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| Ceres hat folgendes geschrieben: |
Hallo LeonDan.
Ich hatte eher den Eindruck, dass hier über Schicksal, Ideen und Gedanken geschrieben wird.
Was eine Seele ist, kann auch ich nicht sagen und meine auch nicht, es zu wissen. |
Dann hilf bitte mit es zu untersuchen.
Wenn ich 2% meiner Ideen verwirklichen sollte, müsste ich sie erstens morgen noch wissen und zweitens bräuchte ich einige Leben dazu.
Oft ist die Verwirklichung einer einzigen Idee lebensfüllend. Manchmal erfüllend, manchmal zermürbend.
Aber der Teufel steckt im Detail, bekanntlich.
| Ceres hat folgendes geschrieben: |
| Was das Schicksal angeht, so kann man es als denkender Mensch ganz bestimmt in die Hand nehmen. Oftmals sind dazu Ideen notwendig und hier sehe ich den Verbindungspunkt zwischen Gehirn, Schicksal und Idee. |
Es bedarf der Ideen die ein Problem lösen können, des Antriebs das auch zu tun und der Disziplin es durchzuhalten.
Vieles davon ist Charaktersache, mancher braucht einen Sklaventreiber oder einen keifenden Partner um tätig zu werden, andere muss eher jemand bremsen, damit sie keinen Landschaden anrichten bei ihrer Ideenverwirklichung, aber dazu müssen erst mal Ideen kommen und mich nimmt nun mal wunder wo die her kommen, denn das beeinflusst meiner Ansicht nach ziemlich stark, inwieweit ich dafür verantwortlich bin.
| Ceres hat folgendes geschrieben: |
Ideen zu finden setzt Gehirntätigkeit voraus und im allgemeinen sind Ideen auch dazu da verwirklicht zu werden.
Vielleicht um damit sein Schicksal zu verbessern? Gerade in dieser Richtung gibt es die möglichsten und unmöglichsten Ideen und von den ersteren werden auch viele umgesetzt. |
Ideen sind eine Art innerer Output eines Denksystems oder Bewusstseins, ich kann die noch für mich behalten, sonst wird es mein Output, den meine Umwelt irgendwie wahrnehmen kann und ganz selten sogar mal verstehen gggg.
| Ceres hat folgendes geschrieben: |
| Ist der Begriff "Brainstorming" bekannt? ... |
Ja, dazu braucht es eine Geisteshaltung, die Ideen zuläßt und die kommen oder eben nicht, aber keiner weiß, woher und warum diese und nicht andere.
| Ceres hat folgendes geschrieben: |
Diese Methode orientiert sich übrigens an der indischen Technik Prai-Barshana, die es seit etwa 400 Jahren gibt.
Sie kann auch zu kreativen Lockerungsübungen verwendet werden, die dann aber ergebnislos sind, auch kein Ergebnis fordern.
Diese Art des Gehirntrainings und der Ideenfindung macht übrigens auch allein oder zu Zweit großen Spaß und ist ein guter Gegenpol zur Meditation.
Vorerst wollte ich nur soviel zu diesem Thema sagen.
Danke fürs zulesen. |
Schönen Dank Ceres für Deinen Beitrag.
Ich habe immer noch den Eindruck, dass ich, wie Martin gleich auch sagt, vor allem an meinem Schicksal die Art verändern kann, wie ich es auffasse.
| Martin H. hat folgendes geschrieben: |
Um mich mal alleine auf das Thema zu Konzentrieren:
„Jeder ist seines eigenen Schicksals Schmied“
Nein, das glaube ich nicht. Wenn mich ein Auto anfährt und der Autofahrer betrunken ist, dann habe ich das zumindest nicht auf der physischen Ebene gewählt. Man kann nun mutmaßen, ich habe diese Wahl auf Seelenebene getroffen. Möglich, aber dennoch fühle ich mich im Diesseits nicht als Schmied meines Schicksals!
