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jeder seines Schicksals Schmied












manmal muss man Hass und Neid auch rauslassen. Es gibt in meinem Leben auch Dinge, die ich zwar akzeptieren muss, aber wo mich auch öfter der Gedanke an Ungerechtigkeit usw. packt. Auch gegen Menschen, denen es verdammt gut geht, dafür dass sie so mies sind.

Jade
Schönen Herbst, Gralsbote,

Gralsbote hat folgendes geschrieben:
VanTast hat folgendes geschrieben:
wenn mir ein Ideengebäude wie Deines fragwürdig vorkommt.
Was meinst Du damit?
Ich meine, was Du als Glück definierst ist nicht das was ich als Glück ansehe. Und im Materiellen liegt kaum Glück, auch wenn Geld beruhigt. Uruhe und Sorge kann glücklicher sein als sorgloser Übermut und Reue.

Gralsbote hat folgendes geschrieben:
VanTast hat folgendes geschrieben:
Ich habe mich mit meinem Leben ganz gut abgefunden und bin zufrieden.
Hast Du dich mit deinem Leben nur abgefunden und bist damit auch wirklich zu frieden?
Das ist meines Erachtens eben nicht dieselbe Dimension wie das Glück.
Ich denke es gibt ganz viele Menschen, welche zwar unzufrieden mit irgendwas in ihrem Leben sind, und dennoch glücklich.

Die Definition von Glück empfinde ich als äußerst schwierig, jene von Schicksal aber nicht, denn Schicksal ist was ich definitionsgemäß nicht beeinflussen kann, wie z.B. mein biologisches Erbgut, die Lage meiner Familie in der ich als Säugling und Kleinkind aufwachse ist wahrscheinlich auch nicht so sehr von meinem Willen abhängig.

Also habe ich eine Ausgangslage, ein Sortiment von Fähigkeiten und/oder Behinderungen als Werkzeug um damit in einer weiteren Umwelt irgendwie einen Weg zu finden, in dem ich mein Leben verbringen kann.

Ich denke es hängt relativ viel davon ab, welche Eltern wir haben und wie sie zu uns sehen können (und wollen), auch die Lehrer können wir kaum frei wählen, sowie die soziale Umgebung der Kindheit, und das alles prägt einen Menschen meiner Ansicht nach ziemlich stark.

Natürlich ist alles eine Art organisches Gewebe, jedes Individuum hat auch einen Einfluss und damit eine Macht, auf seine Umwelt, ob es will oder nicht, und alles zusammen entwickelt sich irgendwie und macht immer neue Formen und Versuche, an das Thema Leben heranzugehen, das schafft die Natur ganz ohne Gott, bzw ist sie Gott selbst.

Ob jemand glücklich ist, ist auch eine Frage der Lernfähigkeit: Man kann lernen mit nichts glücklich zu sein.
Erst die Gier nach mehr als nötig wäre macht unglücklich und das Verlangen nach Zuständen oder Dingen, welche nicht erschwinglich bzw. greifbar, bzw. real sind, wie Zweisamkeit oder Universalfrieden.

Gralsbote hat folgendes geschrieben:
Wünsche und Träume hat der Mensch immer wieder. Die einten kann man sich erfüllen, andere nie. Andererseits gibt es sicher auch Menschen die wirklich glücklich sind mit dem was sie haben.
Eben, auch wenn das nicht mal knapp zum Überleben reicht und sie tählich von milden Gaben abhängen, aber sie können dabei geduldig lächelnd und glücklich dreinsehen.

Gralsbote hat folgendes geschrieben:
Es wäre auch nicht gut, wenn alle Menschen gleich viel von was auch immer hätten. So kann man immer bestrebt sein, einem besseren zu folgen und hat dadurch einen Antrieb seine Situation zu verbessern – zu schmieden. Auch ich habe meine Ideale die ich anstrebe, die einen werde ich erreichen andere nie…
sowieso.
Hallo miteinander.
Hallo Jade.

Hass und Neid sind nicht der richtige Weg. Nacheifern ist schon viel besser.
Abgucken und nachmachen ist immer gut um aufzusteigen. Es gibt viele Wege um sich Reichtum anzueignen.
Nicht nur Menschen denen es gut geht, sind schlechte Menschen. Schlechte und Gute Menschen gibt es in allen Gesellschaftslagen.

Oder bist Du der Meinung, dass ich ein schlechter Mensch bin nur weil es mir gut geht?


Hallo LeoDan

Was Glück ist wird wohl von jedem Menschen anders angesehen.
In meinem Leben empfinde ich, ein immer dauerndes subjektives Wohlbefinden.
Im Materiellen selber liegt kein Glück, aber mit dem was Du damit machen kannst schon.

Zitat:
Uruhe und Sorge kann glücklicher sein als sorgloser Übermut und Reue.


