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Absolute Armut ist ein noch größerer menschlicher Skandal. Sie ist aber auch eine Bedrohung der Zukunft weltweit. Absolute Armut verringert zunächst die wirtschaftlichen Aussichten der jeweiligen Länder und ihrer Bevölkerung, weil unter Bedingungen der Armut Bildung und Gesundheit zu kurz kommen. Absolute Armut führt zu sozialer Entwurzelung, zu (innergesellschaftlichen wie internationalen) Konflikten und Kriegen. Armut zwingt die betroffenen Menschen, sich ausschließlich auf die Befriedigung ihrer unmittelbaren Überlebensbedürfnisse zu konzentrieren; dieses geschieht dann häufig auf Kosten der langfristigen Erhaltung der Natur und der Ökosysteme und wirkt dann über die Beeinträchtigung des Weltklimas und anderer Auswirkungen auch auf uns in der „Ersten", der reichen Welt zurück.
Die Zahl der „absolut Armen" wird von der UNO mit rund 1.3 Milliarden Menschen weltweit beziffert. Diese Menschen können wesentliche Grundbedürfnisse wie Nahrung, Wohnung, Kleidung, Gesundheit nicht befriedigen. Aber: Es hungern nicht ganze Kontinente (im „Hungerkontinent" Afrika ist statistisch etwa ein Drittel der Bevölkerung unterernährt) oder ganze Länder, nicht einmal ganze Dörfer und nicht unbedingt ganze Familien (oft sind hier nur die Kinder und Frauen betroffen). Es gibt heute weltweit keinen absoluten Mangel an Nahrungsmittel, sondern einen Überschuß.
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