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Weg des Herzens












Liebe(r) m-boettger

Zitat:
Schwäche entsteht dann, wenn wir uns unsererer Vernunft nicht mehr bedienen. Diese Vernunft schließt z.B. die Unterscheidung zwischen Recht und Unrecht im menschlichen Sinn ein. Aber Vernunft ist auch ausschließlich menschlich. Wie ist dies vereinbar? (siehe weiter unten)

Es gibt grundsätzlich verschiedene Wege zum gleichen Ziel.
Der Weg des Kopfes und der Weg des Herzens.
Der eine Mensch nimmt den Kopf-Weg der andere Mensch nimmt den Herz-Weg.
Beide Wege sind gleichwertig.
Beide Menschen sind gleichwertig.
Der Kopf-Weg ist der Weg der Vernunft.
Der Herz-Weg ist der Weg der Liebe.

Zitat:
Ich nehme mal an du meinst die Suche nach dem Sinn des Lebens.
Meine Anwort aus deiner Aussage lautet: Wir (die Menschen und alle sich selbst bewußten Wesen) sind alles und ein Teil von allem. Also grob gesprochen nicht mehr als eine glückliche Formation von Elementarteilchen in einem chaotischen Universum, welches sich nur dadurch bildet indem wir es beschreiben.

Es gibt grundsätzlich verschiedene Wege zur gleichen Erkenntnis.
Reduktionistisch gesehen stimmt das so.
Aber auch Ganzheitlich stimmt das so.
Denn nur unsere Körper bestehen aus Elementarteilchen unser tiefstes Sein besteht aus Gott und darin sind wir ebenfalls Eins.

Zitat:
Schlußendlich also einfach nur ein Teil vom allem was existiert. Dies kann ich durchaus nachvollziehen und halte es für naturwissenschaftlich und historisch (in jeder Form) richtig.

Ja

Zitat:
Muß man dies mit Gott umschreiben? Ist Gott dann nicht einfach nur ein (in der Vergangenheit und in Zunkunft) zweckentfremdetes Wort für "ALLES"?

Es gibt grundsätzlich verschiedene Worte, die das Selbe beschreiben.
Folgendes würde ich als Synonyme betrachten:
Gott
Liebe
Weisheit
Stärke
Harmonie
Intuition
Totalität (das Alles)
Einheit

Zitat:
Es gibt die Trennung, und doch gibt es keine?

Es gibt sie! Sie ist überall! Es gibt nichts ohne einen Gegenpart - darauf hast du selber hingewiesen. Und tatsächlich gibt es im uns (Menschen) bekannten, greifbaren und (geschweige denn) erfahrbaren Umfeld kein Ding ohne ein zweites - außer man "denkt" sich eines.


Hat nicht alles einen Gegenpart? Wenn wir über Gegensätzlichkeiten nachdenken, befinden wir uns im dualen Denken. Wir sagen:

zum Nordpol gehört der Südpol.
zur Wärme gehört die Kalte.
zur Liebe gehört der Hass.
zum Leichten gehört das Schwere.

Achtung, nun kommt das kleine Gedankenexperiment, das unser Denken uns aus der Dualität heraushebt:

Nordpol und Südpol -> Magnetismus
Wärme und Kälte -> Temperatur
Liebe und Hass -> menschliche Affinität
Leichtes und Schweres -> Gewicht

Es gibt keinen Gegenpart zu Magnetismus, Temperatur, menschlicher Affinität und Gewicht.
Die Nicht-Dualität geht davon aus, dass sich alle Gegensätzlichkeiten auf einer höheren Ebene vereinen lassen, sogar das Gute und das Böse.

Zitat:
Gäbe es Gott, wenn wir ihn nicht definieren würden?

Die Frage kann genauso lauten: Gäbe es Dich, wenn Du Dich nicht definieren würdest?
Du bist weit mehr als das, was Du siehst, wenn Du mit den körperlichen Augen schaust.

Zitat:
Und in Folge: Ist die Frage nach Gottes Liebe, also einer Zuwendung nach menschlichem Eermessen, überhaupt sinnvoll?

Menschliches Ermessen kann transzendiert werden.

Zitat:
Oder reden wir bei "Gott" einfach nur über alles, was existiert und sich in der Suche nach einem Zusammenhang unserer Auffassungsgabe entzieht?

„Alles, was existiert“ ist weit mehr als das, was Du siehst, wen Du mit den körperlichen Augen schaust. Die Transzendenz hebt Dich mit Deiner Wahrnehmung über alles Grobstoffliche hinaus.
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