Aber:
„Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“
Ja, das glaube ich. Denn egal wie auch mein Schicksal sein mag, es liegt an mir, dieses anzunehmen und daran zu glauben, dass mich eben dieses Schicksal zu meinem höchsten Wohl geleiten wird. Je schwerer das Schicksal, desto schwieriger, das zu verwirklichen, aber ist es verwirklicht, so bleibt dieses Glück auch nahezu unerschütterlich. |
Diesen Zusammenhang: "Je schwerer das Schicksal, desto schwieriger, das zu verwirklichen (glücklich zu sein)" möchte ich sogar bezweifeln, allerdings hängt das davon ab, wie man die "Schwere" eines Schicksals definiert.
Aber ich habe den Eindruck, es gibt viele Menschen, deren Schicksale ich erheblich tragischer, erschütternder oder zermürbender finde, als mein eigenes und die es anscheinend besser schaffen, damit zumindest mir einen glücklichen Eindruck zu machen.
Aber es dürfte ein Grundbaustein des Glücks sein, sich bereit zu erklären (ich denke das ist eine Entscheidung, die bewusst gemacht werden kann) sein Schicksal anzunehmen, was vorbei ist eben auch nicht alle Tage hervorzuholen um erneut drüber sich leid zu tun und zu jammern, sondern nach einer Zeit der Trauerarbeit eben wieder irgendwo das Stehaufmenschlein zu machen.
Ich kann es nicht nach jedem Seelenschmetter. Manchmal kann ich mich am Riemen reißen und es geht wieder aufwärts, manchmal muss ich eher unten durch und auf der unteren Seite wieder hervorkriechen und gelegentlich möchte ich gern, dass ich es abschalten könnte: Wie den Stecker ziehen beim Computer, den Akku raus und fie Festplatte in den Schredder ....
Falls ich dann noch existiere, verspreche ich zu versuchen, es Euch wissen zu lassen, vielleicht fällt mir ja ein.... Soll aber schwierig sein. (siehe "Nachricht von Sam" oder "Ghost")
LG, VanTast
PS.
Es gibt gar nicht wenige Tiere, die auch eingehen, wenn ihr einziger Lebenspartner stirbt, dazu gehören nicht besonders Intelligenzbestien. Zwar sind Graugänse nicht blöd, aber es sind Gänse und keine Elstern, Graupapageien oder Schimpansen. (Lauter Leute die ihr Spiegelbild erkennen können!)
Sie teilen ein wenig ihr Schicksal mit jenem des Partners, weil sie keine Motivation haben, weiter zu leben.
Vor Trauer vergessen sie zu essen oder haben eine andere Art Schwächung. Aber die verwitweten Partner die dem Gestorbenen bald nachfolgen sind wirklich aus vielen Tiergeschichten bekannt.
Ich denk, es fehlte ihnen nicht an Ideen, zu überleben, aber an einer Idee, wozu das gut sein sollte.
Aber wer mit dem Schicksal hadert, ist meist kein besonders angenehmer Mitmensch und wird bald einsam.
Genau diese Fragen sind es, für welche Wissenschaften keine Lösung haben, sondern Religionen oder Philosophien.
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| Zitat: |
Aber wer mit dem Schicksal hadert, ist meist kein besonders angenehmer Mitmensch und wird bald einsam.
Genau diese Fragen sind es, für welche Wissenschaften keine Lösung haben, sondern Religionen oder Philosophien. |
*zustimm*
Jade
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Oder ganz kurz:
Es gibt Unbewusstheiten aus denen unser Handeln entsteht: Erinnerungen, Traumata, Glückserlebnisse... Diese können wir (wenn wir wollen) erkennen und bearbeiten, entweder direkt ändern oder zumindest deren Einflus auf unser Handeln minimieren.
Wir können bewusst handeln, aber da kommt es darauf an ob wir wissen wie oder nicht...
Wie gesagt sehr viele Faktoren, die wir zumindest theoretisch kontrollieren können (die wenigsten Menschen können das auch tatsächlich).
Und dann gibt es immer noch diesen einen Faktor... mit dem wir nie im Leben gerechnet hätten *G*. (Aber sich nur und ausschliesslich auf den zu verlassen, halte ich bestenfalls für dumm, schlimmstenfalls für langweilig.)
