die Zweifel unseres Leben nicht zu verbergen,
nicht zu leugnen und auch nicht wegzureden,
sondern uns selber anzunehmen, wie wir sind.

Dann können wir auch die Zweifel,
die Fragen und die Ängste anderer offen sein.
Dann sind wir fähig,
Ihren Mut zu machen zu sich selbst-
vielleicht sogar zu Glauben
Lass uns das glücken, Gott,
durch Deinen guten Geist.
@Pharao

Schönes Gedicht.
Kannst Du Dir auch vorstellen, daß Menschen Freiheit, Vertrauen, Mut haben können
ohne Gott?
Daß es Menschen gibt, die sich auch in die Augen blicken, nicht übereinander hinwegsehen,
für Fragen und Ängste anderer offen sind
ohne Gott?
Und die "ohne Gott sein" nicht als Defizit empfinden?

Astrella
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