|
|
|
Lisken,
eigentlich ist der geschilderte Fall ja nicht Dein Problem und da frage ich mich unwillkürlich: Inwieweit ist es Dein ganz persönlicher Machtkampf?
Für den, für welchen Du kämpfst , gäbe es ja immer auch noch die Variante auszuwandern oder zu fliehen, den Job zu wechseln oder die Partnerschaft zu verlassen, je nachdem worum es sich bei dem handelt, was er/sie eben aufgedrängt bekommt.
|
|
|
|
Leider ist der geschilderte Fall sehr wohl auch mein Problem. Und ich kann nicht einfach sagen: Das geht mich nichts an. Denn das tut es.
Weglaufen ist natürlich immer eine Alternative. Nur sich selbst schleppt man immer mit sich rum, auch wenn man alles andere zurücklässt.
Es geht um die Situation in die jemand hineingeboren wird, in der ein Kind aufwächst, ohne etwas daran ändern zu können. Es geht um das Schicksal einer ganzen Familie um das Schicksal von Kindern.
Ich könnte natürlich sagen: Es geht mich nichts an. Und Tschüss. Und ich hätte das volle Recht dazu.
Aber ich habe beschlossen zu bleiben und zu kämpfen, weil das etwas ist woran ich glaube. Als ich am Ende war, gab es Menschen, die um mich kämpften, die bereit waren in die Hölle hinabzusteigen um mich da raus zu holen, die Blut, Schweiss und Tränen schwitzten. Und heute bin ich wohl dran. Es gibt Dinge, die sind jenseits aller vernünftigen Überlegung, entweder man ist bereit sie zu tun oder man ist feige genug sie zu lassen. Ich bin wohl einer derjenigen Menschen, die nicht feige genug sind.
LG
Lisken
|
|
|
|
Hallo miteinander.
Als ich diesen Thread nochmals durchgelesen habe, musste ich schon noch
einmal über meine Vergangenheit sinnieren.
* Ich hatte sehr viel Glück in meinem Leben.
* Ich hatte Glück so gütige und liebe Eltern zu haben.
* In der Schule und Studium hatte ich sehr gute Lehrer.
* In der Ausbildung zum Kaufmann und später zum Devisenhändler hatte ich
die richtige Bank und Lehrmeister gewählt.
Ich hatte auch fast immer die richtige Entscheidung getroffen,
war aber auch in so einige Situationen gerutscht die voll Risiko und Unsicherheit waren.
Ich denke schon, dass wir das Leben nicht nur selber schmieden kann sondern sehr
stark auch von den äusseren Umständen abhängig ist.
Wenn man nicht die richtigen Eltern, Lehrer und Freunde hat, kann man
sein Leben gar nicht richtig aufbauen.
Es gibt aber immer wieder Ausnahmen.
Einer meiner Brüder der die gleichen Voraussetzungen wie ich hatte,
ist Heute beinahe verarmt und verdient pro Monat weniger als 5000 Euro.
Jeder seine Schicksals Schmied - ja aber es gehört eben auch noch etwas
Glück dazu und ein minimaler Verstand.
Mit Grüssen Gralsbote
|
|
|
|
@Lisken
Du bist nicht im Zugzwang, dich rechtfertigen zu müssen, warum du hilfst oder helfen willst.
Ich finde, eher die Leute, die deine Motivation in Frage stellen, versuchen davon abzulenken, warum sie nichts tun.
Es ist immer leicht zu sagen: Es ist nicht mein Problem.
Die ganze Welt ist leider voll von solchen Leuten.
Persönliche Involviertheit, so schmerzvoll sie in dem Moment für den Betreffenden ist, ist eine DER wesentlichen Vorraussetzungen für Nächstenliebe.
Verbal alles zu durchleuchten ist eine Sache.
Wirklich zu helfen bewegt sich aber auf einer ganz anderen, sehr viel anspruchsvolleren Ebene.
|
|
|
|
@Gralsbote
Mit 5000 Euro hängt man nicht gerade am Hungertuch. Armut hat andere Dimensionen.
10 Dollar pro Tag für eine 12köpfige Familie hier, und die Leute fühlen sich "wohlhabend", weil sie nicht betteln müssen....
|
|
|