Foren-Übersicht
Login | Registrieren | Forum | Suche

jeder seines Schicksals Schmied












Hallo allerseits!

@Gralsbote:
Ich habe dir eine PN geschrieben, es wäre nett, wenn du sie abholen würdest.

@All:
Ich war jetzt mal am Strand. Manchmal ist ein Tapetenwechsel das beste, was man tun kann, wenn man Veränderungen anstrebt. In einer anderen Umgebung sehen manche Dinge auch anders aus und mit mehr Abstand, kann man sie kühleren Kopfes angehen.
Tatsächlich sieht es so aus, dass man in einem Menschen aktiv den Willen zur Veränderung erzeugen kann, wenn die Umstände mitschwingen.
Je mehr ich darüber nachdem, wer oder was das Schicksal schmiedet, desto mehr komme ich zu der Überzeugung, dass es wir sind einerseits und etwas anderes (ob in oder ausserhalb von uns) andererseits. Klar ist: wir werden in Umstände geboren und kommen im Verlauf unseres Lebens in Umstände, die wir erstmal so nehmen müssen, wie sie sind. Dann erst kommen die Faktoren ins Spiel anhand dessen wir die Umstände verändern können, vorausgesetzt eir halten dies für notwending oder wünschenswert.
Hier gibt es im Wesentlichesn zwei Techniken:
Einmal die Änderung der Sichtweise auf die Umstände, zum anderen Handlung und aktives verändern der Umstände selbst. Manchmal muss das eine mit dem anderen zusammenwirken, damit eine Veränderung eintreten kann.
Es kann, wie LeoDan (ehemals VanTast) sagt einiges geschehen und sein, was unseren Handlungsspielraum einschränkt (objektiv oder subjektiv). Was wir _tun_ ist entscheiden, wie wir mit der Einschränkung umgehen.
Wieviel von dem, was uns einzuschränken scheint, schränkt uns wirklich ein, weil wir die eine oder andere Möglichkeit zum Handeln einfach übersehen? (Aufgrund mangelnder Information oder Ausbildung, z.B.) Andersrum aber: Inwieweit sind die Umstände günstig, dass wir das beheben können? Und wo ist die Grenze des Machbaren?

Jemand, den eine schwere Krankheit trifft, kann sagen: "Es ist eine Krankheit, ich kann dagegen nichts tun, weil die Ärzte sagen, es sei unheilbar." Ein anderer mit derselben Krankheit könnte sagen: "Die Ärzte haben nicht immer recht, es ist zumindest einen Versuch wert, dass ich mich informiere und alles in Gang setze die Krankheit zumindest zu stoppen."
Was aber ist der Unterschied zwischen beiden Personen? Hat die eine einfach mehr Kraft, mehr Lebensmut? Kommt der Lebensmut vielleicht vom Elternhaus her, wo er im Überfluss vorhanden war oder unterdrückt wurde (äussere Umstände!). Kann man dann nicht sagen: "Ich hol mir den Lebensmut, den ich brauche!" statt zu sagen: "Ich habe sowieso keinen Lebensmut... weil meine Mutter depressiv war und mein Vater war nie für mich da..."
Wo ist der Unterschied zwischen diesen Personen? Ist es Genetik? Bestimmt Genetik die Flexibilität des Denken, die einen, die denken, dass alles möglich ist, die anderen, denen schon die simpelsten Dinge als unmöglich erscheinen?

Es ist und bleibt etwas sehr geheimnisvolles in dieser Kraft, die manche Mensche weiter trägt als andere es jemals für möglich erachtet hätten (trotz härtestem Schicksal) und andere dort vegetieren lässt wo sie sind (trotz günstigstes Umstände). Kommt sie von innen oder von aussen?
Schickt das 'Schicksal' (oder Gott, wenn man ihn denn bemühen möchte) manchen Menschen 'Engel', die ihnen weiterhelfen, anderen aber nicht und warum nicht? (Oder wollen sie die 'Engel' gar nicht sehen?)

Liegt prinzipiell alles im Bereich des Machbaren? Und welche Faktoren verhindern (letztendlich, nicht nur scheinbar!) die Machbarkeit?

Was mich so beschäftigt...

LG
Lisken
Hallo Lisken,
Lisken hat folgendes geschrieben:
Wo ist der Unterschied zwischen diesen Personen? Ist es Genetik? Bestimmt Genetik die Flexibilität des Denken, die einen, die denken, dass alles möglich ist, die anderen, denen schon die simpelsten Dinge als unmöglich erscheinen?

diese "beiden" Personen können sogar ein und dieselbe sein zu verschiedenen Zeiten desselben Lebens.
Und dabei ist noch nicht einmal gesagt, wer früher und wer später kommt, begegnet sind mir schon Defaitisten (Schicksalsgläubige) die zu Verfechtern des freien Willens wurden wie umgekehrt.

Ich selber habe auch schon mehr daran geglaubt, dass alles möglich wäre, wenn ich nur will, doch das Wollen zu lernen habe ich nie gelernt:
Entweder will ich oder nicht. Keiner kann mir sagen warum.
Hi LeoDan,

stimme zu.
Nur dass Defaitismus (interessantes Wort, kannte ich noch nicht) sich nicht unbedingt mit dem Glauben an den freien Willen beissen muss. Schicksal an sich existiert ja friedlich neben der Möglichkeit es zu beeinflussen.
Interessant wird es, wenn sich der eine Wille mit dem anderen beisst. Und besonders interessant, wenn es in ein und derselben Person geschieht. Sowas nennt man dann wohl einen 'inneren Konflikt'. Der Klassiker ist: Ich will etwas, aber ich will nichts dafür tun.
Aber keiner würde sagen: Ich will einen Unfall haben. (Ausser es handelt sich um einen Auffahrunfall, wenn das Auto eh fast wertlos ist und man schön Geld von der Versicherung bekommen kann, das man gerade dringend braucht...)
Also Regeln schliessen Ausnahmen ein. Das ist das Krasse daran.

LG
Lisken
@Astrella
Ich danke dir für deine liebe Rückmeldung. Es ist wahr,die traurige Wahrheit.
Da ist egal was du vorher alles gut oder nicht so gut in deinem Leben hinbekommen hast und da hast du auch nichts von gutem Einkommen!
Da fühlt man sich nicht mehr seines Glückes Schmied-sondern ausgeliefert.
Ich bin auch froh,dass wir gläubig sind sonst hätten wir schon lange keine Kraft mehr.Aber es gibt auch Tage,an denen ich an allem zweifle...........
Forum -> Andere Themen

Zurück  
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20,
21, 22, 23, 24
Ähnliche Themen
Bewiesen, dass jeder Mensch eine Seele hat?
Hat eben jeder so seine Meinung über Gott und die Welt
FILM - "Jeder siebte Mensch"
Jeder Mensch hat andere Fähigkeiten
Hat immer Recht Vater seines Kindes zu sein
Nach Namen seines Sohnes gefragt
Teil seines Experimentes
Freund seines Kumpels
Jeder Einzelne dieses Volkes
Jeder Mensch will Leiden vermeiden