Das müssen ja schon sehr glückliche Menschen sein, die voll Unruhe und Sorgen sind…
Da verstehe ich deine Aussage nicht so ganz.
Ich bin nicht übermütig und bereue auch nichts – was auch…?

Ich bin glücklich und zufrieden mit meinem Leben. Und Du hast recht mal eine kleine Unzufriedenheit schmälert mein Glück nicht, nicht im Geringsten.

Das Schicksal hat es gut mit mir gemeint, nur selten ging es mir „Schlecht“ und das macht mich glücklich. Aber schmieden musste ich mein leben schon selber, und auch da hatte ich sehr viel Glück.
Mein Bruder hatte weniger Glück, er hat sein ganzes Geld verspielt, hatte aber die gleichen Voraussetzungen wie ich.

Ich denke, dass viele vergessen, dass sie auch jetzt noch am schmieden sind.
Ich schmiede jetzt meine Zukunft, und ob ich meinen Hammer gut schwang, stellt sich in Zukunft irgendwann einmal heraus.

Ich sehe auch, dass viele Menschen den Mut verlieren wenn mal etwas nicht klappt.
Anstatt es weiter zu versuchen, geben sie auf und jammern, werden depressiv.

Ich hatte gute Eltern. Sie haben mir den Grundstein gelegt und ich habe darauf aufgebaut, mein Leben geschmiedet – und das war nicht nur Glück, sondern da steckt sehr viel Energie dahinter.
Ich habe mein Leben hauptsächlich durch Wissen und nicht durch Glück aufgebaut.

Wenn ich Aktien kaufe, benötige ich ein breites und tiefes Wissen, sonst kann es schnell passieren, dass ich mein Geld los bin. Glück habe ich dann, wenn diese einige Prozente höher steigen als ich errechnet habe, und habe ich mein Ziel erreicht bin ich Zufrieden.

Finde ich falsch, wenn Du schreibst, dass man irgendwie seinen Weg soll.
Man muss sein Leben planen und aufbauen, alles daran setzen aufzusteigen und etwas erreichen.
Die meisten Menschen versuchen dies und das und haben nie Erfolg weil sie eben nur versuchen und nicht wollen.

Sicher hängt es auch davon ab wie die Ausgangslage ist.
Meine Mutter was Lehrerin an der Hochschule und hat viel mit uns gelernt. Das Resultat war, dass ich immer gute Noten nach Hause brachte Ihr verdanke ich sehr viel und Sie hat wie auch mein Vater, sicherlich mein Weg mitgeschmiedet.

Meine Geschwister hatten alle die gleiche Ausgangslage wie ich – und trotzdem hat es mein Bruder es geschafft bald nichts mehr zu haben. Oder meine Schwester die vor ein paar Jahren an einer Überdosis Heroin verreckt ist…

Du kannst zehn Menschen je tausend Euro in die Hand drücken.
Das Resultat wird sein dass am Schluss neun nichts mehr haben und einer alles.

Die einen wissen was sie aus ihrem Leben machen, andere nicht.

Zitat:
Ob jemand glücklich ist, ist auch eine Frage der Lernfähigkeit


Natürlich die Lernfähigkeit und Intelligenz spielen auch eine grosse Rolle.
Es bringt eben nichts dauernd die Schule zu schwänzen und später jammern wenn man mit einem Niedriglohn auskommen muss.
Aber auch da kann man immer noch etwas nachholen und dazu lernen. Aber ich denke, dazu sind viele Menschen zu faul.

Zitat:
Man kann lernen mit nichts glücklich zu sein.


Da hast Du sicher recht.

Zitat:
Erst die Gier nach mehr als nötig wäre macht unglücklich und das Verlangen nach Zuständen oder Dingen, welche nicht erschwinglich bzw. greifbar, bzw. real sind, wie Zweisamkeit oder Universalfrieden.


Trotz meines Geldes bin ich nicht gierig und strebe nicht Dinge oder Zustände an die für mich nicht erschwinglich sind.
Warum sollte Zweisamkeit nicht erreichbar sein? Ich bin mit meiner Frau sehr, sehr glücklich.

    Doch, ich habe mein Leben gut geschmiedet, habe viel erreicht und bin damit glücklich und zufrieden.


Mit Grüssen Gralsbote
Hallo miteinander
Hallo Astrella

Dein Beitrag wurde etwas übergangen – tut mir Leid.

Es ist sicher so, dass es Menschen hier im Forum gibt die neidisch sind. Ich glaube Neid ist uns angeboren, man soll diesen aber nicht unterdrücken sondern auch offen zeigen können, auch wenn dies ein schlechter Charakterzug ist.

Das ganze Leben lang musste ich meine Worte auf die Goldwaage legen, geschäftlich wie auch privat. Man braucht Jahre um sich einen guten Namen zu erschaffen, kann diesen aber innert Sekunden wieder verlieren.
Es gibt genug Prominente die ein gutes ansehen hatten und durch einen kleinen Fehler heute out sind. Zum Glück bin ich nicht prominent.

