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jeder seines Schicksals Schmied












Zum Durchknallen bedarf es nun mal einer gewissen Intelligenz, Verzweiflung auch und vor allem die Intelligenz kann man nicht von einer Mehrheit erwarten.

Intelligenz ist nämlich nur bedingt ein Vorteil beim Überleben, nämlich da, wo sie sich in der Anwendung unterordnet und auf jene Belange angewandt wird, welche der Lösung der ganz persönlichen praktischen Probleme dient.

Wo sich intelligenz auf andere Dinge bezieht, kann möglicherweise ein Vorteil entstehen, sofern sich jemand nicht darin vergisst und aus lauter Interesse vergisst sich selbst zu erhalten. Kommt aber kaum vor, dass jemand wirklich im Studierzimmer verhungert, nur annähernd.

Schicksalsbausteine sind dabei:
Der grad, wie sich jemand mit seinen gewählten Problemen und seinen Erfolgen identifiziert:
Wenn eine verpatzte Prüfung ein Grund ist, sich umzubringen, ist so ein Mass an Identifikation mit seinen Erfolgen bestimmt nicht überlebensfördernd.

Die Fähigkeit, sich in erreichte Situationen zu schicken und von da aus neu weiter zu gehen ist es, welche Manschen nach Katastrophen neu anfangen lässt.
Erstaunlich ist auch, mit welcher Sturheit manche am einmal gewählten Platz bleiben, wenn der z.B. am Abhang eines Vulkans oder auf dem Ufer einer im Meer versinkenden Insel liegt. Da gibt es Menschen, die entwickeln eher Schwimmhäute, als dass sie ein Angebot der Regierung annähmen, sich trockener Niederzulassen.

Aber insgesamt sind die Faktoren, welche das Überleben verhindern können dermassen vielfältig, dass es kaum möglich ist, für jede denkbare und vor allem undenkbare Gefahr gerüstet zu sein und darum gewinnt die Ausrüstung, mit der man eben überall durchkommt, und leider ist das nicht die moralisch höchststehende, sondern eine, welche sich durchwurstelt nach den Möglichkeiten geringsten Widerstandes und der Fähigkeit gute Chancen zu erkennen und zu nutzen, Risiken einzuschätzen sowie einem gesunden Maß an Selbstvertrauen und Mut.

Wo Selbstvertrauen durch Gottvertrauen ersetz wird ist das nicht schlechter, falsch ist nur, zu meinen der vertrauenswürdige Gott der sich da bewährte wäre ein anderer, als jener der sich eben nicht bewährte. Anders ist die Interpretation der Mglichkeiten.
Ich hab irgendwie den Faden verloren? Worum gehts hier nochmal? Ach, des Schmiedes Schicksal...

Also wenn jemand Schmied wird, weil ihm das Schmieden Spass macht, dann kann er damit glücklich werden. Wenn er Schmied wird, weil sein Vater schon Schmied war, dann kommt es darauf an, ob ihm das Schmieden Spass macht oder ihm egal ist oder obs ihn anko***. Sollte letzteres der Fall sein, so ist das schlimm und sollte wohl vermieden werden (?).
Wenn jemand aber Schmied werden möchte und das geht nicht, weil andre was dagegen haben, so ist das auch schlimm und sollte verhindert werden (?). Was aber, wenn er dann, statt Schmied zu werden, eben Bundeskanzler wird und dafür sorgt, dass von nun an jeder Schmied werden kann, der Schmieden will und diejenigen, die das nicht wollen, eben was anderes machen dürfen - ?
Dann haben wir entweder einen Mangel oder einen Überschuss an Schmieden. Wenn wir einen Mangel haben, will plötzlich jeder Schmied werden, (wir werden ja schliesslich gern gebraucht) und dann haben wir einen Überschuss und die überschüssigen Schmiede müssen leider verhungern oder eben was anderes machen.
Wenn einer Schmied wird, obwohl er klein und schmächtig ist, dann hat der entweder eine spezielle Schmiedetechnik oder mit 40 einen Bandscheibenvorfall und verhungert eben auch.
Also ich persönlich würde mich ja am liebsten neben einen Schmied stellen und ihm sagen, wie er das Schmieden zu betreiben habe und dabei einen Teil seiner Einkünfte kassieren - das führt weder zum Bandscheibenvorfall, noch zum Verhungern. Aber dazu gehört neben Selbstvertrauen und Mut auch noch ein Stück Papier, das nennt sich: Studienabschluss. Und das könnte schon mal einen Bandscheibenvorfall geben, wenn ich nicht aufpasse.
Darum werd ich lieber Bundeskanzler und verbiete aus Spass an der Freude das Benutzen von Papier (auch von Geldscheinen) und dann lehn ich mich zurück und guck, was alle anderen machen .

LG
Lisken
Ich hab es in meinem Leben so gemacht (jedenfalls in den letzten 15 Jahren): Ich habe mir Ziele gesetzt. Ganz grob.
Ich will eine Familie.
Ich will Spaß in meinem Beruf.
Ich will noch mal einen Neuanfang wagen.
Und danach habe ich meine Prioritäten gesteckt.
Männerbekanntschaften wurden nicht mehr nur nach dem Spaßfaktor bewertet, sondern auch nach Bindungsfähigkeit.
Ich habe Kurse besucht, um mich für eine neue Stellung zu bewerben.
Und ich habe einem Mann geheiratet, der genügend Flausen im Kopf hatte, um uns nochmal in ein Abenteuer zu stürzen.
Klar gibt es auch Rückschläge und Fehlentscheidungen, und auch die Ziele können sich ändern oder ganz wegfallen.
Bis jetzt bin ich aber ganz gut damit gefahren.
Es gibt doch immer die berühmte Frage: Wo/wie siehst Du dich in 10 Jahren?
Manchmal hilft es ganz gut, wenn man sich überlegt, was man für Ziele hat und worauf man hin arbeiten kann.
Müssen das auch sog. 'realistische Ziele' sein oder darf ich in 10 Jahren die Weltherrschaft übernehmen, das Geldsystem abschaffen, das Beamen erfinden, den dritten Weltkrieg anzetteln und dann auf den Mond abhauen... ?
Ne, ehrlich, wenn das so weitergeht, dann seh ich mich in 10 Jahren in einem schönen, ruhigen, weich gepolsterten Zimmer, in einer gemütlichen, warmen Jacke Mundmalerei betreiben... (was nicht mal die schlechteste aller Alternativen wäre.)

LG
Lisken
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