LG
Lisken
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@ Lisken
Da hast Du vielleicht recht, wahrscheinlich sogar, dass die Aussage mit der Schmiedekunst zu umfassend ist.
Das ist ja auch ein Grund, warum ich versuche, bei dem anzufangen woraus ein Bewusstsein besteht, und das sind nun mal die Gedanken, und zwar auch die von Hormonen begleiteten Gefühle, denn in der Wahrnehmung müssen Gefühle zu Gedanken umgewandelt werden, sonst bleibt es bei einem Bauchgrimmen oder Kopfschmerz.
Aber wenn man sich mal gewahr wird, wie aus einem Impuls wie: "Es wird hell", oder "es ist der Strom ausgefallen", gleich ganze Romane werden können, sieht man auch dass irgend ein Etwas mit einem winzigen Impuls viel bewegen kann, während es genauso das Gegenteil gibt, dass Dauerimpulse ihre Wirkung verlieren.
Über Überraschungseffekt oder Gewöhnung möchte ich jetzt keine Abhandlung einflechten, sondern an der Wurzel bleiben: Wer macht den Anfang mit dem ersten Impuls und wie heißt die Instanz, welche entscheidet, ob ich nun den Impuls durchführe oder nicht?
Gar oft entscheide ich mich gegen besseres Wissen und gegen meinen Willen, und dabei weiß ich meist, was dadurch auf mich zu kommt, aber ich spüre dass ich nicht anders kann...
Verrückt? Mag sein!
LG. VanTast
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Hallo VanTast, hallo Leute...
Man mag es Zufall nennen oder nicht, aber ich hatte in den letzten Tagen sehr viel mit diesem Thema zu tun. Von einer ganz und gar praktischen Seite.
Ich kämpfe gerade mit harten Bandagen um einen Menschen, der mir sehr viel bedeutet. Der hat ein Schicksal und wurde in eine Situation hineingeboren, die ihm kaum noch Handlungsmöglichkeiten lässt. Wenn daran etwas geändert werden soll, wären ein diamantener Wille und solche Unmengen an Energie nötig, wie man sich kaum vorstellen vermag, wie jemand die aufbringen soll... Er müsste Risiken eingehen, die man einzugehen auch von keinem Menschen verlangen kann. Andererseit könnte er alles verlieren, wenn er nichts tut. Und da ist ein Punkt erreicht, wo er nur noch sagen kann: Ja oder Nein. Und falls Ja, stehen ihm Jahre des Kampfes bevor.
Wenn man vor sowas steht... wird einem das ganze Ausmass des Begriffs 'Schicksal' jenseits der Worte bewusst. (Und man steht sprachlos da und fragt sich: Gehts noch?)
Und ich frage mich: Habe ich überhaupt das Recht einzugreifen? Habe ich, angesichts dessen, was ich sehe, das Recht darauf hinzuarbeiten, dass ein Mensch, statt einfach dort zu bleiben wo er ist und es als sein Schicksal zu akzeptiere so zu leben... sich entschliesst durch die Wüste zu gehen, durch Sturm und Hölle um ... wo rauszukommen?
Habe ich andererseits das Recht tatenlos zuzusehen, wie er abstumpft und seinen Kopf beugt und vor sich hinvegetiert, sein Leben lang?
Klar ist: Den Impuls kann ich ihm tatsächlich liefern. Aber entscheiden, das kann nur er allein.
Wenn ich mir das so ansehe (und es tut weh das zu sehen) kommt mir nur ein Paradox:
Ich kann mein Schicksal nur dann ändern, wenn ich es akzeptiere.
Ich muss die Dinge sehen wollen wie sie sind, erst dann kann ich handeln. Ich glaube schon, dass der Schlüssel die Wahrnehmung ist. Wenn ich mein Schicksal in all seinen Ausmassen gar nicht wahrnehmen will, weil es mir unglaubliche Schmerzen bereitet, bin ich hilflos gefangen.
Aber woher kommt der Impuls sehen zu wollen? Wenn ich das mal wüsste...
Aber vielleicht denk ich morgen auch anders drüber. Mal sehen, was der Abend bringt.
LG
Lisken
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