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jeder seines Schicksals Schmied












Hallo miteinander.

Oh ja, mein Bruder ist unglücklich und wie...

Er ist extrem sauer auf mich weil ich mir mehr leisten kann als er.
Aber er ist selber Schuld, so hat es sein Vermögen verspielt und versoffen.
Er hatte sein Vergnügen - wenn auch nur für kurze Zeit.

Wir alle bekamen den gleichen Erbanteil von meinem Vater. Alle machten
etwas daraus - nur mein Bruder nicht. Jetzt ist er böse mit uns und mag
seinen Geschwister nichts gönnen und pumpt alle an und kann das geliehene
Geld, so oder so nie zurückzahlen.

Nicht umsonst hat meine Mutter ihn aus ihrem Testament gestrichen.

Zurzeit ist er extrem wütend auf mich, weil ich Heute noch für ein paar Tage
nach Bolivien fliege. Auch mag er nicht, dass ich so viel Geld spende, er
hätte es lieber wenn ich ihn unterstützen würde.

Ist doch mal eine andere Ansicht auf unseren Schmied oder nicht...?

Ich werde meinen Labtop mitnehmen, um so auf dem laufenden zu bleiben
und weiter aktiv mitdiskutieren zu können.

Mit Grüssen Gralsbote
naja-etwas nachvollziehen kann ich das Traurigsein deines Bruders. Leicht ist es nicht, wenn man sich dann vielleicht noch seiner eigenen Fehler bewusst ist...

Jade
Zitat:
Wenn man nicht die richtigen Eltern, Lehrer und Freunde hat, kann man sein Leben gar nicht richtig aufbauen.


Was also sollte man dann tun? Das mit den Freunden lässt sich ja ändern, das mit den Lehrern nachholen, die Eltern aber bleiben einem ehalten... Was ist ein 'richtiges Leben', gibt es ein 'falsches Leben', ein Leben ist also falscher oder richtiger als ein anderes oder gar ein 'unlebenswertes Leben' - ?
Und der 'richtige Job' ist schon einer, wo man über 5000 Euro verdient, mal ungeachtet dessen, was man ansonsten gerne täte... weil Geld verdienen ja das wichtigste im Leben ist. Hat man viel Geld, ist man auf der 'richtigen Seite' und darf glücklich sein und kann gutes tun, sich z.B. ein Patenkind kaufen. Hat man es aber nicht, so ist man auf der 'falschen Seite' und hat kein Recht auf Glück.
Also du verdienst mehr wie 5000 Euro und hast damit den 'richtigen' Verdienst, ich habe den 'falschen' Verdienst, also ist es ja gar kein Wunder, dass ich so unglücklich bin! Ich bräuchte einfach mehr Geld... wir alle sollten über 5000 Euro verdienen um glücklich zu sein! (Dann würde zwar vermutlich die Weltwirtschaft zusammenbrechen und ein paar wirklich reiche Leute, wären gar nicht mehr so glücklich, weil sie plötzlich weniger hätten und auch nicht mehr so viel Gutes tun könnte, deswegen natürlich und nicht, weil sie dann weniger hätten...) Ich mein, das ist ja schön, dass wir jetzt alle wissen, wie furchtbar reich du bist und wie viel Gutes du damit tust und wie glücklich dich das macht (ist ja nicht schlimm!), aber hast du auch noch was anderes zu erzählen? Irgendetwas kreatives zu dem Themenkomplex? Eine Idee, die nichts mit Geld zu tun hat?
Es dreht sich alles nur um Geld, in deinen Gedanken, in deinen Äusserungen... Dein Glück? Geld! Gutes tun? Geld! Geld ist die Antwort auf alles.
Aber irgendetwas stört mich an deinen selbstverliebten Aussagen... und das zu sehen, reicht ein "minimaler Verstand" nicht aus... dazu bedarf es etwas mehr (aber nicht Geld)

LG
Lisken
Kennt ihr diese Situation, wenn man gar nichts anderes tun kann als das falsche? Ich meine: nichts tun, wäre falsch - von den Optionen, die blieben, wäre eine falscher als die andere... und man sucht sich das kleinere Übel aus.

Heute mit meiner Mutter telefoniert, eigentlich nur den Rückflugtermin bestätigen wollen... Dann doch angefagen die Situation im Groben zu schildern. Ziemlich aufgeregt gewesen.
Ihre erste Reaktion war auch:

Mum: "Mach dass du da raus kommst!"
Ich: "Bevor ich einfach aufgeben, kann ich genausogut auch erstmal kämpfen und wenigstens versuchen etwas zu ändern."
Mum: "Was willst du da ändern, du hast doch kein Recht andere Leute einfach umzukrempeln!"
Ich (ganz cool): "Warum machst du dann das und das und das?"
Mum: "Da hängen Kinder mit drin..."
Ich: "Hier auch!"
Sie: "Ach so... hmm... Aber dann bleib bei dir. Was du machen kannst, ist die Situation so zu schildern wie du sie empfindest."
Ich: "Genau das tue ich. Aber das hat automatisch zur Konsequenz, dass die anderen dann mehr sehen als sie vorher gesehen haben und dann in Zugzwang kommen. Wenn ich sage: 'Entweder die Tapete geht oder ich!', dann wird das entweder zur Konsequenz haben, dass die Tapete geht oder dass ich gehen muss. Aber davor kann ich ja wenigsten der Tapete die Chance geben zu gehen. Oder?"
Sie: "Klar. Und unter uns, ich bin froh, dass du da reingeraten bist, wenn du sagst, du siehst jetzt viele Dinge klarer, dann dank ich Gott dafür."

War danach wesentlich ruhiger. Sie hat schon recht. Ich kann hier nur etwas ändern, wenn ich mich selbst ändere. Aber den Rücken zukehren werde ich erst dann, wenn es keine bessere Option mehr gibt.
Hmm. Jetzt fahr ich erstmal zum Strand. Und werf mich ins Meer. Pünktilein.

Mit lieben Grüssen an alle
Lisken
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