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jeder seines Schicksals Schmied












Zitat:
bist du sicher beurteilen zu können, wem es schlecht geht und wem nicht ?

das heisst du glaubst alles ,was du in den medien siehst . oder ?


Woraus schliesst du das? Diese Familie, denen die armen Kinder leid taten, gibt es wirklich und sie engagieren sich auch real. Jeder kann sich beteiligen, auch Schulen machen bei dem Projekt mit.

Ich sehe in Gross-Städten Projekte für Schulkinder, die zu Hause kein warmes Mittagessen mehr bekommen und dort verpflegt werden. Insofern denke ich schon, dass ich mir ein Urteil erlauben kann.

Ausserdem war ich in Südafrika vor Ort-also bitte ohne Info keine Unterstellungen. Es geht nicht um Medien, sondern um die Bekämpfung der Armut.

Beispiele für Hilfsprojekte habe ich gebracht.

Wir können jedoch als Einzelpersonen nicht alles Leid dieser Erde auf uns nehmen- die Politik ist auch gefragt- ebenso wie private Initiativen.

Jade-die sich wünscht, dass kein Kind dieser Welt mehr hungern muss!
Warum geht es "denen dort" so schlecht? - Weil es "uns hier" so gut geht.
Warum gehts es "uns" so gut? - Weil es "denen" schlecht geht.

Aber geht es uns wirklich gut? Jeder will das haben, was ihm fehlt. Menschen, denen der westliche "Standard" abgeht, wollen genau den, weil sie meinen, dass es ihnen dann besser geht. Menschen, die diesen Standard geniessen, geht es aus anderen Gruenden schlecht: sie fuehlen sich isoliert, depressiv, ueberfluessig, fett, unnuetz, dann gehen sie zum Therapeuten oder lassen sich Antidepressiva verschreiben... Die anderen jammern, weil sie kein sauberes Wasser haben...
Leid gibt es ueberall und es haengt nicht unbedingt mit Wohlstand zusammen. Das ist es naemlich, was viele der so gut gemeinten Wohlstandsaktionen scheitern laesst: es ist nicht der Wohlstand, der Menschen gluecklich macht und nicht sein Fehlen, das sie ungluecklich macht.

LG
Lisken
Hi!

Um ganz ehrlich zu sein: ich finde es escht eine Schande, dass es auf dieser Erde noch Menschen geben muss, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben! Das darf eigentlich, wo wir so darüber aufgeklärt sind, dass schlechtes Wasser den Menschen auf Dauer krank macht, nicht sein. Das es trotzdem so ist, liegt wohl an der Arroganz der "1. Welt" gegenüber den anderen beiden "Welten". Wenn die Menschheit doch endlich einsehen würde, dass dieser Planet nur Eine Welt ist, wäre das glaube ich ein großer Fortschritt!

Natürlich ist die Ursache dafür dass die Menschen dort glücklicher sind die Armut. Sie vermittelt ein Gemeinschaftsgefühl, man sieht, dem anderen geht es geauso schlecht, aber wenn wir zusammenhalten geht es uns etwa besser - nach dem Prinzip! Außerdem sind die Menschen in den Industrienationen oft so unglücklich, weil sie alles verlieren können! Das Haus, das Geld, das Auto...und das macht ihnen furchtbar Angst. Und was noch hinzukommt: man ist allein. Ich lebe zur Zeit in Oldenburg, und du bist vollkommen allein in einer großen Stadt. Es interessiert niemanden, wie es dir geht, was du tust und ob du glückich bist. Solange du funktionierst ist alles in Ordnung.
Wie oft liest man in den Zeitungen, dass Tote nur gefunden wurden, weil sie anfingen zu verwesen? Sowas ist doch total gräßlich!

Hierin sehe ich eine der Ursachen des Unglücks in der westlichen Welt.

@ Lisken: ich glaube nicht, dass wir uns das so einfach machen können. Es gibt auch Menschen, die in Afrika im Überfluss leben, aber die vergessen in der Regel, dass es noch mehr Menschen in ihrem Land gibt, die dringend zum Arzt müssen oder so.

Liebe Grüße,
Branwen
Hallo Branwen!
Nein, so einfach ist es nicht... zwei Dinge habe ich zu sagen:
1. Glaubst du ernsthaft, dass das Wasser, das in Dt. aus der Leitung fliesst und das man uns als "Trinkwasser" verkauft, wirklich "sauber" ist? Dieses "Trink"wasser ist verseucht mit Medikamentenrückständen und künstlichen Hormonen. Was meinst du, warum unsere Kinder immer schneller immer grösser und immer früher reif werden? Was meinst du, woher die Vogelgrippe kommt? (Die Antibiotika lassen Viren und Bakterien in unserem Ökosystem immer resistenter werden, ein Teufelskreis.)

2. Das "zum Arzt müssen" ist auch so eine typisch "westliche" Vorstellung von einem sicheren und geregelten Leben. Warum nicht ohne Arzt eine Erkrankung überstehen? Warum den Tod um jeden Preis verhindern müssen/wollen/sollen? Ich sage nicht, dass diese Philosophie falsch ist, versteh mich bitte richtig... aber es ist eben nur eine unter vielen: es besitzt keine universale Gültigkeit, dass jeder Mensch ein Recht hat auf ärztliche Betreuung.
Aus eigener Erfahrung: diejenigen meiner deutschen Kollegen, die wegen jeder Magenverstimmung zum Arzt gerannt sind, lagen damit zwei Wochen im Krankenhaus. Ich blieb mit der selben Verstimmung allein im Bett, kotzte alles raus, zitterte eine Nacht durch (Dehydrierung), liess alles rauslaufen, trank Wasser in kleinen Schlucken. Und war am nächsten Tag gesund.

Viele Menschen in Afrika haben Zugang zu besseren Ärzten als viele in Europa. Es gibt nicht nur unsere Art zu heilen und nicht nur die allein ist wirksam.

Und das mal nur als Beispiel wie man alles auch ganz anders sehen kann...

LG
Lisken
@Lisken,
Deine Kritik am "Wohlstandsleiden" in allem Respekt, aber das, was Du über die Menschen in Afrika so allgemein von Dir gibst - es ist haarsträubend.
Ich lebe zur Zeit in Afrika, und, glaub mir, das Wasser ist hier mit sehr viel mehr verseucht als mit ein bißchem Medikamentenrückstand.
Und eine Cholera ist auch nicht mit einem Tag Fieber ausgestanden.
Und - glaub mir - die ärztliche Versorgung für normale Einwohner - also keine "Ausländer wie mich" ist - nun ja - um es freundlich zu sagen: ein Witz.
Die Frauensterblichkeit nach Geburten beträgt hier mal locker 10%, sowas muß man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen.
In fast jeder Familie - zugegebenermaßen große Familien - gibt es an Malaria oder Durchfallerkrankungen verstorbene Kinder zu beklagen.

Astrella
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