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Danke für die schnelle Antwort!
Ich hatte mir mal ein Buch -Keine Seele geht verloren-gekauft.Hilfe und Hoffnung bei plötzlichen Todesfällen und Suizid.Da stand viel über das Thema Selbstmord drin,ich empfand das eher als positive Lösung...auch über Unfallopfer mit Nahetoderleben...Da stand auch drin,dass der Abschied von geliebten Menschen ganz wichtig ist!
Die Kinder von meinen Opa haben mir verboten ihn zu sehen,als es langsam zu Ende ging (er wurde 95 Jahre)weil sie Angst hatten,ich bekomme unter der Hand etwas von ihm...Er war im Hospitz,er lag im Krankenhaus,oft im sterbe,der Arzt sagte immer,er überlebt diese Nacht nicht...ich war immer da & er kam wieder zu sich,weil er wußte ich brauche ihn,er wußte ich bin eine zerbrechliche kleine Seele.
Dann kam der Tag,wo ich ihn nicht mehr sehen durfte & daran ist er zerbrochen-sein Herz-er wollte nicht mehr leben & starb...ich war nicht dabei.Ich konnte keinen Abschied nehmen.Von seinen Tod erfuhr ich erst später,die lieben Kinder räumten seine Wohnung aus & haben dann erst vom Tod berichtet.Das macht mich bald wahnsinnig,wir hatten so eine enge Bindung!Er starb 1999 & ich komme immer noch nicht darüber weg-schreibe ihn Briefe,die ich in sein Grab verstecke...
Letztes Jahr,da war ich im Bad,putzte mir die Zähne,da saß er wie ich ihn kenne auf der Toilette und fragte mich mit bitter bösen Blick WARUM?
Diese Erscheinung war so furchtbar für mich-ich habe ihn in Stich gelassen,hätte mich durchsetzen müssen,habe ihn allein sterben lassen...
Ich weiß,dass Suizid keine Lösung ist,ich muss ja auch an mein Kind denken.Die Hoffnug & Sehnsucht auf das ev bessere Leben danach ist oft stärker,als die Vernuft!
Mein Problem ist auch,ich weiß nicht wo ich anfangen soll,meine Seele & mein Ich in den Griff zu bekommen?Meine Kindheit war voll daneben-ich wurde besraft,dass ich auf die Welt kam,das mein Erzeuger Schuld an der Scheidung war...er schmieß mich vom Tisch,weil ich kein Junge war & mein neuer Vater-in seiner Familie waren uneheliche Kinder Abschaum...ich bekam jeden Tag Schläge,das war irgendwie die Ohnmacht & Verzweiflung meiner Mutter.Oft bekam ich kein Essen & wurde viel weggeschlossen.Freunde hatte ich keine,dürfte ich ja nicht...& es kam auch keiner mehr.Mein Opa war jeden Tag bei mir & holte mich so oft es ging von meinen Eltern weg.
Seit 3Jahren versuchen meine Eltern & ich uns näher zu kommen.Vergessen & verzeihen,so schnell wie sie das wollen,das geht nicht!Ich habe mein früheres Leben in einer Art Schublade,die ganz weit unten ist.
Ich denke mal,du kannst dir jetzt schon ein bissi mehr ein Bild von meiner Verzweiflung machen?
Meine Hauptsorge betrifft mein Kind,ich mache alles,damit es ihr gut geht & vernachlässige mich dabei,denke nicht an mein Leben & an meine Kraft.
Ich habe noch keinen wirklich richtigen Platz gefunden-mich zieht es immer auf meinen Lieblingsfriedhof,da steht ein riesiger Engel,der seine Hände ausbreitet-ihm erzähle ich immer alles...er hört zu,aber antwortet nicht.Es geht mir danach ein bissi besser-aber nicht wirklich sehr.Wohl fühle ich mich nur in meiner Gothicwelt...
Ich habe einfach ANGST zu zulassen,dass es mir besser geht-wenn ich glücklich bin,bin ich in der nächsten Sekunde absolut am Boden.Ich habe nicht gelernt bzw es wurde mir nicht gezeigt & zugelassen,das ich glücklich & froh sein kann,bekam ja dafür Schläge...
Habe daher Schwierigkeiten es zu zulassen bzw weiß nicht damit um zugehen!
Ich kenne es ja nicht-habe es nicht kennenlernen dürfen!
Bis bald,muss erstmal wieder meine Tränen trocknen...
Engelsblut
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