Von einander lernen ist eine wirklich gute Sache. Niemand ist perfekt, verlangt auch niemand. Ich stelle nie in Anspruch perfekt zu sein, im Gegenteil ich bin ständig am lernen und sehe, dass ich noch sehr wenig weiss.

Interessante Frage: Was würde ich anders machen und warum?

    Was hättet ihr anders gemacht als ich…?
    Wo habe ich meine Fehler…?
    Ist es ein Fehler, dass ich hier im Forum über mein Leben schreibe und wie gut, dass es mir geht.
    Gehe ich euch damit auf den Wecker, oder könnt ihr mich gerade mal noch so knapp ertragen…?


Ich wollte eigentlich nie sagen, dass Menschen ohne Geld unglücklich sind.
Menschen die nichts haben können auch nichts verlieren.

Ich denke, dass wenn ich mit meiner Familie auf einer Insel ohne Geld leben würde, auch glücklich sein könnte.
Aber ich weiss auch, dass ich mir mit meinem Geld wünsche erfüllen kann die mich glücklich machen.

Ich denke aber auch, dass wenn ich mein ganzes Geld verlieren würde, ich unglücklich wäre. Es wird etwa dasselbe sein, wie ein Konzertpianist durch Verlust seines Instrumentes oder krankheit, plötzlich nicht mehr spielen kann – dieser wird sicherlich auch sehr unglücklich sein.

Schlussendlich muss jeder für sich selbst wissen was glücklich macht oder was Glück ist. Ich bin glücklich und zufrieden mit meinem Leben und das macht mich sehr froh.

Auch die Geburt meiner Kinder haben mich glücklich gemacht, die Zweisamkeit mit meiner Frau macht mich glücklich, gesund zu sein macht mich glücklich.
Ich bin zufrieden mit dem was ich erreicht habe und das macht mich wiederum glücklich.

Ich wünsche aus tiefsten Herzen, dass ihr alle glücklich und zufrieden mit eurem Leben seid. Was kann glücklicher machen als Liebe, Gesundheit und ein gesunder Glaube…?

Mit Grüssen Gralsbote
Hi,
ich empfinde, daß Besitz - hier in Afrika bin ich auf der "besitzenden Seite" - immer auch "Ketten" anlegt, das Verantwortungsgefühl gegenüber der Allgemeinheit wächst - jedenfalls empfinde ich so.

Als halbwegs moralisch empfindenen Mensch kann ich nicht mein Vermögen im Spielcasino verjubeln, während draussen vor der Tür die Leute verrotten.
Ich kann mir keine Abendrobe kaufen, und am Schaufenster stehen Kinder mit Hungerbäuchen. Das geht nicht.
Man ist moralisch einfach viel mehr in der Pflicht und immer auch eine Gratwanderung zwischen eigenen Bedürfnissen und denen anderer Menschen.
Ich lege Geld für die Ausbildung meiner Kinder beiseite, verpflege meine Familie, und der Rest - der geht hier unter die Leute. Als Entlohnung für Dienstleistungen - die ich eigentlich nicht brauche.
Da einzige, was ich jetzt im Überfluss habe, ist Zeit - trotz vier Kleinkindern.

Einen andere Sache - Gralsbote, du hast es angeschnitten - ist, daß man alles wieder verlieren kann.
Wer viel hat, kann auch viel verlieren.
Aber das ist nicht nur mit materiellen Gütern so, es sind auch die ganz "normalen" Dinge, die man verlieren kann.
Seine Familie, seine Kinder. Deswegen auf Familie und Kinder zu verzichten, weil man dann auch keine Angst haben muß, sie zu verlieren?
Sich nicht verlieben, um keinen Liebeskummer zu haben?
Und - nicht zu leben, um nicht sterben zu müssen?
Jeder möchte das behalten, was er hat, ab und zu können wir uns von Dingen lösen, wenn wir bemerken, daß es nicht so wichtig ist, sie zu besitzen oder daß es wichtiger ist, auch loslassen zu können.
Meine ganz private Keimzelle des Glückes sind meine Kinder. Ohne sie kann ich mir ein Leben nicht mehr vorstellen. Ohne sie wäre ich unglücklich.
Alles andere - damit kann ich leben.
Und so hat jeder Mensch etwas, was ihm ganz wertvoll und heilig ist.
Es ist leicht, über die Vorlieben anderer Menschen zu lächeln und zu finden, daß das, woran ihr Herz hängt "eigentlich doch gar nicht sooo wichtig ist".
Für einige, ist es die Bibel, für andere ein tolles Auto, für wieder andere eine bestimmte Person.
Aber nichts davon ist lächerlich, und es ist anmaßend, seine eigenen Wertvorstellungen auf andere übertragen zu wollen.
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