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Hypothesen aufstellen












Hallo Nebulös

Zitat:
Wenn der Wissenschaftler davon ausgeht, dass in bestimmten Situationen keine übernatürliche Manipulation vorliegen kann und darf, dann ist das rein subjektiv entschieden, weil das nicht beweisbar ist.

Auch wenn ich nicht genau weiss, was du meinst mit übernatürliche Manipulation, so ist doch sicher auch hier ein entscheidende Kriterium, ob sich der Vorgang jederzeit und ueberall reproduzieren laesst.
Ist das der Fall, so handelt es sich um ein erklaertes Phaenomen, fuer das man zur Erklaerung Hypothesen aufstellen kann. Sollten nun auf Basis der Hypothese zusaetzlich noch Prognosen erstellbar sein, so wird aus der Hypothese eine Theorie.
Es gibt wiele Dinge, fuer die es keine Theorie gibt. Die Naturwissenschaften aber auch die Psychologie sind voll von solchen Phaenomenen. Sie jedoch als übernatürliche Manipulation von Bekanntem zu bezeichnen halte ich jedoch fuer gewagt.
Ist ein Vorgang nicht reproduzierbar, so hat er per se keinen wissenschaftlichen Wert.
Wohl aber hat es oft einen psychologischen Wert.
Wenn eine Person meint, das immer dann, wenn sie alleine im Zimmer ist Elvis oder ET zu sehen sind, aber wenn jemand kommt diese immer verschwinden, so ist dieses Phaenomen inhaltlich sicherlich relativ wertlos, als solches ist es jedoch ein moeglicher Indikator fuer eine veraenderte Hirnfunktion und damit vieleicht von hoher Beweiskraft.

Allgemein:
Ein Wissenschaftler, speziel ein Forscher kann und darf ueberhaupt nicht annehmen das es übernatürliche Manipulation gibt. Wuerde er dieses tun, muesste er sofort aufhoeren zu forschen, da seine Arbeit sinnlos waere.

Zitat:
Die Theorie, die dabei rauskommt, kann völliger Humbug sein, selbst wenn sie keinen logischen Fehler enthält, nur weil er von falschen Voraussetzungen ausgegangen ist.

Ganz so einfach ist das nicht, Nebulös. Jeder Forscher entwickelt seine Theorien in einem bestimmten Raum (z.B. Deutschland / Berlin ...str....) zu einer bestimmten Zeit (z.B. 01.01.1700 12:12) mit den in der jeweiligen Zeit verfuegbaren Mitteln (z.B. Fernrohr und Sternkarte).
Mit diesen kommt er zu Ergebnissen, die vollkommen den Wissenschaftskriterien entsprechen.
300 Jahre Spaeter haben wir anderen Raum, andere Zeit und andere Moeglichkeiten und kommen deshalb auch zu vollkommen anderen Ergebnissen obwohl die gleichen Kriterien gelten.

Natuerlich ist es vor allem in der Antike und im Mittelalter viel zu oft so gewesen, dass sogen. "Erkenntnis" eben NICHT der Wissenschaftstheorie genuegte, und deshalb zu den absurdesten Ergenissen fuehrte.

LG
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum IV


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