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Hallo Nebulös
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| Ich denke, das Problem ist, dass sich die Leute zu starrsinnig auf eine Seite festlegen und deshalb nicht mehr bereit sind, die eigene Seite in Frage zu stellen. In der Naturwissenschaft (bzw. in der Wissenschaft allgemein) ist das nicht viel anders, als in der Religion! |
Diese Meinung teile ich ueberhaupt nicht.
Wissenschaft und Forschung wuerde ueberhaupt nicht existieren, haettest du Recht.
Es gaebe keinerlei Fortschritt, wenn nicht permanent und immer wieder bekanntes Wissen kritisch ueberprueft wuerde und mit den jeweils modernsten Moeglichkeiten auf Richtigkeit hin abgeklopft wuerde.
Wir alle wuerden immer noch glauben die Erde waere eine Scheibe, wuerden im Mittelalter leben, Rueben anbauen und kuehe Melken.
Wissenschaften sind das exakte Gegenteil von Glaube und Religion.
LG
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| Wissenschaften sind das exakte Gegenteil von Glaube und Religion. |
Unsere (Natur)Wissenschaften funktionieren aber nur, wenn alles vollkommen wissenschaftlich erklärbar ist! Sollte es aber einen Gott oder irgendeinen Manipulator geben, der jenseit unserer Wissenschaft existiert, dann wird unser Wissenschaft nicht ausreichen, um das zu verstehen. Wenn du allerdings davon ausgehst, dass alles natürlichen Ursprungs ist, es keine Gott, keine Seele und nichts mehr nach dem Tod gibt, dann hast du recht und nur mit der klassischen Wissenschaft könnte man alles erreichen, aber dieses Denken ist genau so kurzsichtig und starrsinnig wie zu behaupten, alles ist Gott und Schöpfung und übernatürlich und wir würden keine Naturwissenschaft brauchen.
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Hallo Nebulös,
Natuerlich!
Serioese Wissenschaft hat niemals den Anspruch die Wirklichkeit erklaeren zu koennen.
Sie kann falzifizieren, also bisher angenommene Theorien ueberpruefen und sie als richtig oder falsch bewerten oder auch vollkommen neue Theorien aufstellen.
Ob diejenige Theorie, die auf die als falsch bewertete und daraufhin korrigierte Theorie folgt, endgueltig richtig ist, oder aber spaeter auch wiederlegt wird, kann niemand sagen.
Aber genau so funktioniert Wissenschaft.
Permanente Selbstueberpruefung und ein strenges Regelwerk welches bei der Aufstellung von Theorien einzuhalten ist (z.B. Plausibilitaet und Reproduzierbarkeit) ergeben jedoch eine fortschreitende Naeherung an die Realitaet.
Erst dann, wenn alle Theorien gleich der Realitaet sind, die Realitaet vollstaendig wiedergespiegelt wird, dann erst wird Wissenschaft aufhoeren zu existieren.
Und das wird wohl nicht in absehbarer Zeit der Fall sein.
LG
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Das meinte ich gar nicht.
Mir ging es darum, dass auch wissenschaftliche Methoden immer auch einen subjektiven Aspekt haben und der Wissenschaftler entscheidet, in welche Richtung er die Problemlösung angeht. Und oft ist es halt so, dass vorher schon tendenziell festgelegt ist, in welche Richtung man die Theorie entwickeln wird, weil man halt in seinem Bereich bleiben will. Mir ist zwar klar, dass das eine Gratwanderung ist, weil man schnell in die Esoterik abdriften kann, aber wenn man gleich schon ausschließt, dass Religionen einen Funken Wahrheit enthalten könnten bzw. ihre Berechtigung haben, dann ist die Wissenschaft, die man betreibt, nur halb so viel wert, wie sie sein könnte.
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Hallo Nebulös,
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| Mir ging es darum, dass auch wissenschaftliche Methoden immer auch einen subjektiven Aspekt haben |
Ich denke hier irrst du.
Wissenschaft ist objektiv, nie subjektiv.
Deshalb ja die wissenschaftstheoretischen Kriterien.
Minimalforderungen an theoretische Modelle sind im Allgemeinen, dass sie den Vorschriften der Logik und Grammatik entsprechen und intern widerspruchsfrei sind. Ob eine Theorie aber auf die Welt "passt" muss sich empirisch erweisen.
Nur wenn diese Kriterien erfuellt sind, spricht man von einer Theorie.
Du siehst, hier ist keinerlei Spielraum fuer Subejektives.
Wenn sich wissenschaftliche Erkenntnis in eine Theorie kleiden laesst, ist sie allegeingueltig, und deshalb nicht mehr subjektiv sondern objektiv.
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| ...und der Wissenschaftler entscheidet, in welche Richtung er die Problemlösung angeht. |
Das kann er machen. Viele Wege fuehren nach Rom. Die Loesung selbst aber muss objektiv nachvollziebar sein.
Die Mathematik kennt hier schoene Beispiele.
So hat ein indischer Wissenschaftler (S. A. Ramanujan) eine vollkommen eigene Mathematik erschaffen, mit der er spaeter bahnbrechende Beweise erarbeitete, welche selbst natuerlich bis heute Allgemeingueltigkeit haben. (Ramanujansche tau-Funktion, Gesetz für Primzahlen p, Erfüllung der t(n) durch die Kongruenz)
LG
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